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Frühere Hisbollah-Geisel Terry Anderson 76-jährig gestorben

US-Journalist und frühere Hisbollah-Geisel Terry Anderson 76-jährig gestorben

22.04.2024, 08:1722.04.2024, 08:17

Der frühere US-Journalist Terry Anderson, der ab 1986 sechs Jahre lang als Geisel der Hisbollah im Libanon gefangengehalten wurde, ist am Sonntag im Alter von 76 Jahren gestorben. Er verstarb an den Komplikationen einer kürzlichen Herzoperation.

Er sei in seinem Zuhause in Greenwood Lake im US-Bundesstaat New York gestorben, berichtete Andersons früherer Arbeitgeber, die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), in Berufung auf die Tochter des Journalisten.

Anderson war am 6. März 1985 von militanten Islamisten verschleppt worden. Während langer Strecken seiner Gefangenschaft war der damalige Chef des Beiruter AP-Büros gefesselt und hatte die Augen verbunden.

FILE - Wearing a "Hello World" sweatshirt printed with his picture, former hostage Terry Anderson greets happy colleagues, Dec. 10, 1991, at The Associated Press headquarters in New York, as ...
In Freiheit: Terry Anderson.Bild: keystone

110 westliche Geiseln

Er wurde zu einem Symbol für die Bedrohung, der ausländische Journalisten und andere Menschen aus westlichen Ländern zu dieser Zeit im Libanon ausgesetzt waren. Insgesamt wurden im Libanon zwischen 1982 und 1991 110 westliche Bürger oft jahrelang festgehalten.

Wegen seiner Gefangenschaft sah Anderson seine Tochter erst, als sie sechs Jahre alt war – sie war kurz nach seiner Entführung geboren worden. Vor seiner Zeit im Libanon hatte der Journalist nach AP-Angaben in den USA, Japan und Südafrika für die Nachrichtenagentur gearbeitet. Später lehrte Anderson an mehreren Universitäten, bevor er vor fast zehn Jahren in den Ruhestand ging. (rbu/sda/afp)

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