International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Nov. 9, 2017, file photo, Chelsea Manning attends the 22nd Annual OUT100 Celebration Gala at the Altman Building in New York. A federal judge on Thursday, March 12, 2020, ordered Manning released from jail after being incarcerated since May 2019 for refusing to testify to a grand jury. (Photo by Andy Kropa/Invision/AP, File)
Chelsea Manning

Chelsea Manning kommt frei. Bild: AP

Gericht ordnet sofortige Freilassung von Chelsea Manning an



Ein US-Bundesgericht hat die sofortige Freilassung der früheren Wikileaks-Informantin Chelsea Manning aus dem Gefängnis verfügt. In der Anordnung von Richter Anthony Trenga in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia vom Donnerstag (Ortszeit) hiess es, Mannings Aussage vor dem Geschworenengericht sei nicht länger notwendig.

Damit entfalle auch die Notwendigkeit der Beugehaft. Mannings Anwälte hatten am Mittwoch mitgeteilt, die Whistleblowerin habe versucht, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen. Sie wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht, um sich dort zu erholen.

Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung des Gerichts in einem Gefängnis in Alexandria in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Laut «New York Times» hat Manning 2016 zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen.

Die Whistleblowerin - die vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation als Mann lebte und mit Vornamen Bradley hiess - hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan.

Sieben Jahre sass Manning bereits in US-Militärhaft. Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt. Manning kam 2017 frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte. (sda/dpa)

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cirrum 13.03.2020 10:53
    Highlight Highlight Das passiert den Menschen, die die Wahrheit ans Licht bringen wollen. Gehen solche Fälle eigentlich an den Menschen vorbei, die nur an die "Fakten" und "Offiziellen Berichte" glauben? Gibt es ihnen nicht endlich mal ein wenig zu denken??? Solche Fälle gibt es zu genüge wenn man sich ein wenig in der Geschichte herumtummelt......
  • BS46 13.03.2020 10:13
    Highlight Highlight Beste Nachricht der Woche!
    Eine wahre Heldin sass im Knast, wurde möglicherweise psychisch oder physisch gefoltert und versuchte sich das Leben zu nehmen... Das sollte der ganzen westlichen Welt zu denken geben.
  • bärn 13.03.2020 09:19
    Highlight Highlight ....einen tiefen einblick zu der haltung der amis ist im artikel auf der webseite von fox news zu lesen.... bedenklich... (klar lesen und teilen nicht alle die merkwürdige haltung und einstellung von fox news) wie unterirdisch die kommentare da sind... da erstaunt mich eigentlich nichts mehr wenn ein trampeltyp über twitter seine "gesundheitstyps" verbreitet und alle richten sich ausschliesslich nach ihm... https://www.foxnews.com/us/judge-orders-chelsea-manning-to-be-released-from-jail
    • Oigen 13.03.2020 11:25
      Highlight Highlight Einfach nur hässlich, abartig und wiederlich diese Kommentare...
  • AdiB 13.03.2020 09:05
    Highlight Highlight Ich dachte obama hätte sie begnadigt? Wusste nicht das sie wieder sitzt?
    • So oder so 13.03.2020 23:50
      Highlight Highlight Obama ist auch nicht mehr Präsident.
  • HoA 13.03.2020 08:14
    Highlight Highlight Das freut mich für Chelsea ... und ich hoffe ganz fest, dass dies nichts mit Assanges Auslieferung zu tun hat. Denn ihre „Aussage sei nicht weiter notwendig“ stimmt mich schon sehr nachdenklich...... warum denn?
  • tAZcobra 13.03.2020 08:02
    Highlight Highlight Ausnahmsweise good news
  • Bratansauce 13.03.2020 06:57
    Highlight Highlight was für ein Scheissland
  • rüpelpilzchen 13.03.2020 06:38
    Highlight Highlight Das hält jetzt hoffentlich etwas länger.
    Unglaublich was da abgeht.
  • Töfflifahrer 13.03.2020 05:39
    Highlight Highlight Na mal sehen was der Staatsanwaltschaft bzw. dem Justizministerium einfällt um sie wieder einzulochen.
    Denen geht es nur darum sie fertig zu machen und andere abzuschrecken.
    • Printer 13.03.2020 10:28
      Highlight Highlight Was erwarten Sie von einem Land das offiziell Folter gutheisst und sie auch anwendet?
    • Cirrum 13.03.2020 11:17
      Highlight Highlight Unsere Regierung nimmt Ausbeutung und Unterdrückung genau so in Kauf... sind kein bisschen besser... nur sieht das niemand.
  • Lolita 13.03.2020 02:07
    Highlight Highlight Endlich, good news.
  • Lowend 13.03.2020 01:03
    Highlight Highlight Endlich mal eine gute Nachricht aus den USA!

    Jetzt einfach noch die Anklage gegen Assange fallen lassen und die Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte untersuchen, aber dass ist für die rechtsstaatlichen Verhältnisse in den USA wohl zu viel verlangt.
  • rothi 13.03.2020 01:01
    Highlight Highlight Endlich! Was mich nachdenklich stimmt, ist dass dazu wohl ein Suizidversuch nötig war. Die 260k Strafe sollten wohl per Crowdfunding aufzutreiben sein.
    • Asmodeus 13.03.2020 07:28
      Highlight Highlight 260k kommt via Crowdfunding leider nur zusammen wenn Du ein 50+ Jahre alter Voiceactor bist der seinen Job verliert weil er über 10 Jahre lang seine Mitarbeiterinnen sexuell belästigt, minderjährige Fans begrabscht und sich generell wie ein Arsch aufgeführt hat.

Stadtrat kündigt an: In New York müssen Leichen bald in Parks begraben werden

Wäre der US-Bundesstaat New York ein Land, so wäre er mit Italien und Spanien ganz oben auf der Rangliste der Nationen mit den meisten bestätigten Corona-Fällen.

Rund 130'000 sind es, Stand Montagabend. Knapp 4800 Menschen sind dem Virus bislang erlegen. Das stellt die Stadt New York vor ein Problem, denn sie weiss nicht mehr wohin mit all den Verstorbenen.

In den Leichenhallen der Krankenhäuser gibt es schon lange keinen Platz mehr. Also wurden kurzerhand Kühllastwagen zu mobilen …

Artikel lesen
Link zum Artikel