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FILE - In this Sept. 11, 2001, file photo, smoke rises from the burning twin towers of the World Trade Center after hijacked planes crashed into the towers in New York City. Sept. 11 victims’ relatives are greeting the news of President Donald Trump’s now-canceled plan for secret talks with Afghanistan’s Taliban insurgents with mixed feelings. (AP Photo/Richard Drew, File)

Bild: AP

Terror-Geheimnis gelüftet: USA wollen Namen von saudi-arabischem 9/11-Verdächtigen nennen



Das US-Justizministerium will den lange geheimgehaltenen Namen eines saudi-arabischen Behördenvertreters enthüllen, der Verbindungen zu den Attentätern vom 11. September 2001 gehabt haben soll. Die angekündigte Veröffentlichung erfolgt auf Druck von Terror-Opfern.

Die US-Bundespolizei FBI erkenne «das Bedürfnis und den Wunsch der Hinterbliebenen an, zu verstehen, was ihren Lieben passiert ist, und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen», erklärte das Justizministerium am Donnerstag in Washington. Wann der Name bekannt gegeben werden soll, teilte es nicht mit.

Justizministerium und FBI gaben damit dem jahrelangen Druck der Familien von Opfern der Anschläge nach. «Angesichts der aussergewöhnlichen Umstände in diesem besonderen Fall» solle der Name jetzt freigegeben werden.

Attentätern geholfen

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen von insgesamt drei saudi-arabischen Behördenvertretern, die laut einem FBI-Bericht einigen der Attentäter nach deren Ankunft in den USA geholfen haben sollen. Demnach erhielten einige Geld von Vertretern ihres Landes. Bei zweien soll es sich um mutmassliche Geheimdienstoffiziere gehandelt haben, die damals der Botschaft ihres Landes in den USA unterstellt waren. Ihre Namen wurden jedoch nicht geheimgehalten.

In späteren Untersuchungen wurde der Vorwurf zurückgewiesen, dass beide mit den Flugzeugentführern in Verbindung standen.

Vorwürfe an saudische Regierung

Insgesamt 15 der 19 Attentäter vom 11. September 2001 stammten aus Saudi-Arabien. Seit den Anschlägen in den USA mit fast 3000 Toten waren immer wieder Vorwürfe laut geworden, die Attentäter des Terrornetzwerkes Al-Kaida hätten Hilfe von Seiten der saudi-arabischen Regierung erhalten. Die Regierung in Riad weist diese Vorwürfe zurück. Ihr drohen Entschädigungsklagen in Milliardenhöhe.

Im Jahr 2012 wurden die Vorwürfe in einem überarbeiteten FBI-Bericht erneut erhoben. Darin wurde auf einen dritten Verdächtigen verwiesen, dessen Name geschwärzt wurde. Immer wieder tauchten Gerüchte auf, die Person stehe in Verbindung zur saudi-arabischen Königsfamilie.

Bei den mit gekaperten Flugzeugen verübten 9/11-Anschlägen waren in New York, im Pentagon bei Washington und im US-Bundesstaat Pennsylvania fast 3000 Menschen getötet worden. (sda/afp)

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«Hinter mir ein voller Saal mit 9/11-Ersthelfern.»

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 13.09.2019 10:50
    Highlight Highlight Die Saudis bestellen ihre Waffen vor allem bei der US-Rüstungsindustrie.
    Wenn sie dann einige dieser Waffen an islamistische Terroristen weiter reichen, ändert das ja nichts daran, dass sie ein wichtiger Gross-Kunde der US-Rüstungs-Industrie sind!
    Und dann kommt es für die US- Rüstungsindustrie sogar noch besser:
    Der "Krieg gegen den Terror" bringt zusätzliche Aufträge vom US-Militär und von den Geheimdiensten!
    Ganz ähnlich läuft es mit dem hausgemachten Terror:
    Amokläufer richten mit einfach erhältlichen US-Waffen Massaker an, und als Lösung sollen sich alle BürgerInnen bewaffnen...
    • Basti Spiesser 13.09.2019 12:34
      Highlight Highlight Schön gesagt, aber warum glaubst du den Medien und Politikern noch, die uns sagen, es geht um Demokratie und Menschenrechte?
  • Do not lie to mE 13.09.2019 09:14
    Highlight Highlight Tarek Fatah: Columnist by the TorontoSun "Ich habe Artikel der New York Times zum 11. September nach Wörtern wie "Al Qaeda", "Bin Laden", "Jihad", "Taliban", "Khaled Sheikh Muhammad" und sogar "Arab" oder "Saudi" durchsucht, fand aber keine Erwähnung. Es schien, dass die liberalen Medien es nicht wagen, den Feind zu erwähnen, aus Angst, dass sie als "rassistisch" und "islamfeindlich" bezeichnet werden könnten.

