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Fake News? Trumps Wahlkampfteam verklagt die «New York Times» – diese freut sich



Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump wirft der «New York Times» Verleumdung vor und klagt auf Schadenersatz. In der am Mittwoch bei einem Gericht in New York eingereichten Klageschrift heisst es, die Zeitung habe «wissentlich falsche und verleumderische Aussagen» veröffentlicht.

Die Höhe des geforderten Schadensersatzes ist nicht beziffert. Die «New York Times» wies die Vorwürfe zurück.

President Donald Trump with members of the president's coronavirus task force speaks during a news conference at the Brady press briefing room of the White House, Wednesday, Feb. 26, 2020, in Washington. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)
Donald Trump

Auf Angriffskurs: Donald Trump. Bild: AP

In der Klage geht es um einen Meinungsbeitrag in der «New York Times» vom März 2019. Der Autor argumentierte dort, es habe vor der Wahl 2016 keine Notwendigkeit für detaillierte Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland gegeben, weil es eine «übergreifende Abmachung» gegeben habe: Eine neue Russland-Politik einer künftigen Trump-Regierung im Gegenzug für Moskaus Unterstützung im Wahlkampf gegen Trumps Herausfordererin Hillary Clinton.

«New York Times»-Sprecherin Eileen Murphy teilte nach Angaben der Zeitung mit, Trumps Wahlkampfteam habe sich an die Gerichte gewandt, um einen Autor dafür zu bestrafen, dass er eine Meinung habe, die es für inakzeptabel halte. Glücklicherweise schütze das Gesetz das Recht der Amerikaner auf freie Meinungsäusserung. «Wir freuen uns darauf, dieses Recht in diesem Fall zu verteidigen.»

In der Klage wird der «New York Times» ein «systematisches Muster der Voreingenommenheit» gegen Trumps Wahlkampfteam vorgeworfen. Dieses sei darauf ausgerichtet, den Ruf des Teams zu beschädigen und ein Scheitern der Organisation herbeizuführen.

Das Wahlkampfteam verweist in der Klage auch auf die Untersuchung von FBI-Sonderermittler Robert Mueller. Er hatte keine Beweise für eine Geheimabsprache von Trumps Team mit Vertretern Russlands gefunden.

Trump kritisiert die «New York Times» und andere Medien, die kritisch über ihn berichten, immer wieder. (sda/dpa)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gogatech 28.02.2020 19:37
    Highlight Highlight Das ist ja der Irrsinn an dieser Trump Show, dass die Chefs der CIA, NSA und FBI (Brenno, Clapper, Comey) diesen Zirkus benutzten, um einen neuen kalten Krieg gegen Russland zu starten, den die NATO mir offenen Armen begrüßt. Alles mit Unterstützung der Massenmedien.
    War is Money. Wer das Mal genauer verstehen will, sollte consortiumnews lesen
  • TanookiStormtrooper 27.02.2020 13:29
    Highlight Highlight Erdogan 2.0 🤷‍♂️
  • Tobias W. 27.02.2020 12:53
    Highlight Highlight Zitat: „...es habe vor der Wahl 2016 keine Notwendigkeit für detaillierte Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland gegeben, weil es eine «übergreifende Abmachung» gegeben habe....“

    Hätte er geschrieben „es „HÄTTE“ keine Notwendigkeit gegeben, „WENN“ es eine Absprache gegeben haben sollte„ , dann wäre es kein Problem.

    Aber so wie das formuliert ist, handelt es sich nicht um eine Meinung, sondern um eine Feststellung, welche - sollte sie falsch sein - den Tatbestand von Verleumdung durchaus erfüllen dürfte. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.
  • Der Buchstabe I 27.02.2020 10:05
    Highlight Highlight "(...)die Zeitung habe «wissentlich falsche und verleumderische Aussagen» veröffentlicht."

