Wirtschaft
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A man wearing a yarmulke with President Donald Trump face listens as Bradley Laye, president and CEO at the Jewish Federation of Greater Dallas, gives remarks during a community service of hope and healing at Congregation Shearith Israel in Dallas on Sunday, Oct. 28, 2018. Robert Gregory Bowers opened fire with an AR-15 rifle and other weapons during worship services inside Tree of Life Synagogue in Pittsburgh on Saturday, killing 11 people before a tactical police team tracked him down and shot him, according to state and federal affidavits made public on Sunday. (Shaban Athuman/The Dallas Morning News via AP)

Maga auf einer Kippa anstelle einer Baseball-Mütze. Bild: AP/The Dallas Morning News

Trumps bizarrer Flirt mit dem Antisemitismus

Der Terroranschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh zeigt, wie zwiespältig das Verhältnis der Rechtskonservativen zu den Juden in den USA nach wie vor ist.



Lou Dobbs ist Moderator beim Fox Business Network und ein glühender Verehrer von Donald Trump. Vergangene Woche hatte er Chris Farrell in seiner Show «Lou Dobbs Tonight». Farrell gehört zu einer Lobbygruppe der äussersten Rechten names Judical Watch. Ohne die geringsten Beweise vorzulegen, behauptete er, die Flüchtlingskarawane aus Honduras sei vom Hedge-Fund-Manager George Soros finanziert worden.

Der Auftritt provozierte einen Shitstorm in den sozialen Medien. Dobbs und Farrell wurden mit dem legendären antisemitischen Pamphlet «Protokoll der Weisen von Zion» verglichen. Darin wird die These von einer Verschwörung verbreitet, die das Ziel haben soll, eine jüdische Weltherrschaft zu errichten. Das Pamphlet wurde von unbekannten Autoren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Russland verfasst. Auch die Nazis machten gerne davon Gebrauch.

FILE - In this Monday, Feb. 1, 1999 file photo, U.S. financier George Soros speaks during a press conference at the World Economic Forum in Davos, Switzerland. The mail bomb that showed up in the mail box of billionaire investor and philanthropist George Soros on Oct. 22, 2018 is a reminder of his place as one of the far right’s most hated boogeymen.  (AP Photo/Michel Euler)

Inbegriff eines Globalisten: George Soros am WEF in Davos. Bild: AP/AP

Es ist kein Zufall, dass Soros das Ziel der Attacken ist. Er war auch im Visier von Cesar Sayoc, dem mutmasslichen Bomben-Attentäter aus Florida; und er ist seit Jahrzehnten die Hassfigur der Rechten: «Der Name ‹George Soros› wird nicht mehr als Hundepfeife verwendet, sondern als Blaulicht-Sirene», schreibt das Magazin «New Yorker».  

(Anm. d. Verf.: Die Töne einer Hundepfeife werden von Menschen nicht gehört. Die Metapher wird daher verwendet, um auszudrücken, dass nur Eingeweihte wissen, was mit bestimmten Äusserungen gemeint ist.)

Activists from the Egyutt (Together) party tear down an ad by the Hungarian government against George Soros, in Budapest, Wednesday, July 12, 2017. The Hungarian government said Wednesday it will soon end its disputed ad campaign against Hungarian-American billionaire George Soros. The billboards, posters and TV ads have been criticized by Hungarian Jewish leaders and others for their anti-Semitic overtones. (AP Photo/Pablo Gorondi)

Anti-Soros-Plakate in Ungarn. Bild: AP/ap

Soros entspricht dem Klischee der Antisemiten perfekt. Er ist Jude – als Kind entkam er den Nazis in Budapest nur knapp – und er hat an den Börsen mit waghalsigen Spekulationen ein Milliardenvermögen verdient. Den grössten Teil dieses Geldes steckt er in seine Open-Society-Stiftung, die sich weltweit für eine liberale Gesellschaftsordnung einsetzt.

