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U.S. Democratic presidential nominee Hillary Clinton speaks at a campaign rally at Kent State University in Kent, Ohio, U.S. October 31, 2016.  REUTERS/Brian Snyder

Wer so auf der Bühne steht, kann keine Ikone werden. Aber genügt es nicht, wenn Hillary Clinton es als erste Frau ins höchste Amt schafft? Wahlkampfauftritt in einer Universität in Ohio am Montag.  Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Sie wäre die erste Frau, aber keiner jubelt

Fast geht es vergessen: Vielleicht übernimmt in den USA eine Frau das mächtigste Amt der Welt.

sabine kuster / Aargauer Zeitung



Übrigens: Hillary Clinton ist eine Frau. Nach 227 Jahren Männer-Herrschaft in den USA könnte bald eine Frau der mächtigste Mensch der Welt sein. Stattdessen wählen die Amerikaner, falls Hillary Clinton in knapp einer Woche gewinnt, das kleinere von zwei Übeln. Nicht die erste Frau in der Geschichte ihres Landes.

So macht es den Anschein. Denn bei dieser Wahl stehen die Menschen nicht auf der Strasse und rufen «yes, we can» und meinen damit, dass das Land kurz davor ist, einen Schritt nach vorn zu machen: Dass ein historischer Moment ansteht in der Geschichte der Ungleichheit zwischen weissen und schwarzen Amerikanern. Clinton zaubert den Frauen kein hoffnungsvolles Lächeln ins Gesicht, es ist diesmal keine Magie bis hierher über den Atlantik zu spüren.

Hat Hillary Clinton eine Straftat begangen, als sie E-Mails unverschlüsselt verschickte? Ist sie gesundheitlich zu schwach für das grosse Amt? Ist sie zu verbissen? Das sind die Fragen, welche im Vorfeld der möglichen Wahl zur ersten Präsidentin Amerikas die Welt bewegen. Nicht die Frage, ob ihre Wahl ein historischer Moment ist in der Geschichte der Gleichberechtigung.

Democratic presidential candidate Sen. Barack Obama, D-Ill., speaks at a rally at the Marcus Amphitheater in Milwaukee Monday, Sept. 1, 2008.(AP Photo/Alex Brandon)

Damals im Jahr 2008, da glaubte die Welt an eine Veränderung. Bild: AP

Die erste Frau ist kein Popstar

Kein historischer Moment? «Doch», findet Nationalrätin Anita Fetz, «für meine Generation wäre das ein Meilenstein.» Fetz, eine Frauenrechtlerin der alten Garde, hat den Werdegang von Clinton seit den 90er-Jahren verfolgt und findet: «Sie ist eine hochpolitische Frau, ich bewundere ihre Hartnäckigkeit.» So wie die Presse Hillary Clinton seither verfolgt habe, sei es eine Sensation, dass sie überhaupt überlebt habe, geschweige denn, dass sie in den Wahlkampf gestiegen sei. «Natürlich hätte es bessere Kandidatinnen gegeben», findet Fetz, «aber die waren halt nicht mehrheitsfähig.»

Aber ist es Clintons Schuld, dass die potenziell erste US-Präsidentin nicht die halbe Welt in Ekstase versetzt, wie das Obama vor acht Jahren gelungen ist? Die Frau ist kein Popstar. Sie inspiriert nicht. Sie ist keine Ikone, nicht jung. Nicht wie Michelle Obama. Aber Michelle ist First-Lady, nicht Kandidatin und sie ist nicht durchs politische Stahlbad einer Zeit, in der man Frauen viel weniger zutraute als heute, gegangen.

«Ich hätte früher nicht gedacht, dass jemals eine Frau die Präsidentin von Amerika werden könnte.»

Christiane Brunner.

Vielleicht bleibt deshalb die Euphorie aus. Wer in den 90ern als Frau politisiert hat, kann 2016 nicht entspannt am Rednerpult stehen. Das weiss in der Schweiz vielleicht niemand besser als Christiane Brunner, deren Nichtwahl in den Bundesrat 1993 zehntausend Frauen zur Demonstrationen auf den Bundesplatz bewegt hat. Christiane Brunner hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und gibt eigentlich keine Interviews mehr. Doch die Tatsache, dass die möglicherweise erste Frau als US-Präsidentin so wenig thematisiert wird, veranlasste sie, doch zurückzurufen.

