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Nancy Pelosi – die mächtigste Frau Amerikas ist zurück auf dem Thron



epa07258757 Democratic House Minority Leader and likely next Speaker of the House from California Nancy Pelosi speaks with the media while walking through the US Capitol prior to meeting with US President Donald J. Trump, over the budget stalemate in Washington, DC, USA, 02 January 2019. The partial government shutdown is in its 10th day.  EPA/JIM LO SCALZO

Nancy Pelosi. Bild: EPA/EPA

Nancy Pelosi weiss, wie der Job funktioniert. Von 2007 bis 2011 war die prominente Demokratin schon einmal Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses – als erste Frau in der Geschichte des Landes.

An diesem Donnerstag, wenn der US-Kongress erstmals in neuer Besetzung zusammenkommt, will sich die 78-Jährige zum zweiten Mal auf den einflussreichen Posten wählen lassen – und damit zur Nummer drei im Staat, nach dem US-Präsidenten und dessen Vize. Sie wird damit auch die politisch mächtigste Frau Amerikas und vorerst wichtigste Gegenspielerin von Donald Trump.

Pelosi hat schon einiges hinter sich. Sie ist seit 37 Jahren im politischen Geschäft und lange in Führungsjobs im US-Kongress. Sie weiss, Kritik abzuwehren, Mehrheiten zu organisieren und Abweichler einzufangen. Das bewies sie gerade erst: In den eigenen Reihen gab es viel Widerstand gegen ihre Kandidatur für den Vorsitz.

Einige demokratische Abgeordnete sprachen sich gegen sie aus, riefen nach Veränderung und Verjüngung. Doch Pelosi liess sich von der Revolte nicht stoppen, organisierte die eigenen Truppen, liess prominente Fürsprecher auftreten und besänftigte Konkurrenten und Kritiker, indem sie diesen mehr Mitsprache in der Fraktion zusicherte.

Zuerst Familie, dann Karriere

Pelosi gilt als geschickte Taktiererin. Als eine, die es versteht, hinter den Kulissen zu schachern. Ein bisschen was konnte sie wohl bei ihrem Vater abschauen. Der war Bürgermeister der Ostküstenstadt Baltimore in der Nähe von DC. Pelosi wuchs als jüngstes von sechs Kindern auf, in einer italienisch-stämmigen Familie. Später zog sie selbst fünf Kinder auf und startete danach ihre politische Karriere.

House Democratic Leader Nancy Pelosi of California, meets with reporters at her weekly news conference on Capitol Hill in Washington, Thursday, Dec. 6, 2018. (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Bild: AP/AP

Die Demokratin hat oft Durchhaltevermögen bewiesen. Auch als jemand, der schon mal acht Stunden ohne Pause und ohne Essen einen Redemarathon absolviert, um für ein Einwanderungsgesetz zu kämpfen. Zähigkeit dürfte sie auch in den nächsten Monaten brauchen. Es sind bewegtere Zeiten als bei ihrer ersten Amtszeit an der Spitze des Repräsentantenhauses. Diesmal hat Pelosi es mit einem Präsidenten Trump zu tun. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • In vino veritas 03.01.2019 16:09
    Highlight Highlight Ach, warum wollen es die Demokraten nicht lernen? Sie ist mitschuldig daran, dass Trump gewinnen konnte (Bevorzugung von Hillary, absägen von Sanders). Wer soll nächstes Jahr gegen Trump antreten? Scheintote aus dem Mittelalter mit vorsinnflutlichen Ansichten? Die meisten Kandidaten sind

    a) zu alt
    b) korrumpiert
    c) für junge Menschen nicht wählbar
    d für Arme Menschen nicht wählbar
    e) nicht etabliert genug

    Ich kann die gebildeten und jungen Amerikaner verstehen, wenn sie sich von den Demokraten verraten fühlen. Man wird sehen, wohin diese Politik führen wird.
    • reconquista's creed 03.01.2019 20:24
      Highlight Highlight Lustig wie sich das landläufige Gerücht, Sanders hätte bessere Chancen gehabt als Clinton sich zäh hält.
      Klingt einfach, deswegen glaubt man es gerne, ist aber nicht weitergedacht als eine halbe Nasenspitze.
      Naja, manche gehen auch 45min nach dem Essen nicht ins Wasser...
    • _kokolorix 03.01.2019 21:14
      Highlight Highlight Das Alter tut nichts zur Sache. Bernie Sanders ist ebenfalls alt, hat aber jede Menge junge Wähler. Es ist die Einstellung zum Kapitalismus welche zählt. Und Nancy Pelosi gehört leider zu denen die Vermögend aufwuchsen und ihren Reichtum als eigene Leistung statt als Glücksfall sehen.
      Aber letztlich sind genau diese gebildeten und jungen Wähler schuld am Trump Desaster. Sie blieben der Wahl aus Protest fern, statt Hillary Clinton nach der Wahl unmissverständlich an ihre Wahlversprechungen zu erinnern. Es wird wohl niemand bestreiten, dass sie nicht eine bessere Leistung erbracht hätte
  • el lobo 03.01.2019 14:45
    Highlight Highlight Unvergessen bleibt der Recode Decode Podcast Mitte 2016. Pelosi:
    "You know what? He is not gonna be President. He is not..... Donald Trump is not ganna be President of the United States, take it to the bank. I guarantee that."

    Aus dieser falschen Sicherheit hat Sie in den Vorwahlen mit illegalen Mitteln geholfen, Clinton Sanders vorzuziehen. Obwohl schon damals Experten sagten, dass Sanders gegen Trump bessere Chancen hat als Clinton.
    Die Dame ist deit '81 in der Politik, seit '87 im Kongress. Ich glaube, Macht korrumpiert einfach und irgendwan ist ist man zu überzeugt von sich, wie Trump.
  • _kokolorix 03.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob sich die Demokraten nicht gerade in den eigenen Fuss schiessen. Sollten sie nach dem Desaster der nicht Hillary Wahl nicht jemanden Aufstellen der weniger kompromittiert ist? Pelosi war doch führend im Absägen von Sanders Kandidatur
  • Muselbert Qrate 03.01.2019 13:45
    Highlight Highlight Das personifizierte Establishment..

    Sozusagen die weibliche Variante von Obama. Nein danke!
  • Olmabrotwurst 03.01.2019 11:35
    Highlight Highlight 78??? Amerika bleibt politisch gleich wie vor 60 Jahren die nächsten 20 Jahre.
  • Don Alejandro 03.01.2019 11:12
    Highlight Highlight Alter ist bekanntlich relativ. Trump selbst ist auch schon weit über 70.
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 03.01.2019 10:37
    Highlight Highlight Ihr habt vergessen zu erwähnen, dass sie ein Teil der Corporate-Democrats sind, die Bernie Sanders zum Schweigen gebracht und die alte Clinton aufgestellt haben.

    Sie seht für all das, was die Demokraten im Wahlkampf falsch gemacht haben. Von wegen Abweichler einfangen
    • Snowy 03.01.2019 11:28
      Highlight Highlight Exakt.

      Ohne Pelosi wäre Clinton nicht aufgestellt worden, und ohne Clinton kein Trump.
    • Sportfan 03.01.2019 13:09
      Highlight Highlight Ob Sanders gewählt worden wäre, ist eine unbewiesene These.

      Immerhin hat Clinton, trotz massiver Lügenpropaganda und der Einmischung diverser Kräfte (Russland, FBI, Cambridge Analytica) 3 Mio mehr Stimmen gemacht als Trump. Soooo falsch war die Unterstützung für Clinton nicht. Ausserdem soll man für seine Überzeugung kämpfen, auch wenn es nicht gelingt! Das hat sie offenbar getan.
    • reconquista's creed 03.01.2019 13:13
      Highlight Highlight Es soll mir mal einer der behauptet "ohne Clinton kein Trump" erklären, warum dieser Trump denn die Vorwahlen der Republikaner gewonnen hat, wenn doch alle ausser Clinton gegen ihn locker gewinnen würden!
      Das "Ereignis" Trump nur mit einer Abneigung gegen Clinton zu erklären greift doch viel zu kurz!
      Sie hatte intern auch nur einen ernsthaften Gegner und machte immerhin 3Mio Vorsprung bei der Popular Vote.
      Und Bernie wurde doch nicht zum schweigen gebracht. Ev. gab es der letzten Entscheidung (zu) starke Einmischungen, aber es ist doch logisch dass er dann sie und nicht Trump unterstützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vanessa_2107 03.01.2019 10:29
    Highlight Highlight Bin zuerst auch gerade erschrocken, 78 Jahre alt...Wenn sie aber fähig ist und ihre Gesundheit mitspielt, spielt doch das Alter keine Rolle...So wie ich sie einschätze, wird sie Trump den Marsch blasen.
    Benutzer Bild
    • Hades69 03.01.2019 14:40
      Highlight Highlight Ja und wen die Medien das schreiben dann ist das so! Jawohl!
    • Vanessa_2107 03.01.2019 16:40
      Highlight Highlight @Hades69 - ist mal auchmeine Einschätzung, wir werden sehen...Jawohl, gell!!
    • Hades69 04.01.2019 10:08
      Highlight Highlight Jo einfach mal Verstand ausschalten und sich danach richten (Nachrichten).
  • Scaros_2 03.01.2019 10:02
    Highlight Highlight 78 Jährig und die Position 3 im Land.

    Bei aller Liebe und Elan für das Land. Aber kann eine Frau in diesem hohen Alter die Probleme der allgemeinen Gesellschaft welche einen Altersdurchschnitt haben der halb so hoch ist wie ihr alter?

    Fraglich, Fraglich. Die Politik muss doch fähig sein Jünger zu sein damit Probleme kommender GEnerationen pro-aktiv angegangen werden und nicht immer st nach dem "oh-Moment".
    • Relativist 03.01.2019 10:13
      Highlight Highlight Darum werden bei mir bei den Wahlen im Herbst alle mit einem Jahrgang tiefer als 1969 von den Listen gestrichen und durch jüngere Kandidaten ersetzt.
    • Gurgelhals 03.01.2019 10:53
      Highlight Highlight Ich habe z.Z. viel lieber die erwiesenermassen superkompetente Pelosi als ein unerfahrener Neuling, der sich nicht gegen die Schildkröte im Senat oder den Orang Utan im Weissen Haus behaupten kann. Ich meine, Paul Ryan war 30 Jahre jünger und der unfähigste Speaker seit einer gefühlten Ewigkeit (zum Glück, kann man da sagen).

      Pelosi ist zudem trotz ihres Alters eine der progressivsten Abgeordneten im House. Das Pelosi-Bashing wird daher vornehmlich von rechten Demokraten und Republikanern angezettelt. Ersteren ist sie zu links und letztere fürchten sie, weil wissen wie kompetent sie ist.
    • Switch_On 03.01.2019 11:09
      Highlight Highlight @Gurgelhals: Progressiv? Gehörte sie nicht zu denen Demokraten, welche sich gegen Sanders gestellt haben und Clinton wollten....?
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