    https://torontosun.com/opinion/columnists/fatah-18-years-after-9-11-our-enemy-is-stronger
    • Dong 13.09.2019 11:25
      Highlight Highlight Ich werd aus dem Artikel nicht ganz schlau - hat m.E. halt nichts mit "liberal" zu tun. Das Problem ist doch, dass Al Qaida bspw. in Syrien die Verbündeten der USA sind und man da nicht schlafende Hunde wecken will. Und dass man die Saudis deckt ist auch eher eine republikanische Tradition (in der die Demokraten allerdings um nichts nachstehen).
      BTW: Bei so "Drain the Swamp"-Metaphern hört bei mir der Humor sowieso auf, dieser unsägliche "War on Terror" hat schon viel zu viel Elend verursacht und den Feind letztlich jedes Mal gestärkt.
    • aglio e olio 13.09.2019 13:16
      Highlight Highlight Tönt reichlich konstruiert der Vorwurf.
    • Do not lie to mE 13.09.2019 15:17
      Highlight Highlight Fatah ist einer der Gründer des muslimisch-kanadischen Kongresses und diente da als Kommunikationsoffizier und Sprecher. Fatah setzt sich für Schwulenrechte, eine Trennung von Religion und Staat, die Ablehnung des Scharia-Rechts und die Befürwortung einer "liberalen, fortschrittlichen Form" des Islam ein. Er arbeitete im Stab von Ministerpräsident Bob Rae (NDP=Linke). Man muss aber zur Kenntnis nehmen das in Kanada die Meinnungsfrheit in Bezug zum Islam durch M103 in Frage gestellt wird. Er kritisiert die liberaen Medien weil er als Muslim die Gefahr kennt welche vom politischen Islam ausgeht.
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  • rolf.iller 13.09.2019 08:00
    Highlight Highlight Na dann ist die Sache klar. Es gilt der Verteidigungsfall. Gegen Saudi Arabien muss zurückgeschossen werden! Warum nur bei den Amis niemand auf diese Idee kommt?
    • Leckerbissen 13.09.2019 08:36
      Highlight Highlight Ein Krieg auf amerik. Boden wäre für JEDEN Angreifer der wahre Graus. Die fangen dich bereits vor der Küste ab und das weiss jede Armee. Die USA mit ihrem "Weltpolizei" Gedanken hat sich halt zu früheren Zeiten überall ihre Standorte aufgebaut - Weltherrschaft und so. Ob das nun gut ist oder nicht muss jeder selber für sich entscheiden. Aber kein Gegner begibt sich freiwillig in die Höhle der Löwen.
    • Bowell 13.09.2019 09:12
      Highlight Highlight Habe gehört die Saudis haben WMD's.
    • DemonCore 13.09.2019 11:06
      Highlight Highlight Für die vom legalen IS geplagte saudiarabische Bevölkerung tut es mir leid. Die Königsfamilie und ein Grossteil der Verwaltung gehört aber schnellstmöglich vor Gericht.
  • Dr. Unwichtig 13.09.2019 07:53
    Highlight Highlight Und? Wird dann ein Aufschrei durch die US-Öffentlichkeit gehen, dass Saudi Arabien nicht nur nicht sanktioniert, sondern die (insbesondere militärischen) Beziehungen in den letzten 18 Jahren intensiviert wurden? Natürlich nicht. Man ergeht sich lieber in VTs über eine hyperkompetente Regierung....
  • Don Alejandro 13.09.2019 07:45
    Highlight Highlight Aber davor noch Afghanistan und Irak kaputtbomben. Money rules the world.
    • DemonCore 13.09.2019 11:00
      Highlight Highlight Sie wurden nicht kaputt gebombt. In beiden Staaten ist religiöser Extremismus und Konfessionalismus das Hauptproblem, nicht die verhältnismässig geringen und längst behobenen Infrastrukturschäden. Zeigen sie mir einen Iraker der sich Saddam und seine Folterknechte zurückwünscht.
    • opwulf 13.09.2019 12:27
      Highlight Highlight DemonC: Es ist augenscheinlich dass viele dieser Länder in denen religiöser Extremismus herrscht vorher als geopolit. Spielball missbraucht & insbesondere der Fanatismus gefördert wurde! Ob dies nun den arabischen Freiheitskampf gegen das "moderate" ottomanische Reich, den Putsch im Iran oder den Kampf der Mudschaheddin gegen die sowjetischen Besatzer betrifft. Zu ihrem letzten Satz, fragen sie doch einfach einen sunnitischen Iraker, der unter Saddams Herrschaft bevorteilt wurde. Tingel: schaut man sich die timeline des Afghan. Krieges & der erneuten opiaten Krise in der USA an, fällt was auf?
    • DemonCore 13.09.2019 14:08
      Highlight Highlight Tja, ich halte eben die Bedürfnisse sektiererischer Sunniten nicht für relevant, und da die Mehrheit der Iraker nicht Sunniten, sondern Kurden, Schiiten u.a. sind ist glaube ich die Mehrheit im Irak happy über die Entfernung Saddams.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 13.09.2019 07:39
    Highlight Highlight Mehrheit der Attentäter stammen aus Saudi Arabien. Osama bin Laden war Saudi. Nun diese Nachricht, ebenfalls aus Saudi Arabien.
    Warum wurde Afghanistan "zerstört"?! Wegen den Taliban augenscheinlich nicht, den diese kontrollieren nun mehr Gebiete in Afghanistan als noch vor Amerikas Invasion. Wie soll genau der "Sieg" der Amis nach 18 Jahren Krieg aussehen?
    • bcZcity 13.09.2019 09:12
      Highlight Highlight Grundsätzlich richtig, aber.

