DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lloyd Austin gesteht Fehler beim US-Abzug ein.
Lloyd Austin gesteht Fehler beim US-Abzug ein.
Bild: keystone

Afghanistan: Diese Fehler räumt der US-Verteidigungsminister beim US-Abzug ein

28.09.2021, 16:3928.09.2021, 17:33

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat den Abzug des US-Militärs aus Afghanistan Ende August verteidigt – gleichzeitig aber auch Fehler bei der Evakuierungsmission eingestanden. «Die Taliban hatten deutlich gemacht, dass ihre Zusammenarbeit am 1. September enden würde», sagte Austin am Dienstag bei einer Anhörung im Senat zu dem Thema.

Video: watson/Aya Baalbaki

Vor allem die ersten beiden Tage der militärischen Evakuierungsmission seien schwierig gewesen. Innerhalb von 48 Stunden habe man die Lage aber unter Kontrolle bekommen. «War es perfekt? Nein, natürlich nicht», sagte Austin.

Die militärische Evakuierungsmission war Ende August mit dem Abzug der letzten US-Soldaten aus Kabul beendet worden. Inmitten des Evakuierungseinsatzes wurden bei einer Terrorattacke vor dem Flughafen von Kabul Dutzende Afghanen und 13 US-Soldaten getötet. Der mit den Taliban verfeindete IS reklamierte den Angriff für sich. Die Taliban hatten Mitte August die Macht in Kabul übernommen.

Chaotische Szenen wären vermeidbar gewesen

Minister Austin erinnerte an den Drohnenangriff des US-Militärs Ende August, bei dem zehn Zivilisten getötet wurden. «Die Umstände im August waren alles andere als ideal: extreme Hitze, ein (...) Land ohne Regierung, eine höchst dynamische Situation vor Ort und eine (...) tödliche terroristische Bedrohung», sagte Austin. Man arbeite nun noch immer daran, Amerikanerinnen und Amerikaner sowie afghanische Ortskräfte aus dem Land zu holen. Eine Verlängerung der Mission über Ende August hinaus sei aber keine Option gewesen.

Das ranghöchste Mitglied der Republikaner im Streitkräfte-Ausschuss im Senat, Jim Inhofe, kritisierte den Abzug. Die chaotische Situation im August sei vermeidbar gewesen – nun müsse man mit Terroristen verhandeln. US-Präsident Joe Biden habe mit dem Abzug ausserdem Amerikaner zurückgelassen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Vom Minirock zur Burka – Frauen in Afghanistan

1 / 13
Vom Minirock zur Burka – Frauen in Afghanistan
quelle: laurence brun /gamma-rapho via getty images
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Bewaffnet auf Pedalos – so vergnügen sich die Taliban

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jetzt spricht die Polizei – 7 Antworten zum tödlichen Schuss am Baldwin-Filmset

Nach dem Todesschuss bei Dreharbeiten zu dem Western «Rust» in den USA finden die Ermittler deutliche Worte. «Ich denke, die Fakten sind klar – eine Waffe wurde Mr. Baldwin gereicht. Die Waffe war funktionsfähig und gab scharfe Munition ab, die Ms. Hutchins tötete und Mr. Souza verletzte», sagte Sheriff Adan Mendoza am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico. Auch ein Mitarbeiter am Set räumte demnach Fehler bei den Sicherheitsvorkehrungen ein. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel