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President Donald Trump smiles as he meets with American pastor Andrew Brunson in the Oval Office of the White House, Saturday Oct. 13, 2018, in Washington. Trump welcomed Brunson to the Oval Office on Saturday, celebrating his release from nearly two years of confinement in Turkey that had sparked a diplomatic row with a key ally and outcry from U.S. evangelical groups. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Lächelt alles weg: Donald Trump. Bild: AP/AP

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Der Filmer Michael Moore und der Yale-Historiker Timothy Snyder warnen davor, dass die USA in einen «freundlichen Faschismus» abgleiten.



In den Schlusssequenzen seines neuesten Films «Fahrenheit 11/9» lässt Michael Moore Trump und Hitler zu einer Person verschmelzen. Die Botschaft ist klar: Trump ist der Führer eines neuen Faschismus im 21. Jahrhundert geworden.

Moore ist ein Propagandist, der mit einem sehr breiten Pinsel malt und sich wenig um Details kümmert. Doch er ist kein einsamer Rufer in der Wüste. Prominente Historiker und Totalitarismus-Experten wie Anne Applebaum oder Timothy Snyder teilen seine Befürchtungen; und das neue Buch von der ehemaligen US-Aussenministerin Madeleine Albright trägt nicht zufällig den Titel «Faschismus».

Faschismus ist ein ausgelutschter Begriff. Zu oft wurde und wird er nach wie vor missbräuchlich verwendet. Politische Feinde werden gedankenlos als Faschisten abgestempelt. Damit werden die Gräueltaten der Nazis und der Holocaust verharmlost.

Faschismus ist zudem ein schwammiger Begriff. Der britische Historiker Ian Kershaw schreibt in seinem Buch «Höllensturz»: Faschismus zu definieren sei, als ob man einen Pudding an die Wand nageln wolle. Mit Faschismus assoziieren wir schliesslich nach wie vor Männer in braunen Hemden und schwarzen Stiefeln, die rassistische Parolen brüllen und unsägliche Grausamkeiten begehen.

Fahrenheit 11/9 Michael Moore

Schiesst aus vollen Rohren: Michael Moore im Anti-Trump-Film «Fahrenheit 11/9». Bild: Elite film

Der moderne Faschismus hat damit nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um ein Phänomen, das der amerikanische Soziologe Betram Gross schon 1980 in seinem gleichnamigen Buch «Freundlicher Faschismus» genannt hat. Dieser Faschismus kommt nicht in Viehwagons und Konzentrationslagern daher, sondern mit lachenden Gesichtern und TV-Shows.

Rechtsextremisten demonstieren am Samstag, 10. Oktober 2009, am Alexander Platz in Berlin. Nach dem Brandanschlag auf den Neonazi-Szenetreff

Kahlköpfig und tätowiert: Das entspricht dem Klischee eines Neonazis.  Bild: AP

Donald Trump wurde als Gastgeber der Reality-TV-Sendung «The Apprentice» ein Star. In einem Punkt sind sich daher auch seine Kritiker einig: Er versteht, wie Medien funktionieren, genauso wie dies seinerzeit Hitler und Stalin taten. Trumps notorische Lügen – kürzlich hat er an einer Wahlkampfveranstaltung 74 Unwahrheiten von sich gegeben – sind Kalkül. Sein ehemaliger Wahlkampfmanager Steve Bannon hat einst erklärt, die beste Strategie sei es, die Medien permanent mit Sch… zu fluten.

Wie einst Hitler und Stalin beschimpft Trump seriöse Medien als «Fake News» und Journalisten als «Feinde des Volkes». Gleichzeitig sorgt er mit seinen Tweets für immer neue Skandale. Das Resultat ist ein nie endender News-Lärm auf allen Kanälen, der alles zudröhnt. Als die «New York Times» kürzlich enthüllte, dass die Familie Trump mehr als 400 Millionen Dollar Steuergelder hinterzogen hat, ging diese Geschichte sang- und klanglos im alltäglichen News-Lärm unter.

epa07084583 United States President Donald J. Trump speaks to supporters during a rally at the Erie Insurance Arena Arena in Erie, Pennsylvania, USA, 10 October 2018.  EPA/DAVID MAXWELL

74 Lügen in einer Rede: Trump an einer Wahlkampfveranstaltung. Bild: EPA/EPA

Nicht nur Journalisten, auch politische Gegner werden von Trump beschimpft und lächerlich gemacht. Er bezeichnet die Demokraten als «böse», als «Partei des Verbrechens», die «das Land zerstört» und es «in ein neues Venezuela» verwandeln will. Überhaupt seien Demokraten ein «wütender Mob» und «zu gefährlich, um zu regieren».

Schliesslich greift Trump regelmässig die tragenden Institutionen des Rechtsstaates und der Demokratie an: Das FBI und das Justizdepartement stehen wegen der Russland-Affäre in der Kritik. Nach einer miserablen Woche an den Börsen beschimpft Trump nun auch die Notenbank. Sie sei «verrückt» geworden, weil sie die Leitzinsen zu stark erhöht habe. Selbst konservative Ökonomen waren konsterniert.

Aussenpolitisch lässt Trump den Streit mit China eskalieren. Bereits ist von einem neuen «Kalten Krieg» die Rede. «Interviews mit hohen Vertretern des Weissen Hauses machen klar, dass die neuesten Angriffe keine Ausnahme von Trumps China-Politik waren», meldet etwa das «Wall Street Journal». «Sie entsprechen genau dem, was die Regierung will.»

Lügen, Medien manipulieren, politische Gegner diffamieren, Institutionen des Rechtsstaates unterhöhlen und mit Kriegen drohen: Trump beherrscht das Einmaleins des «freundlichen Faschismus». «Doch Trump fehlt ein entscheidendes Merkmal des faschistischen Typus», wendet Edward Luce in der «Financial Times» ein. «Er hat sich die Staatsorgane nicht unterworfen.»

«Totalitäre Herrscher säubern zuerst die Armee und installieren Loyalisten», so Luce weiter. «Danach machen sie systematisch das Gleiche bei Polizei, Geheimdiensten und anderen Institutionen. Erst dann kann die Zivilgesellschaft unterworfen werden. Mr. Trump versucht dies erst gar nicht. Vielleicht, weil er weiss, wie schwierig dies in Amerika sein würde und daher hat er das Pentagon bisher in Ruhe gelassen.»

Das könnte sich ändern. Bereits bezeichnet Trump seinen eigenen Verteidigungsminister, den Vier-Sterne-General Jim Mattis, als «Demokraten» und signalisiert damit, dass er ihn nach den Novemberwahlen feuern könnte. Dass dieses Schicksal Justizminister Jeff Sessions droht, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Allgemein wird mit einer Reorganisation der US-Regierung gerechnet.

Trump mit Hitler gleichzusetzen, lässt sich nicht vertreten. Die sich mehrenden Anzeichen eines «freundlichen Faschismus» sind jedoch nicht mehr zu übersehen. Die Gefahr, dass die USA in ihre schlimmste Krise seit dem Bürgerkrieg schlittern, ist real.

Melania Trump: Missbrauchsvorwürfe brauchen «harte Beweise»

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Video: srf

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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 18.10.2018 11:30
    Highlight Highlight Für mich ist viel relevanter, ob Trump eine Diktatur anstrebt. Dafür müsste er wohl zuerst die Demokraten marginalisieren und danach innerhalb der Republikaner eine eigene Bewegung, analog zur Tea Party Bewegung, gründen, die immer loyal zu ihm steht. Putin kann ihm ja verraten, wie er das am besten hinbekommt. Allerdings hat Putin auch mehr Grips, definitiv.
    1 0 Melden
  • He nu.. 16.10.2018 18:37
    Highlight Highlight Frage: Zu welcher Schicksaalsart gehört Putin?
    0 1 Melden
  • fiodra 16.10.2018 16:49
    Highlight Highlight Man darf den Faschismus nicht in heilige unberührbare Höhen verschieben und ihn für unvergleichlich halten. Hitler und Mussolini haben klein angefangen, erst am Ende der Entwicklung standen die Konzentrationslager und die Viehwagons. Trumps Regierung könnte auch dort enden. Es ist besser, die Gefahr vorher zu erkennen, und nicht dann erst, wenn es tu spät ist: "Ah ja, es ist doch Faschismus."
    13 5 Melden
  • Chrigu BE 16.10.2018 11:58
    Highlight Highlight Danke für den tollen Artikel!
    11 8 Melden
  • MikoGee 16.10.2018 09:13
    Highlight Highlight Some More News
    Play Icon
    6 10 Melden
    • MikoGee 16.10.2018 12:01
      Highlight Highlight Hier noch der erste Teil, der genauer darauf eingeht.
      Play Icon
      7 7 Melden
  • rodolofo 16.10.2018 09:07
    Highlight Highlight Trump ist sehr wohl daran, die Institutionen mit absolut loyalen und parteiischen Republikanern zu besetzen!
    Das letzte Beispiel war ja die eilig durchgedrückte Ernennung von Kavanaugh zum Ober-Richter.
    Ausserdem wenden die Republikaner alle möglichen Tricks an, mit denen sie Mehrheiten in Bezirken erringen können.
    Ein Beispiel davon steht heute im Tages Anzeiger:
    "Am Wahltag bitte zu Hause bleiben"
    USA In den Bundesstaaten, in denen die Republikaner regieren, werden die Hürden für die Wahlteilnahme erhöht. Betroffen davon sind meist Minderheiten. Der neueste Fall stammt aus Georgia.
    30 5 Melden
    • MikoGee 16.10.2018 12:02
      Highlight Highlight Rachel Maddows Beitrag zu den Vorfällen in Georgia, absolut sehenswert
      Play Icon
      11 5 Melden
  • Klebeband 16.10.2018 06:49
    Highlight Highlight Vermutlich schon
    5 4 Melden
  • Mischa Müller 15.10.2018 23:35
    Highlight Highlight Ja, er ist ein Faschist.
    26 28 Melden
  • Mischa Müller 15.10.2018 23:33
    Highlight Highlight Laut Karl Marx soll sich der Kapitalismus irgendwann selbst abschaffen oder an seinem Zenit ankommen und alsdann kaputt gehen. Ich wiederhole: Trump versucht den Kapitalismus derart zu beeinflussen, dann Karl Marx unrecht bekommt. Das heisst: Trump schneidet dem Kapitalismus die Spitzen. Und er ist ein Sexist und wäre gerne ein absolutist. Er macht mir ein wenig Angst.
    10 20 Melden
  • Mischa Müller 15.10.2018 23:27
    Highlight Highlight Hoffen darauf, dass es in Zukunft besser wird und nicht gar so schlimm... Was machen eigentlich die den Eltern weg genommenen texanischen Kinder in ihren Camps?
    10 12 Melden
    • DonChaote 16.10.2018 11:07
      Highlight Highlight @mischa müller
      Ich denke sie meinen eher mexikanische kids und nicht die texanischen. Und sowieso sind es nicht nur mexikaner, sondern auch andere lateinamerikaner
      12 3 Melden
  • Roland Strauss 15.10.2018 23:00
    Highlight Highlight Löpfe gibt uns keine Definition von Faschismus, aber er ist ganz sicher, dass Trump einer von denen ist. Kann er auch nicht, ohne sich untreu zu werden, denn Faschismus ist privater Besitz unter totaler staatlicher Kontrolle. Das ist allerdings die Stossrichtung der Demokraten und nicht der Republikaner. Trump hat staatliche Regulierungen abgebaut.
    18 58 Melden
    • rodolofo 16.10.2018 12:04
      Highlight Highlight Das ist eben ein Trugschluss!
      Trump bezahlte private Organisationen, wie Cambridge Analytica, damit sie ihm die gesammelten Daten aller BürgerInnen der USA aushändigten, was ihm wiederum ermöglichte, seine Wahlkampagne massgeschneidert auf die jeweiligen "Wackelkandidaten" in den "Swing States" auszurichten, mittels privat erstellten Fake-News.
      Diese Privat-Firmen haben ebenso kein Gewissen, wie ein Faschistischer Staat.
      Sie haben nur ein Ziel: Möglichst viel Geld zu verdienen!
      Ein Faschistischer Staat will auch möglichst viel Beute machen für seine Soldaten.
      Es geht also ums Gewissen...
      13 11 Melden
    • aglio e olio 16.10.2018 12:17
      Highlight Highlight Hää? Wo hast du denn das aufgeschnappt?
      7 5 Melden
  • IMaki 15.10.2018 21:06
    Highlight Highlight Nicht jeder Idiot ist ein Faschist. Aber jeder Faschist ist ein Idiot.

    Und um der historischen Wahrheit die Ehre zu geben: Der Faschismus ist nicht eine Erfindung der Nazis, sondern von Benito Mussolini, der im übrigen als frustrierter Sozialist in der Schweiz als Muratori u.a. an Schulhäusern und als "Journalist" (für ein italienisches Kampfblatt) gearbeitet hat.
    27 6 Melden
  • mrbios 15.10.2018 17:52
    Highlight Highlight Rette sich wer kann!
    5 13 Melden
    • rodolofo 16.10.2018 12:08
      Highlight Highlight In jedem Menschen steckt ein Flüchtling!
      Erst die äusseren Umstände bringen diesen hervor.
      Es gibt immer mehr Gründe, aus den USA auszuwandern, auch wenn im Moment noch für viele Menschen in ärmeren Ländern die Gründe, dort einzuwandern, überwiegen.
      8 6 Melden
  • Eskimo 15.10.2018 17:44
    Highlight Highlight Wahrscheinlich hat sogar Moore Trump gewählt.
    Oder worüber könnte er jetzt sonst einen Film machen?
    Wie auch ihm, hat Trump vielen anderen einen Job und somit wieder Hoffnung gegeben.
    34 123 Melden
    • Gähn 15.10.2018 17:55
      Highlight Highlight Kannst du das beweisen, oder suchst du mal wieder Aufmerksamkeit durch Provokation?
      64 24 Melden
    • Gähn 15.10.2018 20:54
      Highlight Highlight Ach echt?
      Weißt du Threadripper, stellt einer von deinen auf diese Art und Weise Fragen, feiert ihr ihn als Held.
      Stellt jemand euch derartige Fragen soll er ein linksextremer sein?
      Ich lach mich über Leute wie dich tot. Ihr lebt derart in eurer Filterblase.
      Ich wünsche ein schmerzhaftes Erwachen in der Realität. Aber ich schätze, der Schock würde dich umbringen.
      38 12 Melden
    • aglio e olio 15.10.2018 21:00
      Highlight Highlight Threadripper, es ist doch klar erkennbar, dass ich die Aussage auf die angebliche Wahl bezieht.
      Dein Versuch da etwas anderes draus zu drehen, ist ebenfalls eine Provokation. 🙄
      23 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basswow 15.10.2018 17:11
    Highlight Highlight C: ...er ist eine 🍊
    Impeach the 🍊
    13 23 Melden
  • Normi 15.10.2018 16:45
    Highlight Highlight Wieso so kompliziert ? Faschisten sind diejenigen welche andere Meinungen, Ansichten, Einstellungen, Lebensformen verbieten wollen...
    47 19 Melden
    • Roterriese 15.10.2018 20:55
      Highlight Highlight Also wie z.b. francol der gewissen menschen die menschenrechte abspricht?
      User Image
      12 32 Melden
    • äti 15.10.2018 21:28
      Highlight Highlight Roter, lieg ich lätz: das hast du über Franco geschrieben? Wie geht das? Schmunzel!
      25 9 Melden
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 15.10.2018 21:42
      Highlight Highlight Hast du deinen eigenen Kommentar gelikt?

      😂
      45 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dem Klima hinterher 15.10.2018 16:44
    Highlight Highlight Der Narr ist Sexist, Faschischt und hauptsächlich ein Nixist.