«Ich hätte früher nicht gedacht, dass jemals eine Frau die Präsidentin von Amerika werden könnte», sagt sie, «dass das jetzt möglich ist, ist wichtig. Man redet zu wenig davon.» Es sei etwas anderes, wenn in Europa Frauen zum Staatsoberhaupt gewählt würden. «Die Wahl Hillary Clintons hätte Einfluss auf das Vorbild der Frauen auf der ganzen Welt.»

Clinton hat denselben Jahrgang wie Brunner. Dass Clinton immer noch kämpfen mag, bewundert Christiane Brunner. «Ja, wahrscheinlich haben die Politikerinnen unserer Generation eine dickere Haut bekommen, als sie die heutigen Jungen haben», sagt sie auf die Frage, ob ihre Generation härter sei.

Ein langer Werdegang: Hillary Clintons Leben in Bildern

Junge sind einen Schritt weiter

Wenn sie wollen, können die jungen Frauen von heute an die Macht. Zumindest in Europa, zumindest meistens. Headhunter Martin Müller von der Zürcher Firma Boyden sagt: «Ich stelle bei den Arbeitgebern keine Vorbehalte Frauen gegenüber mehr fest. Im Gegenteil werden Frauen oft bewusst gesucht, weil hinlänglich bekannt ist, dass Teams mit einer gewissen Durchmischung besser arbeiten.»

Vielleicht geraten besonders die Jungen deshalb jetzt nicht ins Träumen, wo eine Frau die Mächtigste der Welt werden könnte. Aber wenn es dann tatsächlich so weit ist, helfe das, dass Politik, Macht und Chefrollen nicht mehr primär mit Männern verbunden würden, sagt Maya Graf, Co-Präsidentin von «Alliance F» und Basler Nationalrätin der Grünen.

«Für junge Frauen ist es wahrscheinlich nicht mehr ganz so ausserordentlich», sagt Fabienne Amlinger vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Uni Bern. Sie sieht darin ein Risiko: «Die Gesellschaft könnte nach Clintons Wahl das Gefühl bekommen: ‹Alles ist gemacht, alles ist gut.› Dabei sinkt der Frauenanteil in der Politik wieder. Die politische Macht entlang der Geschlechter ist nach wie vor sehr ungleich verteilt.» Amlinger erinnert an die 2010 gross gefeierte weibliche Mehrheit im Bundesrat, die dann 15 Monate dauerte. Heute sind es noch zwei Frauen im Bundesrat.

«Einem Mann würde so was nie vorgeworfen.»

Fabienne Amlinger.

Es seien Meilensteine, findet Amlinger, aber weil solche Ereignisse nicht immer nachhaltig seien, «sind sie kein Grund zu feiern». Mit Obama habe die schwarze Bevölkerung endlich einen Vertreter im höchsten Amt gehabt. «Aber Frauen sollten noch besser vertreten sein, sie sind keine Minderheit.»

Amlinger stört ausserdem, dass Hillary Clinton vorgeworfen wird, sie sei zu wenig emotional und zu machtorientiert. «Einem Mann würde so was nie vorgeworfen.» Es hiess jedoch inzwischen auch schon, Frauen würden besser führen, ganzheitlicher denken, seien weniger machtorientiert, kommunikativer und so weiter. Dass Frauen generell die besseren Leaderinnen sind, ist nicht belegt. Gute Chefs vereinen männliche und weibliche Eigenschaften. Headhunter Müller sagt: «Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die führen, werden immer kleiner.»

Vielleicht erwartet auch deshalb keine und keiner Wunder von einer Frau an der Spitze Amerikas. Da waren die Obama-Anhänger naiver.

FILE - In this Aug. 28, 2008 , file photo Democratic presidential nominee, Sen. Barack Obama, D-Ill., left, his wife, Michelle, right, are joined by daughters Malia, right, and Sasha, after his nomination acceptance speech at the Democratic National Convention in Denver. Obama’s own road has been steep from Denver to Charlotte, N.C., where he will accept his party's nomination again in September. People remember the hope and the history. For him or against him, they picture candidate Obama as the one who stood on the Democrats' stage in Denver and declared,

Riesen-Hype um die Familie Obama im Jahr 2008: Die Wähler sind nüchterner geworden. Bild: AP

Im Fokus ist Trump

Ein anderer wichtiger Grund, warum Hillarys Weiblichkeit bisher kaum ein Thema war, ist Donald Trump. Der unmögliche Gegenkandidat, über den stattdessen so viel geschrieben wird. Und er, gerade er könnte ermöglichen, dass Hillary Clinton, falls sie gewinnt, dereinst wirkungsvoller regieren kann als Obama. Wenn nämlich die Republikaner im Kongress die Mehrheit verlieren als Folge des Image-Schadens, den Trump angerichtet hat.

