US-Bundesbeamte nach Tötung von Alex Pretti suspendiert
Nach den tödlichen Schüssen auf Alex Pretti in Minneapolis hat das Heimatschutzministerium die beteiligten Agenten vorübergehend suspendiert. Das berichten mehrere US-Medien. Die Suspendierung soll vorerst für die Dauer einer internen Untersuchung gelten, die klären soll, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.
Die «New York Times» berichtete am Mittwoch zudem, die Zahl der von der Massnahme betroffenen Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde CBP sei noch nicht bekannt. Präsident Donald Trump hatte nach einer Welle der Empörung über die Erschiessung Prettis am Rande einer Abschiebe-Razzia eine «ehrenvolle und ehrliche Untersuchung» des Vorfalls angekündigt.
Schützen aus unterschiedlichen Behörden
Der 37-jährige Krankenpfleger Pretti war am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis erschossen worden. Das US-Heimatschutzministerium sprach zunächst von «Abwehrschüssen». Videoaufnahmen zeigen den bereits überwältigten Pretti jedoch am Boden und lassen erhebliche Zweifel an dieser Darstellung aufkommen. Pretti trug den Videoaufnahmen zufolge ein Handy und hatte zwar offenbar eine Pistole bei sich, die er jedoch nicht in der Hand hatte und die die Bundesbediensteten ihm bereits abgenommen hatten, als sie das Feuer eröffneten.
Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Heimatschutzministeriums wurden die Schüsse auf Pretti von zwei Schützen abgefeuert: Von einem Mitarbeiter des Grenzschutzes Border Patrol und von einem Mitarbeiter der Grenzschutzeinheit Customs and Border Protection (CBP). Das Vorgehen der Einsatzkräfte in Minneapolis, die dort bereits am 7. Januar die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen hatten, hatte landesweit Wut und Proteste ausgelöst.
(hkl/t-online/mit Material der Nachrichtenagentur AFP)