Damit hat sich Soros die Rechten zum Feind gemacht. In Ungarn wird ihm von Premierminister Viktor Orban unterstellt, er wolle Europa den Muslimen überlassen. Auch andere Hassprediger des ehemaligen Ostblocks prügeln auf ihn ein. In der Schweiz ist er neuerdings ins Fadenkreuz von Roger Köppel geraten.

In den USA hat das Soros-Bashing der Rechten bereits Tradition. Der ehemalige Fox-News-Moderator Glenn Beck hat ihn schon vor Jahren zum Mittelpunkt einer Weltverschwörungs-Theorie gemacht, die geradewegs aus dem «Protokoll der Weisen von Zion» stammen könnte. Breitbart, das von Steve Bannon gegründete Online-Newsportal, hetzt regelmässig gegen ihn.

FILE - In this Wednesday Sept. 9, 2015, file photo, radio host Glenn Beck speaks during a Tea Party rally against the Iran deal on the West Lawn of the Capitol in Washington. SiriusXM announced May 31, 2016, that Beck was being suspended over his comments in a May 25, 2016, interview with author Brad Thor. (AP Photo/Jacquelyn Martin, File)

Stellte Soros in den Mittelpunkt einer Weltverschwörung: Glenn Beck. Bild: AP/AP

1790 hatte George Washington den Juden versprochen, sie müssten keine Angst haben. «Die Regierung der Vereinigten Staaten unterstützt den religiösen Fanatismus nicht», schrieb er in einem Brief an die Synagoge von Newport. «Mögen die Nachfahren von Abraham, die in diesem Land leben, die gute Nachbarschaft der anderen geniessen – und jedermann soll in Frieden und ohne Angst unter seinem Feigenbaum sitzen können.»

Dieses Versprechen ist in der amerikanischen Geschichte öfters gebrochen worden. Der Ku-Klux-Klan hat nicht nur Schwarze, sondern auch Juden verfolgt. In den Dreissigerjahren genossen die Nazis auch auf der anderen Seite des Atlantiks Sympathien. Bekanntester Vertreter war das Fliegerass Charles Lindbergh, der sich offen zu Hitler und den Nazis bekannte, und der zeitweise als Präsidentschaftskandidat gehandelt wurde.

epa06946800 White supremacists and members of the alt-right march to the White House on the anniversary of last year's 'Unite the Right' rally in Washington, DC, USA, 12 August 2018. On 12 August 2017, a bloody clash between white supremacists and counterprotestors in Charlottesville, Virginia left three people dead and dozens injured.  EPA/JIM LO SCALZO

Vertreter der Alt-right-Bewegung demonstrieren vor dem Weissen Haus. Bild: EPA/EPA

Faschisten, die mit braunen Hemden und Hakenkreuz-Fahnen auftreten, gibt es in den USA nur wenige, und sie sind offensichtlich durchgeknallt. Die sogenannte Alt-rigth-Bewegung hingegen befindet sich im Aufwind. Sie setzen ebenfalls auf die Reinheit und die Überlegenheit der weissen Rasse. Ihr Antisemitismus ist jedoch weniger offensichtlich.

Gelegentlich bricht der Rassismus der zivilisierten Faschisten trotzdem durch. Als Trump die Wahl gewann, jubelte Richard Spencer, der Anführer der Alt-right-Bewegung: «Heil Trump», während seine Anhänger die Arme zum Hitlergruss erhoben. An der Alt-right-Demonstration in Charlottesville im vergangenen Sommer skandierten die Teilnehmer «Juden werden uns nicht ersetzen».

Trump hat ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu den neuen Antisemiten. 2016 hatte er in seinem Wahlkampf Flyer verteilen lassen, in denen Fotos von George Soros, dem CEO von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein und der damaligen Präsidentin der Notenbank, Janet Yellen, zu sehen waren. Alles offensichtliche Anspielungen auf geldgierige Banken-Juden.

