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Obama vs Trump: Nichts zeigt den Unterschied so schön, wie dieses Video

Nichts zeigt den Obama/Trump-Unterschied so schön wie ihre Terroristen-Ansprachen

29.10.2019, 14:2329.10.2019, 14:56

Kurz nachdem US-Truppen im Jahr 2011 den meistgesuchten Mann der Welt, Osama bin Laden, in einem Gebäudekomplex in Pakistan ausfindig gemacht und getötet hatten, trat US-Präsident Barack Obama vor die Weltöffentlichkeit und verkündete die erfolgreiche Operation gegen den Terror-Fürsten.

Obama tat dies in staatsmännischer Manier. Ohne Häme, ohne Schnörkel, kurz und genau. In rund 9 Minuten erklärte er, wie die «Operation Neptune's Spear» ablief und die Navy Seals in den frühen Morgenstunden dieses 2. Mai mit Helikoptern auf dem Grundstück bin Ladens landeten und ihn töteten.

Obamas Ansprache in voller Länge.Video: YouTube/The Obama White House

...und dann:

Kurz nachdem US-Truppen im Jahr 2019 den meistgesuchten Mann der Welt, Abu Bakr al-Bagdadi, in einem Gebäudekomplex in Syrien ausfindig gemacht und getötet haben, trat US-Präsident Donald Trump vor die Weltöffentlichkeit und verkündete die erfolgreiche Operation gegen den Terror-Fürsten.

Trump tat dies in absolut grotester Manier. Mit viel Häme, jede Menge Schnörkel, komplett ausufernd und absurd. Während rund 50 Minuten erklärte er, wie die Navy Seals in den frühen Morgenstunden dieses 27. Oktobers mit Helikoptern auf dem Grundstück al-Baghdadis landeten und ihn töteten.

Trumps Ansprache in voller Länge.Video: YouTube/ABC News

Zwei US-Präsidenten, zwei verschieden Arten, dasselbe mitzuteilen. Wie fundamental anders die beiden dies taten, wird einem aber erst bewusst, wenn man – wie US-Comedian Jimmy Kimmel – die Videos zusammenschneidet.

Es war die Unterwäsche

Erst nach Trumps Statement wurde übrigens bekannt, wie al-Bagdadi aufgespürt wurde. Demnach war er nach kurdischen Angaben zuvor anhand von DNA an seiner Unterwäsche identifiziert worden. Dies erklärte Polat Can, ein ranghoher Vertreter der SDF, am Montag im Onlinedienst Twitter.

Ein Geheimagent der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) habe die Unterwäsche vor dem Einsatz entwendet, hiess es.

Demnach arbeiteten die SDF seit Mitte Mai mit dem US-Geheimdienst CIA zusammen, um al-Bagdadi aufzuspüren und zu überwachen. Der «IS»-Chef habe seinen Aufenthaltsort sehr oft gewechselt, schrieb Can. Dem SDF-Agenten sei es gelungen, mit al-Bagdadi in Kontakt zu treten und seine Unterwäsche für einen DNA-Test zu entwenden, «um sicherzugehen, dass die betreffende Person al-Baghdadi selbst war».

Dass es zu dem US-Einsatz in Syrien gekommen sei, sei grösstenteils das Ergebnis der SDF-Geheimdienstarbeit, schrieb Can auf Twitter weiter. Die Anfang Oktober eingeleitete türkische Offensive in Nordsyrien habe die Operation verzögert. (aeg)

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