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Beim achten Anlauf hat's geklappt: «Houdini des Todestrakts» in Alabama hingerichtet

Beim achten Anlauf hat's geklappt: «Houdini des Todestrakts» in Alabama hingerichtet

26.05.2017, 09:5226.05.2017, 16:43
This undated photo released by the Alabama Department of Corrections shows death row inmate Tommy Arthur, who was convicted in the 1982 murder of Troy Wicker. Arthur, nicknamed the Houdini of death ro ...
Tommy Arthur.Bild: AP/Alabama Department of Correction

Im achten Anlauf hat der US-Bundesstaat Alabama einen verurteilten Mörder hinrichten lassen. Der 75-jährige Tommy Arthur sei am Donnerstagabend durch eine Giftspritze gestorben, teilte Alabamas Generalstaatsanwalt Steve Marshall mit.

Zuvor waren Arthurs Anwälte beim Obersten Gerichtshof in Washington mit dem Versuch gescheitert, die Exekution in letzter Minute zu stoppen.

Arthurs Fall beschäftigte die US-Justizbehörden mehr als 30 Jahre lang. Seinen Verteidigern war es sieben Mal gelungen, die Hinrichtung ihres Mandanten durch juristische Manöver zu verhindern. Arthur war 1983 erstmals für die Ermordung des Ehemanns seiner damaligen Geliebten zum Tode verurteilt worden. Er hatte die ihm vorgeworfene Tat stets bestritten.

«Houdini des Todestrakts»

In der hitzig geführten Debatte über die Todesstrafe in den USA war Arthur wegen seines juristischen Kampfes gegen seine Hinrichtung auch als «Houdini des Todestrakts» bekannt geworden – ein Verweis auf den legendären Entfesselungskünstler Harry Houdini.

Sein Fall empörte dabei Anhänger und Gegner der Hinrichtung von Straftätern gleichermassen. Während Kritiker der Todesstrafe seine immer neuen Hinrichtungstermine als eine Form psychologischer Folter brandmarkten, warfen Anhänger der Todesstrafe Arthur und seinen Anwälten vor, die Justiz auszutricksen und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. (sda/afp)

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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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