      Dir ist schon bewusst dass man nicht aus Spass nach Afghanistan ist? Hast Du dich mal kurz in die Materie eingelesen? Klar waren da auch politische Interessen dabei, aber man wollte Bin Laden.

      Bei den Saudis hat er sich damals zumindest nicht versteckt.....und seit 1994 galt er als staatslos.


    • Max Dick 13.09.2019 09:25
      Highlight Highlight Afgahnistan ist nicht von den Amerikanern zerstört worden. Denen geht es mit Amis besser als ohne Amis. Vorher war es schlimmer, und es wird auch nach einem vollständigen US-Abzug wieder schlimmer sein.
    • DemonCore 13.09.2019 10:56
      Highlight Highlight Afghanistan wurde nicht zerstört. Und doch, die Taliban waren der Grund für die Mission an der über 20 Länder beteiligt waren, auch die Schweiz phasenweise. Dass die Taliban jetzt wieder erstarken hat mit Mutlosigkeit und halbherzigem Engagement im Westen zu tun. Natio building ist eine sehr schwierige und langwierige Angelegenheit und säkulare, demokratische Kräfte sind sehr schwach in Afghanistan. Immerhin haben die USA und die anderen ISAF-Staaten es versucht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 13.09.2019 07:37
    Highlight Highlight Der Name wird dann veröffentlicht, wenn für den Typen und sein Vermögen keine Gefahr mehr besteht. Man, man, eine Regierung startet einen Krieg gegen die Terroristen, aber diejenigen die ihnen geholfen haben werden weiterhin als Freunde betrachtet, nur weil man mit denen gute Geschäfte machen kann, weil die Öl haben und weil die die USA im Arabischen Raum unterstützen.
    • Hexentanz 13.09.2019 08:16
      Highlight Highlight Naja, wenn wir schwarze Schafe in der Regierung hätten, die einen Anschlag auf zb Merkel in den Ferien in der Schweiz machen würden... Wärst du dafür, dass man die Schweiz mit Sanktionen belegt, oder dass die Deutschen mit uns Zusammen aufarbeiten, wie es soweit kommen konnte?
  • Kiro Striked 13.09.2019 07:34
    Highlight Highlight Wusste nichtz dass George W. Bush aus Saudi Arabien kommt... oh...
  • Enzo Bolognese 13.09.2019 07:31
    Highlight Highlight So wird auch klar, warum im Vorfeld der Anschläge gewisse Börsenzocker auf fallende Kurse bei Fluggesellschaften und Versicherungen gesetzt haben.
    • DemonCore 13.09.2019 11:08
      Highlight Highlight Beweise? Ah, Verschwörungstheorie, bist entschuldigt.
    • mob barley 13.09.2019 13:55
      Highlight Highlight Egal was passiert, man wird immer manche finden, die darauf gesetzt haben, und manche, die aufs Gegenteil gesetzt haben. So funktionieren die Finanzindustrie, das Versicherungswesen, Glücksspiele und Sportwetten.

      Das ist super für (euch) Verschwörungstheoretiker, da es bei jedem Ereignis einen Profiteur gibt, dem man dann alles anhängen oder mindestens Mitwisserschaft unterstellen kann.

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