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From left, Patrick Demarchelier, Lily Rose Depp, Usher and an unidentified person wait prior Chanel's Spring-Summer 2017 ready-to-wear fashion collection presented Tuesday, Oct.4, 2016 in Paris. (AP Photo/Thibault Camus)

Die Vorwürfe richten sich unter anderem gegen den französischen Starfotografen Patrick Demarchelier (links im Bild). Bild: AP/AP

#MeToo: 50 Models werfen prominenten Modefotografen und Stylisten sexuelle Belästigung vor

17.02.18, 08:49 17.02.18, 13:42


Mehrere prominente Figuren der Modebranche sehen sich Belästigungsvorwürfen ausgesetzt. Die US-Zeitung «Boston Globe» berichtete am Freitag unter Berufung auf mehr als 50 Models über Anschuldigungen gegen mindestens 25 Fotografen, Agenten, Stylisten, Castingdirektoren und andere Branchenvertreter.

Die Vorwürfe richten sich unter anderem gegen den französischen Starfotografen Patrick Demarchelier, seinen US-Kollegen Greg Kadel und den britischen Stylisten Karl Templer.

epa04615323 French fashion photographer Patrick Demarchelier attends the amfAR New York gala at Ciprani Wall Street in New York, USA, 11 February 2015. The charity event benefits the Foundation's AIDS research programs.  EPA/JASON SZENES

7 Frauen geben an, von Patrick Demarchelier sexuell belästigt worden zu sein. Bild: EPA/EPA

Nach Angaben der Zeitung erklärten sieben Frauen, sie seien von Demarchelier sexuell belästigt worden. Der 74-Jährige sprach von «Lügen». Auch die anderen Beschuldigten wiesen die Vorwürfe zurück. Der Verlag Condé Nast, der unter anderem die Modezeitschrift «Vogue» herausgibt, beendete trotzdem vorerst die Zusammenarbeit mit Demarchelier und Kadel.

Die Enthüllungen basieren auf Recherchen der Investigationsteams Spotlight. Die sechs «Globe»-Reporter hatten 2002 einen Missbrauchsskandal in der US-Kirche aufgedeckt. Ein Kinofilm über ihre Enthüllungen wurde 2016 mit dem Oscar ausgezeichnet.

In jüngster Zeit hatten Missbrauchsvorwürfe gegen Prominente aus Politik und Unterhaltungsbranche in den USA für Aufsehen gesorgt. Auch die Modebranche wurde von Skandalen erfasst. Den berühmten Fotografen Terry Richardson, Bruce Weber und Mario Testino werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen. (viw/sda/afp)

Frauen der #metoo-Bewegung sind «Person des Jahres»

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wolf2000 17.02.2018 16:36
    Highlight Ich finde die „me too“ Kampagne gut. All die Schweine sollen an den Pranger. Klar gibt es auch Frauen die ihre Reize nutzen um erfolgreich zu sein. Aber es gibt sicher mehr die ausgenutzt wurden.
    3 14 Melden
  • Swizzi 17.02.2018 12:35
    Highlight Drei kritische Fragen sind hier erlaubt:
    1. Warum wiederum erst nach Jahren oder Jahrzehnten?
    2. Wieviel ist wahr?
    3. Wieviele beissen in die Hand die sie vor Jahren gefüttert hat (Sinnbildlich gemeint) ?

    Wenn man die Medien in den letzten Wochen liest bekommt man den Eindruck, die Männer seien allesamt Schweine und Vergewaltiger.
    Das Tragische daran: Diese Kampagne schadet der Damenwelt mehr als das sie nützt.
    41 21 Melden
  • nathaliaseska 17.02.2018 12:21
    Highlight Bitte aufhören mit #me to

    Ich kann es langsam nicht mehr hören.
    48 26 Melden
    • reconquista's creed 17.02.2018 16:45
      Highlight Weil du den Sinn dahinter nicht verstanden hast.
      Oder bevorzugst du, dass Missbrauchsopfer gefälligst auf alle Ewigkeit schweigen sollen wenn sie nicht den Mut haben sofort zur Polizei zu gehen. Vielleicht aus Scham oder weil sie unter Druck gesetzt wurden. Findest du, Sexualstraftäter sollten doch in Ruhe Leben dürfen wenn sie es geschaft haben dass das Opfer zunächst schweigt?
      Naja...
      4 13 Melden
  • AskLee 17.02.2018 11:05
    Highlight Die verlogene Modewelt. Wieso braucht es immer so viel Zeit bis so jemand auffliegt?

    Da stellt sich die Frage, wie schon bei Weinstein, wer so lange wegschaut und diese Person (aktiv und passiv) geschützt hat.
    47 7 Melden
  • mogad 17.02.2018 09:20
    Highlight Diese Metoo-Kampagne wirft mMn einen Schatten in die Zukunft. Die Medien werden nicht in der Lage sein, ein zweites Mal zum gleichen Thema ein solches Echo auszulösen. Künftige Klagen über sexuelle Belästigungen werden deshalb ins Leere laufen. Die Frauen müssen selbstbewusster auftreten im Beruf und überhaupt, sonst bleibt alles beim Alten. Die Männer werden weiter ihre Machtpositionen ausnützen. Die Forderungen lauten: eine Verschärfung des Sexualstrafrechts, viel mehr Frauen in Führungspositionen. Gebt den Grapschern eins hinter die Löffel. Helft Euch selbst.
    19 17 Melden
  • mogad 17.02.2018 09:05
    Highlight Vor vielen Jahren posierten einige Super-Models nackt vor den Fotografen. Aus Protest gegen die tierquälerische Zucht von Pelztieren, gegen das tragen von Pelzmänteln. Sie lösten damit einen Riesenhype aus. Wenige Jahre später stolzierten die gleichen Models in Pelzmänteln über die Laufstege dieser Welt. Ich hoffe, diese Metoo-Kampagne wird die Welt ein wenig zum Besseren verändern und nicht wie die Anti-Pelz-Kampagne ins Leere verpuffen, sodass alles beim Alten bleibt.
    102 12 Melden
    • manuel0263 17.02.2018 09:23
      Highlight Absolut korrekt. Leider zeigt das aber auch, wie sehr die Damen die Fahne nach dem Wind richten...und manche (nicht alle!) ist für ihre Karriere auch wohl zu einigem Entgegenkommen bereit. Wenn Ruhm und Geld locken...
      31 14 Melden

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