Der schwarze Basketballkönig Earvin Johnson hat am Tag von Obamas Wahl geweint. Und 125'000 Anhänger haben ekstatisch gejubelt, als Obama die Siegesrede hielt. Das wird bei Clinton wohl nicht geschehen. Vielleicht halten nur die Frauen von Christiane Brunners Generation einen Moment inne. Aber es ist möglich, dass die Euphorie noch kommt. Wenn Hillary dereinst abtritt und man Bilanz zieht.

Und vielleicht gibt es dann auch von Hillary Clinton ein solches Best-of: Die charmantesten Bilder von Barack Obama

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81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 03.11.2016 08:24
    Highlight Highlight Interessant ist ja, dass junge Frauen Sanders unterstützt haben. Nicht Clinton. Das sagt ja wohl genug.
  • Mikey9898 02.11.2016 23:28
    Highlight Highlight Am besten wäre es, wenn Obama bleiben könnte. Ich denke er hat es gut gemacht auch wenn er nicht alle seine versprechen halten konnte. Aber wer kann das schon?
  • Spooky 02.11.2016 21:12
    Highlight Highlight "Wer so auf der Bühne steht, kann keine Ikone werden."

    Hillary muss keine Ikone werden. Sie ist kein Popstar.

    Was ist denn nicht richtig daran, wie Hillary auf der Bühne steht?
    • Neruda 03.11.2016 00:52
      Highlight Highlight Zuerst jammern, dass es nicht genügend anerkannt wird, dass sie als erste Frau Präsident/-in werden könnte, aber dann so eine blöde und total öberflächliche Bildunterschrift setzen...
  • R&B 02.11.2016 13:35
    Highlight Highlight Seit Ronald Reagan erlebe ich die US-Präsidenten. Mir tat es für Hillary sehr leid, dass sie als First Lady ausgebremst wurde und sich nicht mehr politisch engagieren durfte. Sie wollte damals im Auftrag des Präsidenten das Gesundheitswesen nach dem Vorbild der Schweiz reformieren. Weil sie aber eine Frau war, wurde sie regelrecht sabotiert. HRC verfolgt eine ähnliche Politik wie Obama, aber sie ist Realistin und weiss aus dem Politbetrieb, was möglich ist und was eben nicht.
    Ich hoffe, dass die Amis HRC wählen, so dass sie danach realisieren dürfen, dass sie eine gute Präsidentin ist.
    • rodolofo 02.11.2016 22:21
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass Hillary eine sehr gute Präsidentin wäre!
      Ähnlich wie Obama hat sie keine Illusionen mehr über denjenigen Teil der Republikaner, der hinter Trump steht.
      Die sabotieren mit ihrer destruktiven Wut einfach alles.
      Denen würde sie auch den Tarif durchgeben!
      Darauf hoffe ich, wenn auch nicht mehr so sicher, wie am Anfang dieses unglaublichen Wahlkampfs.
  • Madmessie 02.11.2016 13:09
    Highlight Highlight Hillary is eine Frau! Well done, Hillary!
  • Alnothur 02.11.2016 12:51
    Highlight Highlight Ach sieh an, "Alliance F" wiedermal, die in ihrer eigenen kleinen Traumwelt leben, wo es eine Leistung ist, Frau zu sein, und man immer mehr und noch mehr "Vorbilderinnen" braucht (wozu eigentlich?). Und eine verlogene, korrupte Politikerin, die via ihre Stiftung mit kriminellen Regimes zusammenarbeitet ist ja auch ein so tolles Vorbild...
    • Fabio74 02.11.2016 17:25
      Highlight Highlight Zum Glück ist Trump ja weder korrupt noch sonstwas.
    • Alnothur 02.11.2016 18:08
      Highlight Highlight Über Trump habe ich in meinem Kommentar was genau geschrieben?
  • wasylon 02.11.2016 12:30
    Highlight Highlight
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  • Asmodeus 02.11.2016 11:42
    Highlight Highlight Clinton als Präsidentin ist ein historischer Schritt. Auch für die Gleichberechtigung.

    Aber gerade WEIL nie davon die Rede ist, dass sie eine Frau ist, kann man von Equality sprechen.

