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Beim achten Anlauf hat's geklappt: «Houdini des Todestrakts» in Alabama hingerichtet



This undated photo released by the Alabama Department of Corrections shows death row inmate Tommy Arthur, who was convicted in the 1982 murder of Troy Wicker. Arthur, nicknamed the Houdini of death row after having seventh executions postponed is facing an eighth date with the death chamber on Thursday, May 25, 2017, and a diminishing chance of winning another reprieve. (Alabama Department of Corrections via AP)

Tommy Arthur. Bild: AP/Alabama Department of Correction

Im achten Anlauf hat der US-Bundesstaat Alabama einen verurteilten Mörder hinrichten lassen. Der 75-jährige Tommy Arthur sei am Donnerstagabend durch eine Giftspritze gestorben, teilte Alabamas Generalstaatsanwalt Steve Marshall mit.

Zuvor waren Arthurs Anwälte beim Obersten Gerichtshof in Washington mit dem Versuch gescheitert, die Exekution in letzter Minute zu stoppen.

Arthurs Fall beschäftigte die US-Justizbehörden mehr als 30 Jahre lang. Seinen Verteidigern war es sieben Mal gelungen, die Hinrichtung ihres Mandanten durch juristische Manöver zu verhindern. Arthur war 1983 erstmals für die Ermordung des Ehemanns seiner damaligen Geliebten zum Tode verurteilt worden. Er hatte die ihm vorgeworfene Tat stets bestritten.

«Houdini des Todestrakts»

In der hitzig geführten Debatte über die Todesstrafe in den USA war Arthur wegen seines juristischen Kampfes gegen seine Hinrichtung auch als «Houdini des Todestrakts» bekannt geworden – ein Verweis auf den legendären Entfesselungskünstler Harry Houdini.

Sein Fall empörte dabei Anhänger und Gegner der Hinrichtung von Straftätern gleichermassen. Während Kritiker der Todesstrafe seine immer neuen Hinrichtungstermine als eine Form psychologischer Folter brandmarkten, warfen Anhänger der Todesstrafe Arthur und seinen Anwälten vor, die Justiz auszutricksen und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. (sda/afp)

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