Trump: «Die Demokraten sind zu gefährlich, um sie regieren zu lassen»
Der wütende weisse Mob (Charlottesville)

«Tolle Typen»: «Juden werden uns nicht ersetzen», brüllten die Demonstranten in Charlottesville.   Bild: comments://201405352/1497753

Die Vorfälle in Charlottesville hat Trump nie eindeutig verurteilt, sondern davon gesprochen, es hätte bei den Demonstranten «auf beiden Seiten tolle Typen» gehabt. Schliesslich haben die antisemitischen Angriffe massiv zugenommen seit Trump im Amt ist. Gemäss Angaben der Anti-Defamation League waren es 57 Prozent.

Gleichzeitig ist Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein gläubiger Jude. Seine Tochter Ivanka ist zum jüdischen Glauben übergetreten und er ist Grossvater von jüdischen Enkeln. Ebenso ist Trump ein grosser Förderer Israels. Er hat die US-Botschaft nach Jerusalem verlagern lassen. Israel ist daher wahrscheinlich das einzige Land der Welt, in dem Trump mehr Freunde als Feinde hat.

Ivanka Trump and White House Senior Adviser Jared Kushner and their children Arabella, Joseph and Theodore Kushner, disembark Air Force One upon arrival at Morristown Municipal Airport, in Morristown, N.J., Friday, June 29, 2018, with President Donald Trump. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Familie Kushner auf Reisen. Bild: AP/AP

Trump wird von den Antisemiten und von Israel gleichzeitig verehrt. Wie lässt sich dieser seltsame Widerspruch erklären? Israel spielt im Weltbild der Evangelikalen eine herausragende Rolle. Einerseits wird Jesus nur dann wiederkehren, wenn Palästina wieder in jüdischer Hand ist.

Andererseits waren es die Juden, die gemäss christlichen Fundamentalisten Jesus gekreuzigt haben sollen. «Die Geschichte von Jesus’ Tod ist in allen christlichen Glaubensrichtungen während 2000 Jahren verbreitet worden», schreibt Jeffrey Herf in der «Washington Post». «Die katholische Kirche hat erst 1965 entschieden, dass weder die Juden zu Zeiten von Jesus noch ihre Nachkommen für den Tod von Christus verantwortlich sind. Sehr viel jüdisches Blut ist geflossen, bis die Kirche zu dieser Einsicht gelangt ist.»

Der Friede zwischen Christen und Juden ist nach wie vor brüchig. Antisemitismus und Nationalismus gehen Hand in Hand, und wenn Nationalisten wie Trump an der Macht sind, kann es für Juden sehr schnell wieder eng werden.

8 Rohrbomben an Obama & Co: Trump rügt Medien

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 29.10.2018 22:53
    Highlight Highlight Ein "rassereiner Rassismus" hat heute keine Zugkraft mehr.
    Zu weit fortgeschritten ist die globale Durchmischung der Bevölkerungen mit Menschen aus allen Weltenregionen.
    Heute geht es darum mehr um einen kulturell-identitären Rassismus!
    Auch Latinos und Schwarze dürfen bei Trump's Bewegung mitmachen, wenn sie sich ebenso macho-mässig verhalten, wie Trump.
    Jedenfalls müssen sie sich als "die Herren im Haus und im Land" aufführen, gleichgültig, ob in Russland, in Italien, in Brasilien, oder in der Türkei.
    Das ist eben die "Internationale der Nationalisten"...
  • Ädu, Tell Locke Kant Hobbes Montesquieu Rousseau 29.10.2018 21:03
    Highlight Highlight Beim politischen Gegner hats immer einen Haufen an Antisemiten. Aber wie ist es denn mit unseren Linken? Hat die linke Migrationspolitik die jährlich Zehntausende an Judenhassern aus nordafrikanischen Ländern zu uns ins Land holt, eventuell die Absicht, bei uns den Antisemitismus zu stärken???