    Sie wird nicht als Quotenfrau gewählt sondern weil sie Politik betreibt.
    Natürlich kommt ihr sehr zugute, dass Trump absolut unwählbar ist. Aber sie macht nunmal das aus, was Politik ausmacht.

    Intrigen, Lügen, Seilschaften und ab und zu ein wenig Honig ums Maul schmieren. Und Hillary beweist, dass dies keine reine Männerdomäne mehr ist.
  • FehrEnough 02.11.2016 11:38
    Highlight Highlight Im 21. Jahrhundert sollte meiner Meinung nach für die Besetzung eines Postens weder Art, Form noch Ausprägung von Genitalien in irgendeiner Weise von Relevanz sein (Erotik und Pornoindustrie Ausgenommen ;) )
    • rodolofo 02.11.2016 22:26
      Highlight Highlight Das ist die neue Taktik:
      Man(n) tut so, als wäre alles in bester Ordnung und die Gleichberechtigung Tatsache.
      Doch tatsächlich ist nicht so.
      Und solange das noch nicht so ist, wäre es sehr wohl bedeutsam und historisch, wenn dieses Mal eine Frau Präsidentin der USA würde.
      Ich würde mich jedenfalls riesig freuen darüber!
  • René Obi (1) 02.11.2016 11:18
    Highlight Highlight Guter Bericht, Danke. Auch denke ich, dass Obama mit den hohen Erwartungen nur enttäuschen konnte - mich nicht wirklich. Bei Clinton, wenn sie denn hoffentlich auch gewählt wird, wäre das anders. Keine Erwartungen, sie kann es nur übertreffen.

    Ich bin sehr sicher, dass sie eine wirklich gute Präsidentin wird. Auch etwas, weil der Hype zu Beginn ausbleibt. Und ihre Mängel, vor allem die Probleme mit der Ehrlichkeit, hatten die meisten ihrer Vorgänger - ausser vielleicht Obama - auch.
    • rodolofo 02.11.2016 22:28
      Highlight Highlight Und dann dürfen wir nicht vergessen, dass viele ihrer sogenannten Lügen mit ihrem Mann und Schürzenjäger, Bill Clinton, zu tun hatten.
      Aus Loyalität zu ihm versuchte sie, ihn zu decken.
    • herschweizer 03.11.2016 08:24
      Highlight Highlight Ich bin imfall auch verständnisvoll... vielleicht hat der IS den Iran jetzt so unterwandert dass man es jetzt endlich angehen muss die demokratischen Bemühungen der örtlichen Bevölkerung ernsthaft zu unterstützen und sie auf den richtigen freiheitlichen Weg zu geleiten... oder führen... da ist sie an der bombenrichtigen Position. Sie stand doch schon bei der Lösung des BinLadenproblems an vorderster Front hhh
  • Fafnir 02.11.2016 10:21
    Highlight Highlight Männliche Schwächen, weibliche Stärken und die ganzen Vergleichen der Geschlechter habe ich echt satt. Versteht mich nicht falsch. Das die Frauen an vielen Orten benachteiligt werden ist leider immernoch eine traurige Realität. Ich zähle mich aber zu den jungen Leuten, denen es komplett egal ist, ob ein Mann oder eine Frau das Land regiert oder das Team führt. Ab Ende zählt das "mitteinander Vorwärts kommen". Hierführ braucht es eine charismatische Persönlichkeit (Die typisch männlichen Qualitäten kann durchaus auch eine Frau besitzen), und eine wache Bevölkerung, die ihr Tun reflektieren.
    • herschweizer 03.11.2016 08:15
      Highlight Highlight Wache Bevölkerung hhh ... der war gut
  • Shin Kami 02.11.2016 09:40
    Highlight Highlight Es ist den Leuten ziemlich egal, dass Clinton weiblich ist, weil sie die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Wenn Clinton gewinnt, dann weil sie das kleinere Übel ist. Die Amis werden so oder so eine schlechte entscheidung treffen, da kann ich verstehen, wenn niemand jubelt...
  • alex DL 02.11.2016 09:11
    Highlight Highlight Ich erachte die Tatsache, dass das Geschlecht von HRC keine allzu grosse Rolle spielt, als Erfolg für die Emanzipation .
  • Beobachter24 02.11.2016 08:39
    Highlight Highlight Es liegt daran, dass Frau Clinton nichts davon tut oder repräsentiert, was irgendwie typisch weiblich wäre.

