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USA

Trump postet Nachricht von Macron zu Grönland auf Social Media

«Dear Donald»: Trump zeigt Chat-Nachrichten von Macron und Rutte zu Grönland

20.01.2026, 08:1320.01.2026, 16:28

Donald Trump will Grönland – und sorgt damit in Europa für Besorgnis. Während der US-Präsident vor aggressiver Rhetorik nicht zurückschreckt, versuchen die europäischen Staatschefs, die Lage derzeit etwas zu entschärfen. Wie sie das probieren, macht derzeit ausgerechnet Trump selbst publik.

epa12451471 French President Emmanuel Macron (L) and US President Donald Trump (R) shake hands during the greetings ceremony before the family picture at the Gaza Peace Summit in Sharm El-Sheikh, Egyp ...
Emmanuel Macron und Donald Trump bei einem Treffen im Oktober.Bild: keystone

So veröffentlichte der US-Präsident auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth eine Chat-Nachricht, die er von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron erhalten haben soll. Als «mein Freund» wird Trump darin bezeichnet. Zudem versucht der Franzose den US-Präsidenten zu zeigen, dass man sich grundsätzlich auf einer Linie befinde.

«Wir sind uns total einig bezüglich Syrien», so Macron. Auch im Iran könne man «grosse Sachen» erreichen. In Sachen Grönland äussert der Franzose hingegen Skepsis. «Ich verstehe nicht, was du da tust», heisst es in der Nachricht.

Macrons Nachricht an Trump.
Macrons Nachricht an Trump.screenshot: x

Weiter bemüht sich Macron darum, ein Treffen mit dem US-Präsidenten aufzugleisen. Er könne ein G7-Treffen nach dem WEF in Davos organisieren, so Macron. Dieses könne am Donnerstagnachmittag in Paris stattfinden. «Ich kann die Ukrainer, die Syrer und die Russen am Rande einladen.»

Macron schlägt Trump ausserdem ein gemeinsames Abendessen vor. «Lass uns am Donnerstag in Paris gemeinsam essen, bevor du zurück in die USA reist», schreibt der französische Präsident. Wie Trump auf diese Vorschläge reagierte, bleibt derweil unklar – eine Antwort veröffentlichte dieser in seinem Post nicht.

Der Austausch zwischen Macron und Trump erfolgte in einer angespannten Lage zwischen Frankreich und den USA. Nicht nur bezüglich Grönland sind sich die beiden Politiker uneinig: Frankreich lehnte zuletzt eine Einladung zur Teilnahme am sogenannten Gaza-Friedensrat ab und verärgerte damit Trump. Dieser drohte im Anschluss mit neuen Zöllen. «Ich werde seine Weine und seinen Champagner mit Zöllen von 200 Prozent belegen», so Trump am Montag über Macron.

Auch Nachricht von Rutte veröffentlichte

Doch damit war nicht genug: Am Dienstagmorgen Schweizer Zeit publizierte Trump noch eine weitere Chat-Nachricht – diesmal eine von Nato-Chef Mark Rutte. Auch der Niederländer thematisiert darin Grönland, fand aber weniger kritische Worte als Macron.

epa12646776 NATO Secretary General Mark Rutte addresses the Renew Europe Global Europe Forum 2026 at the European Parliament in Brussels, Belgium, 13 January 2026. Renew Europe is hosting a high-level ...
Auch Nato-Chef Mark Rutte hat Trump geschrieben.Bild: keystone

«Mr. President, dear Donald», spricht Rutte Trump an. Zudem nennt er dessen Engagement in Syrien «unglaublich». «Ich werde meine Medienauftritte nutzen, um deine Arbeit dort, in Gaza und der Ukraine hervorzuheben», so Rutte.

Die Nachricht von Mark Rutte.
Die Nachricht von Mark Rutte. screenshot: truth social

Bezüglich Grönland meinte der Niederländer, er sei entschlossen, einen «Weg nach vorne» zu finden. «Ich kann es nicht erwarten, dich zu sehen», schliesst Rutte.

(dab)

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154 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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lumpensammlerin
20.01.2026 08:22registriert Mai 2019
Nehmt dem Typen seine Handys, seinen Zugang zum Internet und sein Büro im Weissen Haus weg. Es ist an der Zeit, den alten Herrn etwas besser und enger zu betreuen.
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NotYouButMe
20.01.2026 08:26registriert November 2023
Wer eine EINLADUNG ablehnt, wird mit Zöllen bestraft?
Genau mein Humor.

Zu Dumm, wurde auch die Schweiz eingeladen. Jetzt werden unsere Politiker die Milliarde Zahlen und Teilnehmen :(
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bcZcity
20.01.2026 08:40registriert November 2016
Trump möchte damit zeigen dass Macron ihm in den A kriecht. Dabei zeigt es einfach dass Macron ein Politiker ist und kein gescheiterter Geschäftsmann der nur dank Reality TV und POTUS vom Gefängnis bewahrt bleibt.

Natürlich kann Macron dem Dicken nicht einfach den Mittelfinger zeigen, das wäre totale Eskalation. Trump hingegen schert sich nicht um Etiketten, teilt private Nachrichten öffentlich und denkt er stehe dadurch besser da.

Das Selbstbewusstsein eines Losers, wenn er sich immer wieder öffentlich beweihräuchern muss.
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