    Und das von Trumps leuten. Herrlich, realsatire pur. Die machens den Komikern echt zu einfach.
  • Dwayne 27.02.2020 09:53
    Highlight Highlight Klassisches Verhalten von Diktatoren... just saying... 🤷🏻‍♂️
  • swisskiss 27.02.2020 09:34
    Highlight Highlight Sind Trumps Leute wirklich daran interessiert, die Grenze der Meinungsfreiheit im US System auszuloten? Dieselben Leute, die Trumps Lügen als "alternative Fakten" "subjektives Empfinden" und "Informationen aus anderen Quellen" rechtfertigen?

    Oder hat Trumps Wahlkampfteam schon vergessen, dass durchaus die Absicht bestand, belastendes Material gegen Clinton von den Russen zu erhalten, wie das Trump Tower Treffen zeigte?

    Oder schlicht ein neues mediales Gefechtsfeld provozieren, um von der Börsenschwäche abzulenken?
  • Gopfridsenkel 27.02.2020 09:27
    Highlight Highlight Was ich denk und selber tu, trau ich auch dem andern zu...
  • Alpenstrich 27.02.2020 08:43
    Highlight Highlight Gute Wahlkampfstrategie!

    Er kauft sich mit Hilfe der Klage Munition für seine "Medien sind FakeNews" Propaganda und blockiert ggfls. ein grosses Anti-Trump-Medium durch rechtliche Mittel.



  • Filzstift 27.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Ein Wunder, dass Trump den Herrn Löpfe noch nicht verklagt hat.
    • ThePower 27.02.2020 11:53
      Highlight Highlight Glaubst du wirklich, ein amerikanischer Durchschnittstrottel wie Trump versteht eine Fremdsprache und weiss, wo Europa (geschweige denn die Schweiz) liegt? Also alles kein Problem, Löpfe ist safe😎
    • Chancho 27.02.2020 18:33
      Highlight Highlight @ ThePower
      Warum sollte er nicht wissen wo die Schweiz liegt?
      Das ist doch die Hauptstadt von Davos. 😉
  • uicked 27.02.2020 07:30
    Highlight Highlight Können sie jetzt den ganzen Müller-Bericht ungeschwärzt als Beweismittel einbringen?
    • Basti Spiesser 27.02.2020 08:10
      Highlight Highlight Er hatte keine Beweise für eine Geheimabsprache von Trumps Team mit Vertretern Russlands gefunden.

      Schreibt euch das mal hinter die Ohren.
    • P. Meier 27.02.2020 10:52
      Highlight Highlight @Basti Spiesser; keine rechtlich verwertbaren Informationen, trifft es wohl eher.
    • Basti Spiesser 27.02.2020 10:54
      Highlight Highlight Falls ihr Beweise habt, Schiff und Pelosi wären sehr froh drum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 27.02.2020 07:28
    Highlight Highlight Möglicherweise freut sich die New York Times zu früh.
    Trump kann erstens mit dieser konstruierten Klage den für ihn lästigen und unbequemen, weil schmutzige Tatsachen zu Tage fördernden, Journalismus zu teuren Anwaltskosten zwingen so dass die New York Times sehr viel Zeit, Kraft und Geld in einen destruktiven juristischen Kleinkrieg stecken muss.
    Ausserdem fühlt sich Trump zunehmen auch als "Oberster Richter über alle Richter", da er im Justizminister und im Gremium des Supream Court der USA lauter loyal unterwürfige, parteiische Hampelmänner eingesetzt hat.
    Ich befürchte das Schlimmste... :(
    • Pafeld 27.02.2020 14:50
      Highlight Highlight Naja. Ist nicht die erste Klage in der Form, die er anstrebt. Trumps Erfolgstories vor Gericht, wenn er jemandem den Mund verbieten wollte, endeten meist mit einer Niederlage für ihn. Generell kann gesagt werden, dass Trump vor Gericht nur bestehen kann, wenn die Gegenseite aus finanziellen Gründen aufgibt. Und die NYT wird (Nothalls mit Hilfe von Crowdfunding) kaum Mühe haben, diesen Prozess durchzustehen.
  • bruuslii 27.02.2020 07:24
    Highlight Highlight "Trumps Wahlkampfteam habe sich an die Gerichte gewandt, um einen Autor dafür zu bestrafen, dass er eine Meinung habe, die es für inakzeptabel halte. Glücklicherweise schütze das Gesetz das Recht der Amerikaner auf freie Meinungsäusserung."

    wenn es nach trump geht, darf jeder seine meinung frei äussern, solange sie trumps meinung entspricht.

    mal schauen, ob trump die gerichte wieder so manipulieren kann, dass sie allfällige entscheide revidieren müssen (wie bereits bei verurteilten trump-freunden geschehen).

    dann wird sich zeigen, ob die "freude" der ny times berechtigt ist.

