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Donald Trump am Mittwoch im Weissen Haus bei einer Kabinettssitzung. 
Donald Trump am Mittwoch im Weissen Haus bei einer Kabinettssitzung. 
Bild: AP/AP

«Danke, nein» – hat Trump die russische Einmischung nun doch wieder abgestritten?

18.07.2018, 22:33

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit Äusserungen über eine Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf für Verwirrung gesorgt. Er verneinte zuerst auf eine Frage hin, dass sich Russland weiterhin in den USA einmischt. Später dementierte seine Sprecherin.

Zwei Tage nach seinem auch in den eigenen Reihen umstrittenen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin antwortete Trump auf die Frage einer Journalistin, ob sich Russland weiterhin in den USA einmische zuerst «Danke, nein». Dazu schüttelte Trump den Kopf. Auf die Nachfrage, ob er nicht glaube, dass dies der Fall sei, antwortete Trump erneut: «Nein.»

«Er hat auf die Frage nicht geantwortet»

Der US-Präsident widersprach damit erneut dem eigenen Geheimdienst. Drei Stunden später teilte das US-Präsidialamt allerdings mit, Trump habe keineswegs erklärt, dass Russland sich nicht länger einmische.

Der Präsident habe vielmehr «Nein» gesagt, weil er keine weiteren Fragen mehr habe beantworten wollen, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders vor Journalisten. «Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen, er hat auf die Frage nicht geantwortet», erklärte sie. Allerdings sprach Trump nach seinem doppelten Nein noch etwa eine Minute lang mit den Reportern.

«Er glaubt, dass sie sicherlich wieder auf die US-Wahlen abzielen», erklärte Sanders. «Der Präsident hat Wladimir Putin klargemacht, dass er sich aus US-Wahlen heraushalten soll.»

Sarah Sanders, Sprecherin des Weissen Hauses.
Sarah Sanders, Sprecherin des Weissen Hauses.
Bild: EPA/EPA

US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats hatte am Freitag gesagt: «Die Warnlichter blinken wieder rot. Die digitale Infrastruktur ist heute buchstäblich unter Angriff.» Täglich verübten «ausländische Akteure» wie Russland, China, der Iran oder Nordkorea Cyber-Angriffe auf Ziele in den USA. Russland sei dabei «ohne Frage der aggressivste ausländische Akteur». (sda/dpa/reu)

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