    Ein altes, krankes, hässliches, zynisches, verlogenes, geldgieriges und kriegslüsternes Weib lässt sich eben auch nicht mit viel Photoshop und PR attraktiver machen.

    Die Tatsache, dass die Leute sich Michelle Obama wünschen, was fern jeglicher Realität ist, spricht Bände.
    • boexu 02.11.2016 11:36
      Highlight Highlight Deine Aussage ist also, dass eine Frau nur Erfolg haben soll, wenn sie jung und hübsch und naiv ist? Falls dem so ist, wäre das ein Hinweis, weshalb Emanzipation aus gutem Grund auch 2016 noch ein (wichtiges) Thema ist.
      Vielleicht hab ich dich aber auch falsch verstanden.
    • Fabio74 02.11.2016 17:27
      Highlight Highlight Was für ein krankes Weltbild. Muss sie jubg sein um erfolgreich sein zu dürfen?
      Sie hat Jahrzehnte in der Politik auf dem Buckel. Viel Erfahrung und kennt was mit jenen an der Macht, gemacht wird
    • rodolofo 02.11.2016 22:31
      Highlight Highlight Was ist denn Deiner Meinung nach typisch weiblich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus K. 02.11.2016 08:21
    Highlight Highlight Clinton ist nicht verhasst und unbeliebt, weil sie eine Frau ist. Sondern weil sie das Bild einer korrupten, abgehobenen, den Superreichen und der Wirtschaft zudienenden Frau abgibt, die den Irakkrieg unterstützt hat.
    • boexu 02.11.2016 11:44
      Highlight Highlight Deine Aussage hinkt etwas finde ich. Jeder Präsident der Neuzeit hat diese Attribute (korrupt, abgehoben, superreich und wirtschaftsfreundlich). Deswegen dermassen unbeliebt ist aber nur Hillary... weil sie eine Frau ist!
    • Madmessie 02.11.2016 13:18
      Highlight Highlight @boexu: Auch wenn du dich als Feministin für Frauen (und Hillary) einsetzt, was dein gutes Recht ist, kannst du dich nicht einfach ignorieren, dass Hillary einiges vorgeworfen werden kann durch ihre E-mail Affäre. Pass auf, dass du nicht durch dein militanten Feminismus für alle anderen Ungerechtigkeiten in der Welt blind wirst.
    • boexu 02.11.2016 14:27
      Highlight Highlight @Madmessie: lol. Ich bin keine (militante) Feministin, ich habe einen Schniedel...
      Ich probierte nur aufzuzeigen, dass die Unbeliebtheit Hillarys sehr wohl mit ihrem Geschlecht zu tun hat.
      Siehst du denn irgendwie ein Lob auf Hillary in meinem Text? Ich hätte Bernie gewählt. Und Hillary ist definitiv das kleinere Übel als The Donald.
  • Einer Wie Alle 02.11.2016 08:19
    Highlight Highlight Würde sich Michelle Obama jetzt noch kurz vor der Wahl selber aufstellen, würde sie die Wahl wahrscheinlich noch schaffen. Bämm, erste Präsidentenfrau und erst noch eine Afroamerikanerin. Das ist und bleibt wohl ein Traum.
    • rodolofo 02.11.2016 08:36
      Highlight Highlight Es bleibt kein Traum, wenn Hillary den Boden vorbereiten darf!
      Sie ist und bleibt ein Ackergaul.
      Aber nach ihr wird eine Vollblut-Araber-Leitstute kommen!
    • Domino 02.11.2016 08:38
      Highlight Highlight Michelle wäre wirklich eine gute Kandidatin. Jedoch würde ich sie nicht wählen da sie schwarz ist oder eine Frau... ...schade das in diesen Mustern gedacht wird.
    • herschweizer 02.11.2016 08:48
      Highlight Highlight Ja wenn die Börse keinen Sinn sieht macht es auch keinen Sinn.
  • reaper54 02.11.2016 08:18
    Highlight Highlight Aber Frauen sollten noch besser vertreten sein, sie sind keine Minderheit.