    🍌republik!
    • Froggr 27.02.2020 11:11
      Highlight Highlight Deutschland verbietet den Parteien mot der AfD zusammenzuarbeiten. 🍌republik! (Wer sucht, der findet)
    • Wiedergabe 27.02.2020 17:57
      Highlight Highlight Froggr, diese Aussage ist dermassen falsch, da kann man nur staunen.
      Ist das allen ernstes das, wie sie Kemmerichs Wahl zu verstehen glauben..?
      Mein Gott!
      Da die Zeichen nicht ausreichen, bitten sie doch einen Freund darum, ihnen die Sache zu erklären, bevor sie noch weiter irgendwelche Verschwörungen verbreiten.
  • Stubenhocker 27.02.2020 07:18
    Highlight Highlight Discovery wird interessant. Schliesslich müssten Trumps Leute beweisen können, das was geschrieben wird, auch wirklich unwahr ist. Und dazu müssten sie Beweismittel vorzeitigen, welche sie bis anhin geblockt hatten.
  • Alice36 27.02.2020 07:07
    Highlight Highlight Glücklicherweise schütze das Gesetz das Recht der Amerikaner auf freie Meinungsäusserung. «Wir freuen uns darauf, dieses Recht in diesem Fall zu verteidigen.»

    Wenn sie sich da mal bloß nicht verschätzt. Unter Trump hat sich diesbezüglich einiges geändert und auch die Richter sind nicht mehr was sie mal waren, speziell wenn es um Trump geht.
  • Zeit_Genosse 27.02.2020 07:06
    Highlight Highlight Das Wahlkampfteam muss nicht gewinnen, sondern für die bevorstehenden Wahlen die NYT beschäftigen und sein Argument der Fake-News-Medien lebendig für seine Wählerbasis öffentlich machen. Er erhält dafür mediale Durchdringung. Er ist nicht zu stoppen wenn er seine Wählerbasis weiterhin so geschickt anspricht und mobilisiert. So geht Wahlkampf in den USA.
    • Sandro Lightwood 27.02.2020 09:09
      Highlight Highlight Wie gross schätzt du seine Wählerbasis ein? Also wirklich die Basis?
    • Froggr 27.02.2020 11:16
      Highlight Highlight Sandro: etwa 35% schätze ich. In den approval ratings ist er überall wieder beinahe bei 50% und ich denke die wird er noch knacken. Und wir kennens ja, viele geben nicht gerne zu, dass sie für Trump stimmen werden. Möglicherweise ist die Basis also gar höher als 35%.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.02.2020 14:15
      Highlight Highlight Sicher doch Froggr.
      Und der folgende Screenshots widerlegt leider das, was du behauptest.
      Komm also mal mit wirklichen Fakten, anstatt mit alternativen Fakten.
      Benutzer Bild
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  • Butschina 27.02.2020 06:44
    Highlight Highlight Spannend. Die Sache könnte für Trump ziemlich peinlich werden. Mehr wohl leider auch nicht.
    • Linus Luchs 27.02.2020 08:27
      Highlight Highlight Trump selber kennt das Gefühl der Peinlichkeit nicht. Ihm ist nichts peinlich. Höchstens seine Entourage könnte gelegentlich so etwas in dieser Richtung verspüren.
    • Froggr 27.02.2020 11:17
      Highlight Highlight Peinlich hin oder her. Seine Wähler finden dies sicherlich den richtigen Schritt. Also wird es ihm mehr helfen als schaden.

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