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Fertig Geheimniskrämerei? Pentagon will 198 Misshandlungsfotos freigeben — von insgesamt 2000

Fertig Geheimniskrämerei? Pentagon will 198 Misshandlungsfotos freigeben — von insgesamt 2000

28.01.2016, 02:0028.01.2016, 04:04

Nach zwölfjährigem Streit will das Pentagon nun offenbar Misshandlungsfotos aus Gefängnissen der US-Armee im Irak und Afghanistan freigeben. Das US-Verteidigungsministerium habe zugesichert, die Fotos bis Freitag zu veröffentlichen.

Es handle sich um 198 von insgesamt 2000 Fotos, deren Veröffentlichung Washington bislang unter anderem vor Gericht verhindert hatte, teilte die Bürgerrechtsorganisation Aclu am Mittwoch mit. Präsident Barack Obama wollte die Fotos eigentlich bereits 2009 freigeben, der Kongress beschloss daraufhin aber ein Gesetz, das dem Verteidigungsministerium das Zurückhalten der Fotos erlaubt.

Es wird vermutet, dass die freigegebenen Bilder zumindest zu einem Teil aus dem berüchtigten irakischen Militärgefängnis Abu Ghraib stammen.
Es wird vermutet, dass die freigegebenen Bilder zumindest zu einem Teil aus dem berüchtigten irakischen Militärgefängnis Abu Ghraib stammen.
Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Zur Begründung hiess es, die Veröffentlichung könne US-Bürger oder US-Militärpersonal in Gefahr bringen. Im November 2015 entschied der jetzige Verteidigungsminister Ashton Carter, dass 198 Fotos veröffentlicht werden könnten, ohne dass die nationale Sicherheit bedroht werde.

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Der Streit zwischen Regierung und Aclu reicht zurück ins Jahr 2004. Seither versuchte die Bürgerrechtsorganisation unter anderem vor Gericht, die Freigabe der insgesamt 2000 Fotos zu erreichen. Auf die Veröffentlichung der restlichen 1800 Bilder will die Organisation weiter dringen, betonte sie am Mittwoch.

Bei den 198 Fotos werde es sich vermutlich um weitere Aufnahmen aus dem berüchtigten Militärgefängnis Abu Ghraib handeln, erklärte die Aclu. 2004 hatten Fotos von misshandelten Gefangenen aus dem US-geführten Militärgefängnis im Irak und aus Gefängnissen in Afghanistan weltweit für Empörung gesorgt. Sie zeigten, wie Gefangene gefoltert, sexuell misshandelt oder gedemütigt wurden. Elf US-Soldaten wurden wegen der Taten vor Militärgerichten verurteilt. (wst/sda/afp)

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