International
Iran

US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg

Rubio schleust Waffenexport für 25 Milliarden USD an Nahost-Länder am Kongress vorbei

02.05.2026, 22:3302.05.2026, 22:34
epa12911674 US Secretary of State Marco Rubio speaks during a Memorandum of Understanding Signing Ceremony for the US-EU Strategic Partnership on Critical Minerals with European Commissioner for Trade ...
Arbeitet gern am Gesetzgeber vorbei: US-Aussenminister Marco Rubio.Bild: keystone

Das US-Aussenministerium hat milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt. Per Notfallbeschluss habe Aussenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 19,5 Mrd. Franken) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.

Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hiess es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner «derzeit angegriffen werden».

Gregory Meeks, führender Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, wertete den Schritt als Missachtung des Kongresses. Von den aufgeführten Exporten betreffe nur einer Verteidigungsgüter, die sofort exportiert werden könnten. «Die Regierung nutzt den Vorwand einer Notstandserklärung, um Verkäufe durchzusetzen, die keinen dringenden Bezug zu aktuellen Konflikten haben», teilte er mit.

Gemeinsam mit Israel hatten die USA den Iran Ende Februar angegriffen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
37 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Reinhard51
02.05.2026 22:44registriert November 2025
Gibt es hier nicht welche die diesen Rubio für das kleinere Übel halten. Der ist kein Haar besser als Trumpler Wanze & co.
1107
Melden
Zum Kommentar
avatar
dmark
03.05.2026 00:07registriert Juli 2016
"Per Notfallbeschluss"
Die ganze Regierung läuft schon seit Beginn unter Notfall.
Ich würde sogar sagen, dass das ganze Land bald zum Notfall wird.
991
Melden
Zum Kommentar
avatar
banda69
03.05.2026 00:35registriert Januar 2020
Was passiert, wenn Rechtspopulisten an der Macht sind, sehen wir tagtäglich.

Ich bin dankbar, dass unsere Rechtspipulisten nie ihr erklärtes Ziel von mehr als 50% Wahleranteil erreicht haben. Es wäre eine Katastrophe für unser Land.

Rechtspopulisten sind brandgefährlich und die Totengräber von Demokratie und Freiheit.
9810
Melden
Zum Kommentar
37
7 Mitte-Nationalräte schwenken um: AKW-Verbot könnte kippen – die Sonntagsnews
Sieben Mitte-Nationalräte wollen der Aufhebung des AKW-Neubauverbots in der Junisession zustimmen und das Seco verweigert die Herausgabe von Dokumenten zum Zollstreit mit den USA – die Sonntagsnews.
Sieben Mitte-Nationalräte wollen laut «SonntagsZeitung» der Aufhebung des AKW-Neubauverbots zustimmen. Eine Umfrage der Zeitung bei Nationalräten um Markus Ritter und Elisabeth Schneider-Schneiter habe ergeben, dass sie in der Junisession ein Ja planten. Zusammen mit SVP und FDP würde dies für eine knappe Mehrheit von 101 zu 99 Stimmen im Nationalrat reichen. Bei der SVP gelte eine geschlossene Zustimmung als sicher, während auch in der FDP von einer einheitlichen Unterstützung ausgegangen werde. Stimme der Nationalrat zu, wäre der Entscheid auf parlamentarischer Ebene gefällt, nachdem der Ständerat bereits zugestimmt habe. Das letzte Wort dürfte jedoch das Volk haben, da die Grünen ein Referendum angekündigt hatten. Damit stünde ein zentrales Element der Energiestrategie von 2017 zur Disposition. Innerhalb der Mitte-Partei dürfte dies für Spannungen sorgen, da der Atomausstieg massgeblich von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard geprägt wurde.
Zur Story