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USA und Venezuela wollen diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen

USA und Venezuela wollen diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen

06.03.2026, 07:3006.03.2026, 07:30

Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, teilte das US-Aussenministerium mit.

epa12795643 Venezuela's acting President Delcy Rodriguez (R) speaks alongside US Secretary of the Interior Doug Burgum in Caracas, Venezuela, 04 March 2026. The two officials met to discuss coope ...
Die USA und Venezuela wollen diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen.Bild: keystone

«Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft», hiess es in der Mitteilung.

Die Übergangsregierung in Caracas bestätigte die Wiederaufnahme der Beziehungen. Sie sprach von einer neuen Phase eines «konstruktiven Dialogs», der auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Aussenministerium mit.

Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte.

Venezuela befindet sich nach Maduros Sturz im Umbruch

Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau bei einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangengenommen und ausser Landes gebracht. Beide befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.

Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung. Sie gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug Burgum.

Vor ein paar Tagen kündigte auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ihre baldige Rückkehr in ihr Heimatland an. (hkl/sda/dpa)

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