    Diesen Satz merke ich mir sehr gut! Hätte ein Mann auch nur ansatzweise so etwas gesagt wäre die Hölle zugefrohren...
    Aber ja Minderheiten und Frauen dürfen eben mehr sagen weil sie soviel besser sind als der weisse Mann.
    • Macke 02.11.2016 09:56
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was du mit deinem Kommentar sagen möchtest. Wieso findest du den Satz problematisch? Es ist eine Tatsache, dass Frauen - auch in der Schweiz - politisch massiv untervertreten sind. Das hat nichts mit "besser" oder "schlechter" zu tun.
    • reaper54 02.11.2016 10:49
      Highlight Highlight Ja er ist in der Tat ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen. Frau Amlinger beziet sich mit ihrem Satz darauf, dass Frauen keine Minderheit seien, wie die Schwarzen, und daher ein grösseres Recht auf Vertretung aufweisen. Dies ist sehr interessant da eine solche Aussage aus dem Mund eines Mannes sofort die Rassismuskäule und Wutgebrüll zur Folge hätte.
  • meglo 02.11.2016 08:13
    Highlight Highlight Woran liegt es wohl, dass KEINER jubelt. Vielleicht daran, dass MANN selbst einen dummdreisten Vollidioten mit blonder Perücke, einer Frau vorzieht, die zwar Fehler gemacht hat, die aber punkto politischer Erfahrung und Verstand als Präsidentin der USA ein Glücksfahl wäre. Aber eben, bei einem Mann genügt offenbar das Zipfelchen als Legitimation; mehr ist offenbar nicht gefragt.
    • stadtzuercher 02.11.2016 08:36
      Highlight Highlight Meglo, die Geschlechterfrage ist in den USA bei dieser Wahl total irrelevant. Junge Frauen haben den alten Sanders gewählt. Hillary versucht zwar, die Feministinnen zu gewinnen, aber es gibt scheinbar noch wichtigere Dinge als die Frage, ob jemand Brüste hat oder nicht.
      Im übrigen haben die Frauen weltweit an der Macht, von den neoliberalen Thatcher und Doris Leuthard bis kürzlich Rousseff genau dasselbe Bild abgegeben wie männliche Machthaber.
    • meglo 02.11.2016 08:38
      Highlight Highlight Sorry , es sollte 'Glücksfall' heissen. Merke: Auch mann müsste den Text vor dem Abschicken durchlesen.
    • herschweizer 02.11.2016 08:51
      Highlight Highlight Es braucht klarere missionarische Aufklärung und Ziele um die Überlegenheit weiblicher Logik der ganzen Menschheit sichtbar zu machen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Abdul der Klappstuhl 02.11.2016 08:12
    Highlight Highlight Ihr könnt sagen was ihr wollt aber so einen menschlichen Präsidenten mit all seinen menschlichen Fehlern wie Obama, werden wir nie wieder haben... Ich werde ihn wirklich vermissen, auf jeden Fall die nächsten 4 Jahre.
    • Ton 02.11.2016 12:57
      Highlight Highlight Es gibt auch Doppelbürger. Ich sage immer wir, ob ich jetzt vom einen oder anderen Land spreche. ;)
  • N. Y. P. D. 02.11.2016 08:11
    Highlight Highlight Es interessiert längst niemanden mehr, ob sie die erste Frau wäre. Was jetzt aber Höchstspannung verspricht, ist der Umstand, dass beide Kandidaten gleichauf liegen.
    Es ist auch schwer vorstellbar, dass die US-Präsidentenwahl störungsfrei über die Bühne geht.
    Im übrigen haben die Geheimdienste der USA den Auftrag das Land zu beschützen und vor Schaden zu bewahren.
    (Achtung Verschwörungstheorie :-)


    • Asmodeus 02.11.2016 12:00
      Highlight Highlight Du meinst die Geheimdienste lassen noch rechtzeitig beide Kandidaten verschwinden?
    • N. Y. P. D. 02.11.2016 13:48
      Highlight Highlight Ja, ginge denn das ?
  • Menel 02.11.2016 07:54
    Highlight Highlight Wir leben in einem System, das männliche Atribute unterstützt und lobt und weibliche als Schwäche ansieht. Dh. jede Frau, die eine Machtposition, innerhalb dieses Systems bekleidet, hat gelernt ein Mann zu sein. Darum werden wir kaum was von HC weiblichen Stärken mitbekommen, die haben in ihrer Politik noch nie Platz gehabt. Durften es auch nicht, denn sonst wäre sie nicht da wo sie jetzt ist.
    • Theor 02.11.2016 09:04
      Highlight Highlight Es geht hier wohl bei Clinton mehr um ihre Überzeugungen und ihr Charisma und weniger um ihre Rolle als Frau.

