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Former President Barack Obama speaks during the Obama Foundation Summit at the Illinois Institute of Technology in Chicago, Tuesday, Oct. 29, 2019. (Ashlee Rezin Garcia/Chicago Sun-Times via AP)

Bild: AP

Obama sagt, was er von politischer Korrektheit hält – Spoiler: nicht viel



Der frühere US-Präsident Barack Obama sprach am Dienstag an einem Treffen seiner Obama Foundation in Chicago, Illinois. Dabei thematisierte er politische Puristen, Twitter-Aktivisten und Social-Justice-Warriors.

«Diese Vorstellung von politischer Korrektheit, sozialer Wachsamkeit und völliger Unvoreingenommenheit – davon sollte man sich schnell verabschieden.»

Die Welt sei chaotisch, es gebe nicht nur schwarz und weiss, es herrschen oftmals Unklarheiten, sagte Obama. Menschen, die gute Dinge tun würden, hätten auch Fehler. Genauso wie Menschen, mit denen man überhaupt nicht einverstanden ist, ihre Kinder bedingungslos lieben, gute Eltern sind und vielleicht in einigen Punkten die gleiche Meinung vertreten wie man selbst.

Eine Gefahr, die Obama bei jungen Menschen in den Universitäten des Landes sehe, sei der Glaube, dass man Veränderung erreiche, indem man so verurteilend wie möglich gegenüber Andersdenkenden sei.

«Ein Beispiel: Ich twittere darüber, wie jemand etwas nicht richtig gemacht hat oder das falsche Wort benutzt hat und fühle mich dann gut. Weil mann, hast du gesehen, wie politisch korrekt ich war? Dir hab ich's gezeigt!»

Das sei kein Aktivismus und bringe auch keine Veränderung, sagte Obama. «Wenn du nur Steine wirfst, weisst du, dann wirst du nicht sonderlich weit kommen».

(dfr)

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