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Meloni: US-Militäreinsatz auf Grönland unwahrscheinlich

Meloni: US-Militäreinsatz auf Grönland unwahrscheinlich

09.01.2026, 15:2009.01.2026, 16:16
epa12637902 Italian Prime Minister Giorgia Meloni gestures as she holds her end-of-year press conference, in Rome, Italy, 09 January 2026. Though traditionally an end-of-year review, the conference ha ...
Giorgia Meloni in Rom, 09.01.2025.Bild: keystone

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hält einen Einsatz militärischer Gewalt durch die USA zur Annexion Grönlands für unwahrscheinlich.

«Ich glaube nicht an die Hypothese, dass die USA eine militärische Aktion auf Grönland starten – eine Option, die ich nicht unterstützen würde», sagte die Politikerin auf ihrer jährlichen Pressekonferenz in Rom.

Ein solcher Schritt sei in niemandes Interesse und nutze niemandem. Meloni fügte hinzu: «Ich denke, es wäre nicht einmal im Interesse der USA, um das klar zu sagen.» Zu einer möglichen europäischen Reaktion auf einen Einsatz des US-Militärs, sollte er denn eintreten, sagte die rechte Politikerin: «Wenn diese Eventualität eintreten sollte, werden wir darüber sprechen.»

Sorge über US-Absichten in Grönland

Meloni gilt als Sympathisantin von US-Präsident Donald Trump und als eine seiner wichtigsten Verbündeten in Europa. Der US-Angriff auf Venezuela vor knapp einer Woche hatte in der internationalen Gemeinschaft Sorgen über die Absichten der USA mit Blick auf Grönland geweckt. Trump zeigt aktuell verstärkt Interesse an der zum Königreich Dänemark gehörenden Arktisinsel.

Grönland habe für die Interessen und Sicherheit der USA eine wichtige strategische Bedeutung, sagte Meloni. Ausserdem sei es ein Gebiet, in dem viele ausländische Akteure aktiv sind. In diesem Kontext deutete sie an, Verständnis für Sorgen der USA zu haben. «Ich denke, die Botschaft der USA ist, dass sie übermässige Einmischungen ausländischer Akteure nicht akzeptieren werden.»

Meloni: «Wenn ich nicht einverstanden bin, sage ich es ihm»

Über ihr Verhältnis zum US-Präsidenten sagte Meloni: «Es gibt viele Dinge, bei denen ich nicht mit Trump übereinstimme. Zum Beispiel denke ich, dass das Völkerrecht verteidigt werden muss, und wenn Regeln verletzt werden, sind wir alle stärker exponiert.» Über Meinungsverschiedenheit sprechen die beiden nach den Worten von Meloni offen: «Wenn ich nicht einverstanden bin, sage ich es ihm.» (sda/dpa)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ImmerMitderRuhe
09.01.2026 15:56registriert Februar 2023
Merkt Euch, das gilt auch für Meloni; bei Trump ist nichts unmöglich.
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Genau ich
09.01.2026 16:01registriert Juli 2025
Der Schurkenstaat Nummer 1 wird sich Grönland holen. Mit oder ohne Militär. Die Gespräche mit Putin und Xi gingen nur darum, wer sich was holen darf und wie.....
Europa / Schweiz wacht endlich auf.
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