International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President-elect Donald Trump gives the thumbs-up as Mitt Romney leaves Trump National Golf Club Bedminster in Bedminster, N.J., Saturday, Nov. 19, 2016. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Noch halten sie sich bedeckt: Donald Trump und Mitt Romney. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Trump trifft Kritiker Mitt Romney – wird er der neue Aussenminister?



Der künftige US-Präsident Donald Trump hat bei seinen ersten Personalentscheiden bisher äusserst konservative Hardliner berücksichtigt. Am Samstag traf er nun im Zuge seiner Regierungsbildung mit Mitt Romney zusammen – einem seiner schärfsten Kritiker.

Ob bei der rund eineinhalbstündigen Begegnung konkret über den Posten des Aussenministers gesprochen wurde, blieb zunächst unklar. Trump charakterisierte den Verlauf des Treffens als «grossartig». Romney sprach von einer «gründlichen und tiefgreifenden Diskussion» über verschiedene internationale Themen. Er freue sich auf die künftige Regierung und das, was sie tun werde.

Der künftige Präsident und Romney hatten bei dem Treffen in Trumps Golfclub in New Jersey starke Missstimmungen auszuräumen. Im Wahlkampf waren beide massiv übereinander hergefallen. So kritisierte Romney Trump als «Betrüger», «unehrlich», «raffgierig», «schikanös» und als «drittklassigen Showman». Der Multimilliardär seinerseits nannte Romney unter anderem einen «Versager».

US-Medien haben den gemässigten früheren Gouverneur von Massachusetts in den vergangenen Tagen als einen von mehreren Anwärtern auf den Posten des US-Chefdiplomaten gehandelt. Als möglich galt aber auch, dass die Einladung an Romney lediglich als demonstrative Geste der Versöhnung gedacht war.

Eine Nominierung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten von 2012 als Aussenminister würde sich stark von Trumps bisherigen Personalentscheidungen abheben. So will der gewählte neue Präsident Senator Jeff Sessions zu seinem Justizminister machen, den ehemaligen General Michael Flynn zum nationalen Sicherheitsberater und den Abgeordneten Mike Pompeo zum CIA-Direktor. Alle sind äusserst konservative Hardliner.

Vor diesem Hintergrund wurde spekuliert, dass sich Trump zur Beruhigung moderaterer Kreise für Romney als Aussenminister entscheiden könnte. Er wirkt staatsmännischer als der ebenfalls für den Posten gehandelte New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani – ebenfalls ein Hardliner – und verfügt als ehemaliger Chef des Olympischen Komitees der USA über internationale Erfahrungen.

Former New York Mayor Rudy Giuliani laughs as he arrives at Trump Tower, Wednesday, Nov. 16, 2016, in New York. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Wird ebenfalls als möglicher Aussenminister gehandelt: New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Mehrere Gespräche geplant

Das ganze Wochenende über soll Trump Gespräche mit möglichen Anwärtern auf Regierungspositionen geplant haben. So stand am Samstag auch ein Treffen mit dem pensionierte General James Mattis an, der früher Chef des US-Zentralkommandos war und als möglicher Verteidigungsminister gehandelt wird.

Am Sonntag werde sich Trump mit dem Investor Wilbur Ross treffen, sagte ein Sprecher aus Trumps Mitarbeiterstab. Ross gilt als Anwärter auf den Posten des Handelsministers. Die Besetzung des Handelsressorts dürfte weltweit mit besonderem Interesse verfolgt werden. Trumps Äusserungen im Wahlkampf schürten Sorgen vor einem wachsenden Protektionismus.

Für Sonntag plane Trump auch Treffen mit Guiliani sowie dem Gouverneur des Bundesstaates New Jersey, Chris Christie, so ein Trump-Mitarbeiter. Auch stehe eine Begegnung mit Kris Kobach aus Kansas an, der Trump nach eigenen Angaben in Fragen der Einwanderungsbeschränkung berät.

President-elect Donald Trump and Vice President-elect Mike Pence arrive at the Trump National Golf Club Bedminster clubhouse in Bedminster, N.J., Saturday, Nov. 19, 2016. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Empfangen dieses Wochenende diverse Gäste in Trumps Golfclub in New Jersey: Donald Trump und Mike Pence. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Rechtsstreit beigelegt

Trump legte unterdessen einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner «Trump University» mit einem Millionenvergleich bei. Er erklärte sich zu einer Zahlung von 25 Millionen US-Dollar bereit, wie der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman mitteilte.

Trump wurde in einem Verfahren beschuldigt, mehr als 6000 Studenten mit falschen Versprechen um 40 Millionen Dollar gebracht zu haben. Trump selbst habe daran fünf Millionen Dollar verdient, so der Vorwurf.

Die «Trump University» warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden. Es handelte sich aber nicht um eine echte Universität mit anerkannten Abschlüssen, weshalb der Name geändert werden musste. (cma/sda/dpa/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

12
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

106
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

75
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

113
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

147
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

125
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

99
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

12
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

106
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

75
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

113
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

147
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

125
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

99
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

In Nordsyrien mehren sich seit Beginn der türkischen Offensive Berichte von Aktionen der Terrormiliz «IS». Mehrere Extremisten sollen aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, zwei Bombenanschläge wurden gemeldet.

Experten und Beobachter hatten vor diesem Szenario gewarnt: Wenn die Amerikaner aus Nordsyrien abziehen und die Türkei gegen die syrischen Kurden vorrückt, droht die Terrormiliz «IS» wieder an Stärke zu gewinnen. Nun scheint es, als könnten diese Befürchtungen wahr werden.

Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive gegen die kurdische Miliz YPG im Nordosten Syriens mehren sich Berichte, wonach die Dschihadisten die Gunst der Stunde zu nutzen versuchen. In der Stadt Kamischli an der …

Artikel lesen
Link zum Artikel