    Kurz und bündig.
    29 19 Melden
    • DichterLenz 15.10.2018 18:55
      Highlight Highlight Nixist ist er ned... den Mammon verehrt er sehr. Und sich selbst.
      7 9 Melden
  • Thadic 15.10.2018 15:51
    Highlight Highlight In Ermangelung einer Definition, welche auf den psychischen Zustand eingeht, habe ich Faschismus wie folgt definiert: ein Faschist bekämpft jede Manifestation von menschlichen Bedürfnisse wobei er diese als Schwächen definiert. Es fängt an mit dem Knaben der gefälligst nicht weinen soll und schon gar nicht nach der Mutter rufen und geht weiter mit Manne der ein Recht auf die Frau hat und kann schliesslich enden zu einer Diktatur die alles vermeintlich Schwache ausmerzt. Es ist mir klar, dass ich damit alle Machos zu Faschos mache aber leider hat der Faschismus seine Wurzeln in Italien.
    27 30 Melden
    • rob's_art_work 15.10.2018 18:01
      Highlight Highlight Ich lese z.Z. Wilhelm Reichs Buch "Die Massenpsychologie des Faschismus". Bin noch nicht sehr weit gekommen. Nach dem bisher gelesenen, scheint mir Ihre Definition [Faschismus] "bekämpft jede Manifestation von menschlichen Bedürfnisse" zuzutreffen. Reich sieht in erster Linie die Unterdrückung des Sexualtriebs und seine Umwandlung in ein Todestrieb als haupsächlich Massentaugliches Phenomen für das "Funktonieren" eines Führerstaats an. So gesehen ist D.T. kein Faschist.Wir leben aber im 21. Jahrhunderts und die Ziele des "freundlichen" Faschismus sind nicht mehr Lebensraum und Völkermord,
      11 6 Melden
    • Statler 15.10.2018 20:50
      Highlight Highlight @rob: Wenn Du damit fertig bist, empfehle ich Klaus Theweleit «Männerphantasien I & II».
      Selbes Thema. Seine These (in a Nutshell): der Sexualtrieb kann nicht unterdrückt, aber sehr wohl anders kanalisiert werden. Dazu wurde ein Frauenbild konstruiert, das so in der Realität nicht existiert und als Idealbild propagiert. Die Männer konnten mit ihren Frauen also nur unzufrieden sein. Diese Unzufriedenheit wurde dann kanalisiert und für den Krieg verwendet.
      Da sind wir dann schon wieder näher beim 21ten.
      Mir wurde beim Lesen regelmässig schlecht, wenn ich meine Umgebung beobachtet habe.
      8 7 Melden
    • Thadic 15.10.2018 23:13
      Highlight Highlight @Rob: Danke für den Tipp.
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 15.10.2018 15:36
    Highlight Highlight Den Pudding-Vergleich halte ich für unpassend. Es können doch Quervergleiche mehrerer faschistischer Regimes angestellt werden, um Gemeinsamkeiten herauszufiltern. Ein Politikwissenschaftler namens Lawrence W. Britt hat das vor etwas 15 Jahren getan und 14 typische Merkmale des Faschismus herausgefunden. Knapp zehn Jahre vorher beschrieb Umberto Eco 14 Punkte, die den Urfaschismus kennzeichnen. Britt und Eco stimmen in hohem Masse überein. Und die Trump-Regierung ist durchaus auf dem Weg, viele dieser Punkte zu erfüllen:
    https://nicola.werdenigg.com/2018/07/11/14-merkmale-des-faschismus/
    52 12 Melden
    • aglio e olio 15.10.2018 18:05
      Highlight Highlight Danke für das verlinken des interessanten Artikels.
      9 8 Melden
  • Brunzguttere 15.10.2018 15:14
    Highlight Highlight Fascho eher weniger, würde ja zumindest minimale Intelligenz voraussetzen.

    Der Donald ist zu dumm zum Steine hüten!
    15 51 Melden
    • Gähn 15.10.2018 15:27
      Highlight Highlight Trump mag zwar ein vollkommener Idiot sein, aber Idioten haben leider einen Vorteil.
      Sie werden jeden schlagen der sich auf ihr Niveau herunter lässt. Die haben zu viel Erfahrung auf dem Gebiet der Idiotie.
      65 16 Melden
    • Triumvir 15.10.2018 15:45
      Highlight Highlight Das hätten seine Gegner/innen sehr gerne. Doch so einfach ist das leider nicht. Er ist im Gegenteil meines Erachtens ziemlich schlau und gerissen. Denn schon viele haben sich an seiner vermeintlichen Dummheit die Zähne ausgebissen und letztlich eine Niederlage kassiert.
      40 8 Melden
  • ThomasHiller 15.10.2018 15:10
    Highlight Highlight Eigentlich spielt es doch keine Rolle, ob man ihn in die Schublade "Faschist" stecken kann oder nicht.

    Er hetzt gegen andere, vor allem Minderheiten, andersdenkende, er schreit rum, diskrimiert und belästigt Frauen, lügt, hetzt, heuchelt und was nicht alles.

    Er ist ein Egomane mit einer schweren Wahrnehmungsstörung und sicherlich von einem Psychopathen nicht weit entfernt.