      Es ist ebenso wenig statthaft, ihre Kriegslust als "männliches Attribut" zu bezeichnen wie ihr inexistentes Charisma als "typisch männlich" zu deklarieren.
  • Domino 02.11.2016 07:46
    Highlight Highlight Beim lesen des Titels habe ich gemeint hier werden die Massen Menschen welcher jeder Kandidat für Wahlkampfveranstaltungen mobilisiert verglichen.
    Trump füllt ganze Stadien, während sich in Hiltons Turnhallen nur duzende verirren.
    Interessant: Obama hält mehr Veranstaltungen für Hillary als sie selber.
    Weiter werden illustre Veranstaltungen von Stars für Hillary offiziell gelistet: Cher, Jay-Z, Steve Aoki, the National, Jon Bon Jovi, Katy Perry...
    https://hillaryspeeches.com/scheduled-events/
    • Ton 02.11.2016 08:06
      Highlight Highlight Das stimmt. Und Sanders zog üblicherweise 20'000 an, teilweise bis 55'000. Bei Hillary sind es, wie Du sagst, dutzende oder wenige hundert.

      Zwar wenig aussagekräftig, aber auch auf dem Titelbild des Artikels hat es nur eine Reihe Menschen. Hat Watson kein Bild mit mehr Hillary Fans gefunden? :)
    • rodolofo 02.11.2016 08:21
      Highlight Highlight Die Demokraten sind halt "Teamplayer"!
      Die Zeiten der One-Man-Show sind (bald) vorbei, wenn Putin, Erdogan, Trump, Blocher, und und und gestorben sind...
      Doch die "lebenden Fossile" leben heute noch und werden von Wutbürger-Mobs an den Strand gespült. Und dort besetzen sie als erstes mit ihren Partei-Tüchlein die Liegestühle in der ersten Reihe.
    • Domino 02.11.2016 08:30
      Highlight Highlight Sanders hält in den nächsten Tagen gleichviele Veranstaltungen für Clinton, wie Clinton selbst. Jedoch wird die Begeisterung nicht so hoch sein wie damals.
      Irgendwie komisch das Sanders Clinton noch unterstützt, nachdem publik geworden ist das Clinton vor der Debatte die Fragen wusste und wie getrickst wurde.... Für viele bleibt Sanders der heimliche Sieger, auch wenn er sich jetzt instrumentalisieren lässt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 02.11.2016 07:22
    Highlight Highlight Trump darf alles. Hillary darf nichts.
    Das ist die Quintessenz des hässlichsten US-Wahlkampfes aller Zeiten, der gleichzeitig als letzte grosse Schlacht des "Weissen Mannes" gegen die Emanzipation von Frauen und Männern gesehen werden kann.
    Wie damals am Little Big Horn, wo General Custer und seine Blauröcke von den Sioux vernichtend geschlagen wurden, kommt es in wenigen Tagen zum grossen Showdown zwischen zwei Lagern, die sich feindselig und unversöhnlich gegenüberstehen:
    "Indianer" gegen "Cowboys", "Rothäute" gegen "Bleichgesichter".
    Und als erstes entreissen wir Trump seinen falschen Skalp
    • Klaus K. 02.11.2016 08:23
      Highlight Highlight "Schlacht des "Weissen Mannes" gegen die Emanzipation von Frauen und Männern gesehen werden kann"
      Haha, made my day. Propaganda im postfaktischen Zeitalter.
    • PuRpLE_KusH 02.11.2016 17:49
      Highlight Highlight @Lügensperber schauen Sie doch mal was postfaktisch bedeutet.
      Sie werden dann hoffentlich verstehen, warum Ihre Frage n bisschen, ich will jetzt nicht sagen dämlich ist, aber ist eben schon so.
    • rodolofo 03.11.2016 08:31
      Highlight Highlight @ Lügensperber
      Der Begriff "Postfaktisch" versucht, eine neue Art von Politik zu beschreiben, die nicht mal mehr versucht, ihr Ideologie-Konstrukt auf einem Fundament aus Tatsachen und argumentativ begründenden Formulierungen aufzubauen.
      Vielmehr lautet die Taktik so:
      "Wenn Du etwas nur oft genug behauptest, beginnen die Leute, es zu glauben." (Donald Trump)
      Mit dieser Art von Phantasie wird das Wunschdenken von WählerInnen befriedigt.
      Sie hätten ja sehr gerne, es wäre so, dass sie "Besser aus aui Angere" wären (Werbe-Slogan aus einem Spot für Schweizer Zucker).
      Faktisch ist es aber nicht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 02.11.2016 07:15
    Highlight Highlight Mir gefällt der immer wieder verwendete Begriff "Mächtigster Mensch der Welt" einfach nicht, bei einem nachweislichen Spielball des Senats, einer blossen Marionette, von der acht Jahre Obama gezeigt hat, wie wenig Macht sie eigentlich hat.
    • Prof.Farnsworth 02.11.2016 07:37
      Highlight Highlight ☝ ging mir genau gleich!
  • teufelchen7 02.11.2016 06:52
    Highlight Highlight frau clinton ist nur soweit gekommen, weil "gewisse" einflussreiche leute sie unterstützen. sie vertritt genau diese leute! das macht misstrauen...

