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Aussenministertreffen zu Normalisierung der US-Beziehungen mit Moskau

20.05.2021, 05:39
Lawror und Blinken in Reykjavik.
Lawror und Blinken in Reykjavik.
Bild: keystone

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow hat bei seinem ersten Amtstreffen mit dem neuen US-Kollegen Antony Blinken die Bereitschaft Moskaus zu einer Normalisierung der Beziehungen mit Washington betont. Lawrow dankte Blinken in Reykjavik für die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs, wie die Agentur Interfax in der Nacht zum Donnerstag meldete. Bei dem Treffen gehe es darum, wie das russisch-amerikanische Verhältnis ungeachtet vieler Differenzen weiterentwickelt werden könne. Blinken meinte vor laufenden Kameras zu Beginn des Gesprächs: «Es ist auch kein Geheimnis, dass wir unsere Differenzen haben.»

US-Präsident Joe Biden habe Kremlchef Wladimir Putin wissen lassen, dass die USA reagieren würden, wenn Russland aggressiv gegen die Vereinigten Staaten oder deren Partner und Verbündete vorgehe, sagte Blinken. Auch Lawrow meinte: «Unsere Einschätzungen zur internationalen Lage gehen stark auseinander, wir haben völlig andere Herangehensweisen an die Aufgaben, die wir für eine Normalisierung der Lage lösen müssen.» Trotzdem gebe es Fragen in der internationalen Politik, bei denen beide Seiten ähnliche Interessen und die Chance für eine Zusammenarbeit hätten.

Es wurde erwartet, dass die beiden Minister auch über einen möglichen Gipfel Putins und Bidens in einem europäischen Land im Juni beraten. Der Kreml hat dem Vorschlag Bidens bisher nicht zugestimmt und begründet das mit einer noch laufenden Analyse der Situation. Besprechen wollte Lawrow mit Blinken zudem die jüngste Eskalation im israelisch-palästinensischen Konflikt, die umstrittenen Atomprogramme Nordkoreas und des Irans sowie die Lage in Afghanistan und Fragen der strategischen Stabilität.

Die Minister kamen am Rande einer Sitzung des Arktischen Rates zusammen, in dem Russland an diesem Donnerstag für die kommenden zwei Jahre den Vorsitz übernimmt. Auf dem Ministertreffen, das alle zwei Jahre über die Bühne geht, wird der bisherige Ratsvorsitzende Island die Führung in Reykjavik offiziell an die Russen übergeben. (sda/dpa)

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quelle: keystone / saul loeb
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