    Augenscheinlich ist es aber "in", solchen Leuten Macht zu geben.
    Und genau das sollte uns sehr viel mehr Sorgen machen als die Frage, ob er eigentlich Faschist ist oder nicht.
    74 25 Melden
    • MGPC 15.10.2018 16:02
      Highlight Highlight Passt doch zum Rest der Welt, nicht?
      20 6 Melden
    • ThomasHiller 15.10.2018 16:59
      Highlight Highlight Leider ja.
      16 3 Melden
  • buford t. justice 15.10.2018 14:34
    Highlight Highlight Alles Nazis ausser Mutti
    54 70 Melden
    • Froggr 16.10.2018 08:39
      Highlight Highlight Danke! SPD und co lässen grüssen.
      1 1 Melden
  • Hecate 15.10.2018 14:32
    Highlight Highlight Auch Hitler's Gegner wurden damals als "Propagandisten" bezeichnet, deren Warnungen damit als "übertrieben" abgetan, und das schleichende Übernahme aller Institutionen verharmlost - bis es zu spät war, etwas dagegen zu tun. Genauso geschieht es jetzt - während Trump & co. die Nachrichten mit Skandalen und covfefe-tweets ablenken, werden Gesetze, die die Freiheit der Bürger garantieren sollen, verändert. Man mag Moore als "Propagandist" abstempeln, aber nichts ist gefährlicher als die Annahme, dass es "hier nicht passieren kann". Wer nicht besorgt ist, achtet nicht auf die Signale...
    113 24 Melden
    • Gähn 15.10.2018 15:27
      Highlight Highlight Gut geschrieben, Herrin der Wegkreuze.
      31 9 Melden
    • äti 15.10.2018 16:33
      Highlight Highlight .. Männerkatze
      4 3 Melden
    • Gähn 15.10.2018 17:55
      Highlight Highlight Wer? Ich?
      1 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlienTechnologie 15.10.2018 14:20
    Highlight Highlight Ob jetzt Hitler zuerst die Presse oder den Staatsaparat kontrolliert hat erinnere ich mich nicht mehr. Aber es spielt eigentlich keine Rolle, das eine erleichtert das andere!

    Die Medien zu kontrolieren ist ein wichtiger Schritt richtung machtergreifung. Egal in welchem System. Das Trump ohne staatliche Zensur unliebsame Themen verschwinden lässt, ist subtil und umso gefärlicher.
    70 22 Melden
    • The Origin Gra 15.10.2018 16:52
      Highlight Highlight Jaein er sperrt gewisse Medienhäuser aus Pressekonferenzen aus.
      Das ist der Anfang der Zensur.

      Es wird schlimmer, vor allem wenn er zum 2. mal Gewählt werden wird.
      18 9 Melden
    • Alienus 15.10.2018 17:21
      Highlight Highlight AlienTechnologie

      Hitler hatte durch Förderer aus dem rechten bis extremrechten Polit- und Presselager eine vorauseilende „gute“ Presse.

      Aber ein Vergleich zwischen USA und DR ist nicht richtig möglich. Das DR hatte den 1.WK verloren, riesige Reparationen und große Gebietsverluste zu ertragen. Die rechte Presse schrieb antijüdisch und antilinks wegen der angeblichen Dolchstoßlegende. Dadurch ward sie ein Verstärker Hitler mit seiner Hetze.

      Nach der „Machtergreifung“ wurde dann endgültig reichsweit die dt. Presse gleichgeschaltet.

      Vergleichbares dürfte in USA sicherlich nicht geschehen.
      13 6 Melden
    • AlienTechnologie 15.10.2018 18:29
      Highlight Highlight @Alienus
      Du hast recht, dass in der USA eine Gleichschaltung wie im DR passiert muss noch einiges geschehen.

      Was ich sagen wollte ist nur: Wenn irgendjemand irgendwo auf der Welt die Macht übernehmen will, muss er als eines vom ersten die Presse kontrollieren. Dadurch kann er die meinung des Volkes beeinflussen.

      Trump macht das ganze recht subtil: nur eine Andeutung von Zensur und viel Müll, der den ganzen rest überdeckt.
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • nomoney_ nohoney 15.10.2018 14:17
    Highlight Highlight Kann mich täuschen, aber wäre Elitarismus nicht ein passender Begriff?
    17 19 Melden
    • The Count 15.10.2018 18:25
      Highlight Highlight Doch, es gibt keinen passenderen Begriff wie diesen. Der Begriff Faschismus ist leider en vogue in den Medien, weil es Clicks generiert.
      9 6 Melden
  • DerSimu 15.10.2018 14:15
    Highlight Highlight Ja.
    25 24 Melden
  • Chili5000 15.10.2018 14:06
    Highlight Highlight Die Menschen hatten während der Finanzkriese das komplette Vertrauen in die Politik verloren (in Europa ist es ein ähnliches Phänomen). Nun sehen wir allmählich das es mit einem Clown wie Trump oder in Deutschland die AFD abolut nichts besser wird, ganz im Gegenteil!
    74 29 Melden
  • schrat 15.10.2018 14:04
    Highlight Highlight Sein Kabinett kann er als gewählter Präsident so bestücken wie er will.
    33 13 Melden
  • Ritiker K. 15.10.2018 14:03
    Highlight Highlight Wie war nun schon wieder die treffende Bezeichnung von Donald Trump durch einen User hier in den Kommentaren:

    Twitler

    passt....
    278 35 Melden
    • MadScientist42 15.10.2018 17:21
      Highlight Highlight Ich sehe, dass das Bild noch nicht gepostet wurde.

      Voilà:
      User Image
      19 4 Melden
    • Ritiker K. 15.10.2018 18:03
      Highlight Highlight Ich finde die Frisur unpassend.
      12 3 Melden
  • Liberty or Death 15.10.2018 13:55
    Highlight Highlight Trump ist kein Faschist, er ist eine hässlicher Egomane ohne Inspiration. Faschistische Kräft hingegen, machen sich seine Dummheit zunutze.
    62 21 Melden
  • Ueli der Knecht 15.10.2018 13:55
    Highlight Highlight "Dieser Faschismus kommt nicht in Viehwagons und Konzentrationslagern daher, sondern mit lachenden Gesichtern und TV-Shows."

    Der Faschismus der 30er-Jahren kam nicht "in Viehwagons und Konzentrationslagern" oder "braunen Hemden und schwarzen Stiefeln und unsäglichen Grausamkeiten" daher. Das sind nicht die Anfänge von Faschismus, sondern dessen üblen Folgen.

    Faschismus wusste sich stets attraktiv zu verkleiden, und die Leute zu begeistern und zu verführen. Blau ist das neue Braun.

    "Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?"

    Jedenfalls ist Trump faschistoid. Faschismus-ähnlich.
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    • aglio e olio 15.10.2018 14:37
      Highlight Highlight Gut auf den Punkt gebracht. Sorry fürs einschleimen.
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    • kafifertig 15.10.2018 15:46
      Highlight Highlight Trump ist demokratischer als es die ollen Typen auf dem Rütli es waren.
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    • kafifertig 15.10.2018 15:48
      Highlight Highlight Faschismus kommt mit hehren Zielen, z. B. Genderismus und Klimarettung.
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  • TheGreenOne 15.10.2018 13:51
    Highlight Highlight Auf jeden Fall sehr nahe dran!
    23 16 Melden
  • Snowy 15.10.2018 13:50
    Highlight Highlight Danke für diese treffende Analyse.
    150 55 Melden
  • swisskiss 15.10.2018 13:48
    Highlight Highlight Faschistoide Ideologie zeichnet sich durch eine übersteigerte Befürwortung starker, zentraler Führung bis zum Totalitarismus aus.

    Ob Trump ein Faschist ist, weil er nachweislich die Machteinschränkung und Kontrollfunktion seiner Präsidentschaft durch Parlament, Justiz, Medien kritisiert und in Frage stellt, sei dahingestellt. Faschistoide Züge, die in einer funktionierenden Demokratie komplett fehl am Platz sind, haben aber bei Trump und seiner Politik durchaus einen grossen Raum eingenommen.

    Aber auch hier. Eine funktionierendes demokratisches System erträgt und überlebt auch einen Trump.
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Hansjörg Wyss erklärt seine Milliardenspende: «Trumps Umweltpolitik ist eine Katastrophe» 

Der in den USA lebende Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss hat eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz gespendet. Im Interview erklärt er, warum er sich engagiert, weshalb er die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ablehnt und wieso er nicht mehr ans WEF reist.

Er sorgte diese Woche weltweit für Schlagzeilen: Der Berner Milliardär Hansjörg Wyss schrieb in der «New York Times», dass wir den Planeten retten müssen – und er deswegen eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz spendet. Was treibt einen Menschen an, der Milliarden für gute Zwecke ausgibt?

Herr Wyss, was gab den Ausschlag, gerade jetzt so viel Geld für die Umwelt bereitzustellen?

Hansjörg Wyss: Das war eine gemeinsame Idee von meiner Stiftung, der gemeinnützige Organisation «The Nature …

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