    Na, na, natürlich nicht!
    • Ueli der Knecht 29.10.2018 22:26
      Highlight Highlight Nicht nur der Antisemitismus nimmt massiv zu, sondern auch die Islamophobie.

      Feiglinge sind diejenigen, welche vorgaukeln, sich für den Schutz von Frauen, Schwulen oder Juden einzusetzen, bloss damit sie vermeintlich unauffällig ihre Islamophobie kultivieren und ihren Hass verbreiten können.
  • The Origin Gra 29.10.2018 19:04
    Highlight Highlight Könnte es nicht sein das viele Rechte und Rechtsextreme (Alt Right, KKK, QAnon usw.) Israel primär Lieben weil sehr viele Juden dahin Ausgewandert sind?

    Die Nazis wollten mal alle Juden nach Madagaskar verschleppen was aber nicht aus Güte usw. geschah sondern um alle Juden weg aus Europa usw. zu haben aber auch um sie Elend Verhungern zu lassen.

    Bei so: "Hier bist Du mir Feind, dort Freund" Angelegenheiten hat das "Freund sein" immer ein Gschmäckle
    • Ueli der Knecht 29.10.2018 22:31
      Highlight Highlight Ich würde meinen, viele Rechte und Rechtsextreme sind nicht nicht wirklich für Juden, sondern vorallem für Zionisten, und zwar, weil sie damit indirekt ihre Islamophobie kultivieren können, und weil das faschistoide Apartheid-Regime in Israel schliesslich ihren totalitären Träumen sehr nahe kommt und auch rechtsradikal, völkisch, national und tribalistisch ist.
  • Uli404 29.10.2018 17:47
    Highlight Highlight Die kriminellen Machenschaften dieser Banker wird man wohl noch aufzeigen dürfen, hat ja schliesslich nichts mit deren Religion zutun.
    • The Origin Gra 29.10.2018 21:59
      Highlight Highlight Ja Banker dürfen Kritisiert werden.
      Nur werden immer Jüdische Banker kritisiert, andere die gleich viel oder noch mehr Dreck am Stecken haben werden nie Kritisiert.

      Das ist dann eben Antisemitisch da Systematisch
    • Uli404 30.10.2018 08:11
      Highlight Highlight The Origin Gra: Das ist einfach eine perifde Unterstellung und hat auch System, um die Kritiker mundtot zu machen.
      Das aktuelle Bankensystem ist nun mal Ursache für sehr viele aktuelle Probleme. Das Bankensystem wird von bekannten und weniger bekannten Köpfen gesteuert und ausgenutzt. Die Religion dieser Personen interessiert dabei reingar nicht. Es kann auch nicht sein, dass man dann immer noch ein Beispiel eines Typen mit einer andern Religion dazu packen muss nur um nicht als Antisemit betitelt zu werden.
  • Armend Shala 29.10.2018 17:40
    Highlight Highlight Kommt schon hört jetzt auf seine eigene Tochter und sein Schwiegersohn sind Juden.
    • Mutzli 29.10.2018 18:49
      Highlight Highlight @Armend... Das ist herzlich irrelevant bei dieser Frage. Einerseits hat schliesslich nicht er Kushner geheiratet, sondern seine Tochter und andererseits gibt es eine lange Tradition vom akzeptieren von "genehmen" Unangenehmen. D.h. die sog. Uncle Tom Thematik.

