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Republican U.S. presidential candidate and businessman Donald Trump smiles as he arrives to speak to supporters during his five state primary night rally held at the Trump Tower in Manhattan, New York, U.S., April 26, 2016.      REUTERS/Lucas Jackson TPX IMAGES OF THE DAY

Gute Laune bei Donald Trump am Dienstagabend.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Er ist nicht aufzuhalten: Trump siegt in allen fünf Staaten bei US-Vorwahlen am Dienstag



Mit klaren Siegen in allen fünf US-Bundesstaaten der Vorwahlen vom Dienstag hat Donald Trump seine Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner vergrössert. Der Immobilienmilliardär liess seine Konkurrenten Ted Cruz und John Kasich deutlich hinter sich.

In den fünf Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island gewann Trump nach vorläufigen Ergebnissen jeweils eine absolute Mehrheit. Er erreichte zwischen 55 und 65 Prozent und wird sich damit einen Grossteil der 118 Delegierten sichern, über die entschieden wurde. Damit hält er sich die Möglichkeit offen, bereits vor dem Parteitag im Juli die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten einzusammeln.

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Kreise in der Partei seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine verbliebenen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. In Indiana, New Mexico und Nebraska wollen sie sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Trump holte verbal zum Gegenschlag aus. Er forderte Cruz und Kasich zum wiederholten Mal dazu auf, ihre Bewerbungen niederzulegen und sich hinter seine Kandidatur zu stellen. «Ich betrachte mich als den mutmasslichen Kandidaten», sagte Trump nach seinem Fünffach-Triumph in New York.

Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Ted Cruz und mehrere hundert Delegierte mehr, sagte er. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

Alle Augen auf Indiana

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte hingegen Cruz dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland zu holen.

Dann könnte er die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten – diese entscheiden offiziell auf den Parteitagen über die Kandidaturen – nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Clinton praktisch uneinholbar

Bei den Demokraten gewann Favoritin Hillary Clinton am Dienstag vier der fünf Staaten. Sie siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und knapp in Connecticut. Ihr Herausforderer Bernie Sanders siegte im Kleinstaat Rhode Island.

Die frühere Aussenministerin Clinton ist mit ihren jüngsten Siegen nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator aus Vermont hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen.

In ihrer Siegesrede in Philadelphia schlug Clinton versöhnliche Töne an. Sie dankte Sanders und seinen «Millionen von Unterstützern» dafür, den Schwerpunkt der Kampagne auf die Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten gelegt zu haben. «Zusammen werden wir das schaffen», sagte sie. (cma/sda)

Von George Washington bis Barack Obama: Alle 44 US-Präsidenten

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