International
USA

Seebeben vor Nordkalifornien: Tsunami-Warnung aufgehoben

Seebeben vor Nordkalifornien: Tsunami-Warnung aufgehoben

06.12.2024, 07:12

Ein starkes Seebeben vor der Küste Nordkaliforniens hat die Bewohner des westlichen US-Bundesstaats aufgeschreckt, doch katastrophale Folgen sind glücklicherweise ausgeblieben. Der Erdstoss hatte nach Angaben staatlicher Stellen eine Stärke von 7,0 und löste zunächst eine Tsunami-Warnung für die Küstenregion aus. Anwohner wurden aufgerufen, strandnahe und niedrig gelegene Gebiete vorsichtshalber zu verlassen. Eine gute Stunde nach dem Erdstoss wurde der Alarm dann aufgehoben.

epa11759659 Houses along Stinson Beach, Marin County, California, USA, 05 December 2024. A tsunami warning siren was canceled on the same day following a 7.0 earthquake off the coast of Humboldt Count ...
Nach dem starken Erdbeben ist zumindest die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben.Bild: keystone

Nach Angaben des US-Senders CNN waren rund fünf Millionen Menschen entlang der Küste von der Warnung betroffen. Infolge von Seebeben können Küstenregionen potenziell überschwemmt werden, starke Strömungen entstehen und höhere Wellen auf Land treffen.

Das Beben ereignete sich im Pazifik, 100 Kilometer westlich von Ferndale. Der Ort liegt unweit der Küste rund 400 Kilometer nördlich von San Francisco. In sozialen Netzwerken beschrieben Augenzeugen Schrecksekunden, in denen ihre Häuser schwankten, Möbel umstürzten und Regale in Geschäften umkippten.

«Alles wackelte und Sachen fielen aus den Regalen», schilderte die Verkäuferin Dolly Pawar in der Ortschaft Petrolia dem «San Francisco Chronicle». Berichte über Verletzte gab es in der Region zunächst nicht. Allerdings fiel in Tausenden Haushalten zeitweise der Strom aus.

Forscher rechnen mit weiteren Nachbeben

Beben dieser Art sind in Kalifornien keine Seltenheit. Laut der US-Erdbebenwarte USGS befand sich das Zentrum des Bebens diesmal in einer Region, wo drei tektonische Platten aufeinandertreffen. Die Forscher rechnen in den kommenden Tagen mit weiteren Nachbeben.

1964 traf ein tödlicher Tsunami die nordkalifornische Stadt Crescent City. Zwölf Menschen starben, als die von einem schweren Beben in Alaska ausgelöste Flutwelle die Stadt überschwemmte. Dutzende Gebäude wurden damals zerstört. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Berüchtigtes Abschiebezentrum «Alligator Alcatraz» in den Everglades-Sümpfen schliesst
Das berüchtigte Abschiebezentrum mit dem prägnanten Namen «Alligator Alcatraz» in den Sümpfen Floridas schliesst fast genau ein Jahr, nachdem es eröffnet wurde. Das gab der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaats im Süden der Vereinigten Staaten, Ron DeSantis, bekannt. Es gebe dort keine Häftlinge mehr. Die Einrichtung war bereits seit Anfang Juni vorübergehend geschlossen gewesen, weil es laut Behördenvertretern aufgrund der Hurrikansaison nicht sicher gewesen sei, die Inhaftierten in den Everglades in Florida unterzubringen. Jetzt folgt die endgültige Schliessung.
Zur Story