      Das heisst nicht, dass es in seinem Fall so ist, doch ist der reine Verweis auf Kontakt mit Juden egal. Manche Christen sind extreme Unterstützer von Israel z.B. wegen der Johannesprophezeiung, aber gleichzeitig radikale Antisemiten. ¨

      Auch die meisten Misogynisten haben oder hatten eine Frau...
    • The Origin Gra 29.10.2018 18:59
      Highlight Highlight Und trotzdem war Steve Bannon Stratege, ein bekannter Antisemit
    • Astrogator 29.10.2018 19:35
      Highlight Highlight Na und, er kann trotzdem Antisemit sein. Seine Familie ist reich, er kann sich immer eine sichere Welt ür sich und die seinen kaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 29.10.2018 17:26
    Highlight Highlight Breitbart wurde von Andrew Breitbart gegründet, Bannon kam erst später dazu.
  • gigus 29.10.2018 16:15
    Highlight Highlight "Soros entspricht dem Klischees der Antisemiten perfekt. Er ist Jude -"

    Liebe Mobiliar...
    • Sandro Lightwood 29.10.2018 16:29
      Highlight Highlight Den halben Satz weglassen ist schon fast wie ein Beinbruch - yepyep.
  • Palatino 29.10.2018 16:13
    Highlight Highlight Trump ist vor allem und grundsätzlich ein Opportunist. Dass er Antisemit ist, glaube ich ebenso wenig, wie dass er ein Waffennarr oder ein Evangelikaler ist. Er braucht diese Gruppen zum Schmieden seiner Koalition. Da er offenbar für seine Umwelt keinerlei Empathie hegt, sind ihm die Auswirkungen seiner Manöver und Aussagen völlig egal, solange für ihn die Bilanz stimmt.
    • Gurgelhals 29.10.2018 16:47
      Highlight Highlight Würde ich so unterschreiben. Die Erläuterungen im Artikel treffen zwar sicher auf den durchschnittlichen Republikaner zu, der wirklich an die republikanische Ideologie glaubt. Trumps eigene Ideologie (sofern dessen Haltung überhaupt den Begriff "Ideologie" verdient) beschränkt sich hingegen auf ein vor-pubertäres, narzisstisches "Ich! Ich! Ich!". Sprich: Er ist komplett davon überzeugt, dass alles, was er sagt, superintelligent, wahr und komplett widerspruchsfrei ist, selbst wenn er sich in ein und demselben Satz tatsächlich in zwei, drei, vier, ... sich widersprechende Aussagen verwickelt.
    • Ritiker K. 29.10.2018 18:15
      Highlight Highlight Ein von mir aus gesehen treffender Kommentar zu Trump und seinen Aussagen: "Warum Trump kein Lügner ist" erschienen in der 'Zeit'

      https://www.zeit.de/2018/36/us-praesident-donald-trump-profit-besitzindividualismus-vorwurf-unwahrheit
    • Snowy 29.10.2018 19:23
      Highlight Highlight Danke für diesen Top-Artikel, Ritiker!
  • Kopold 29.10.2018 16:03
    Highlight Highlight Mit den berühmten Worten von Money Boy:

    Nazis blockieren wo immer sie appearen!
  • AdiB 29.10.2018 16:02
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Slavoj Žižek 29.10.2018 15:47
    Highlight Highlight George Soros wird sogar vom offiziellen Israel kritisiert, sind die etwa auch Antisemiten?

    https://derstandard.at/2000078814134/Auch-Israels-Regierung-streitet-mit-George-Soros
    • meine senf 29.10.2018 16:34
      Highlight Highlight Ist jeder Jude, der einen Juden aus irgendwelchen Gründen kritisiert, ein Antisemit? Dann wäre ja der Jude Antisemit.

      Ansonsten stimmt die Parallele schon ein wenig. Hängt wohl damit zusammen, dass die aktuelle israelische Regierung ja auch sehr rechts ist.

      Ist halt alles kompliziert ...
    • Sauäschnörrli 29.10.2018 16:43
      Highlight Highlight Naja, die Antifaschisten sind ja bekanntlich die neuen Faschisten, dann wäre es nur logisch das die Semiten die neuen Antisemiten sind. Oder ist jetzt Soros Antisemit, weil er Israel kritisiert? Echt kompliziert was du dir hier zusammenschusterst.
    • Nicholas Fliess 29.10.2018 16:52
      Highlight Highlight Die sind extrem rechts und hassen Liberale wie George Soros...
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