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Russische Anwältin packt aus: So lief ihr Treffen mit Trump Jr.

Russische Anwältin packt aus: So lief ihr Treffen mit Trump Jr.

07.11.2017, 16:5907.11.2017, 17:09
FILE - In this July 11, 2017, file photo, Donald Trump Jr. is interviewed by host Sean Hannity on the Fox News Channel television program, in New York. The Republican National Committee has spent near ...
Donald Trump Jr. wollte Material über Clinton.Bild: AP/AP

US-Präsidentensohn Donald Trump Jr. sieht sich mit neuen brisanten Angaben zu seinen Russland-Kontakten im Wahlkampf konfrontiert. Eine russische Anwältin berichtete am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg über brisante Details ihres Treffens mit Trump Jr im Juni 2016.

Dieser habe ihr damals einen Deal vorgeschlagen: Wenn Russland kompromittierende Informationen über die Demokratin Hillary Clinton vorlege, könnte eine Regierung Trump nach einem Wahlsieg die Russland-Sanktionen des US-Kongresses im Sinne Moskaus prüfen.

Die russische Anwältin Natalia Weselnizkaja ging nach eigenen Angaben mit zwei Zielen in das Treffen mit Trump Jr. und weiteren Mitarbeitern des damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump: Sie habe potenziell belastende Materialien über Trumps Gegenkandidatin Clinton anbieten wollen und sie habe für eine Aufhebung eines 2012 erlassenen Gesetzes mit Sanktionen gegen Russland werben wollen, sagte sie nun zu Bloomberg.

Trump Jr. habe sich offen für eine Zusammenarbeit gezeigt, sagte Weselnizkaja. Mit Blick auf das Sanktionsgesetz habe er gesagt: «Wenn wir an die Macht kommen, können wir auf die Angelegenheit zurückkommen und schauen, was wir tun können.»

Im Gegenzug habe er explizit um schriftliche Belege über illegale Wahlkampffinanzierung zugunsten Clintons gebeten. Sie habe dann aber entgegnet, dass sie solche Belege nicht liefern könne, sagte Weselnizkaja.

Trump Jr. soll demnächst öffentlich vor einem Kongressausschuss aussagen, der möglichen russischen Manipulationen im US-Präsidentschaftswahlkampf nachgeht.

Trumps Wahlversprechen

Video: watson

Beim Treffen mit der russischen Anwältin, das bereits vor Monaten bekannt wurde, hatte er sich auf ein potenzielles rechtliches Minenfeld begeben: Die Annahme von ausländischer Hilfe für eine US-Wahlkampagne ist nach Angaben vieler Experten unter Umständen strafbar.

Anfang September hatte Trump Jr. bei einer Befragung hinter verschlossenen Türen vor dem Ausschuss bestätigt, dass er bei dem Treffen mit der russischen Anwältin Informationen über Clinton einholen wollte. Dieses Treffen habe aber zu nichts geführt.

Die Affäre um die mutmasslichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps im Wahlkampf und eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams in diese Interventionen setzt dem Präsidenten seit seinem Amtsantritt im Januar schwer zu. Sie wird von mehreren Kongressausschüssen sowie einem vom Justizministerium eingesetzten Sonderermittler untersucht. (sda/afp)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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chnobli1896
07.11.2017 17:26registriert April 2017
es wird kälter draussen und trotzdem wird das eis für den jungen mann immer dünner. nimmt mich wunder wie er da rausgehauen wird
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N. Y. P. D.
07.11.2017 17:29registriert Oktober 2015
Schade,
Natalia Weselnizkaja,
hast Du nicht zufällig das Treffen auf Video aufgenommen. Jetzt ist es halt "nur" eine Aussage.
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Butzdi
07.11.2017 20:05registriert April 2016
Wieso hat Kushner eigentlich noch eine Sicherheitsfreigabe der höchsten Stufe, obwohl er seine Formulare betreffend ausländischen Kontakten 6x unwahr ausfüllte und am Treffen mit Don jr teilnahm? Wird langsam Zeit ein paar Miglieder des Trump Mafiaclans festzunehmen.
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Der geht ja gar nicht
Hofiert Antisemiten, macht Hass salonfähig: Prominente US-Republikaner entdecken plötzlich Kritik an Donald Trump für sich. Das ist so unglaubwürdig wie durchschaubar.

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