    es stimmt nicht, dass es nur ihr vorgeworfen wurde! bush, al gore, ihr mann etc. denen wurde ja auch viel nachgeredet. aber als frau würde ich mich nicht wohl fühlen, von ihr vertreten zu werden. eine frau, die was drauf hat, würde in amerika eh gebremst! nicht weil sie eine frau ist, sondern weil man ohne die unterstützung von wallstreet und gewisse einflussreiche leute nicht weiter kommt...
  • Gleis3Kasten9 02.11.2016 06:30
    Highlight Highlight Obama war die sprichwörtliche Aschenputtelstory - vom Community Organizer zum Kandidaten, dann der Sieg gegen die mächtige Kandidatin des Establishments, fast schon wie im Bilderbuch. Hillary ist bis auf das Detail, dass sie eine Frau ist die perfekte Establishmentkandidatin und den Schrank voll Leichen gibts gratis dazu. Obama war der frische Wind nachdem Bush jr. die Weltwirtschaft an die Wand fuhr, Hillary und The Donald Fürze im vollbesetzten Lift,für die eigentlich niemand die Verantwortung übernehmen will.
    • rodolofo 02.11.2016 07:46
      Highlight Highlight Die Obamas wollen Hillary als Präsidentin!
      denn Sie ist diejenige, welche am ehesten verteidigen kann, was die Obamas erreicht hat!
      Trump würde mit seinen Tea-Party-Bulldozern alles platt walzen und auf dem abgeräumten Trümmerfeld neue Casinos errichten...
  • mbr72 02.11.2016 06:28
    Highlight Highlight Will geil ist das denn? Kaum kommt mal ein Artikel über dieses Thema (darüber wurde wirklich erstaunlich wenig berichtet/geschrieben; erste amerikanische Präsidentin überhaupt!!), kommen die pawlow'schen Hunde aus den Löchern gekrochen und speien ihr Gift. Mehr als die Titelschrift habt ihr wohl nicht geschafft beim Lesen?
  • maxi 02.11.2016 06:15
    Highlight Highlight einziger wahlgrund ist ihr Geschlecht... sagt schon genug über sie...
    • sigma2 02.11.2016 07:16
      Highlight Highlight Aber immer noch besser als als Dump-Trump, den Pausen-Clown, der von nichts eine Ahnung hat.
    • rodolofo 02.11.2016 07:27
      Highlight Highlight Gestern kam auf "arte" ein guter Film über den Werdegang von Hillary Clinton (und parallel dazu von Trump).
      Hillary Clinton war eine Arbeiterin in der Politik!
      Sie kniete sich hinein in die Materie und leitete die erste Task Force, die die heutige Krankenversicherung ausarbeitete.
      Doch sie stiess von Anfang an auf einen erbitterten, äusserst unfairen und äusserst aggressiven Widerstand von Seiten privilegierter "Weisser Männer".
      So änderte sie ihre Taktik und versuchte, ihren Ehemann Bill als Schutzschild vor sich her zu manipulieren. Doch dieser erwies sich als dämlicher Frauenheld. Pech...
  • The Destiny // Team Telegram 02.11.2016 06:03
    Highlight Highlight Wenn das Argument, dass sie die erste Frau als Potus ist, das einzige ist was übrig geblieben ist...
  • walsi 02.11.2016 05:53
    Highlight Highlight Clinton mag zwar eine Frau sein, sie verhält sich aber wie ein Mann. Das ist es was irritiert.
    • Fabio74 02.11.2016 06:52
      Highlight Highlight In Bezug auf was?
    • Wuschelhäschen 02.11.2016 07:26
      Highlight Highlight Wie sollte sich eine Frau denn verhalten?
    • rodolofo 02.11.2016 07:28
      Highlight Highlight Hast Du vielleicht antiquierte Vorstellungen von dem, was Frauen und Männer zu sein haben...
      Bist Du etwa ein Islamist?

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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