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U.S. President Barack Obama arrives on Air Force One at Hangzhou Xiaoshan International Airport in Hangzhou in eastern China's Zhejiang province, Saturday, Sept. 3, 2016. President Obama hopes to highlight his administration's ongoing commitment to the G20 as the premier forum for international economic cooperation as well as the U.S. rebalance to Asia and the Pacific. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Obama entsteigt in Hangzhou der Air Force One. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

«Das ist unser Flughafen. Das ist unser Land» – Zwischenfall bei Obama-Empfang in China



Spannungen zwischen den USA und China haben die Vorbereitungen zum G20-Gipfel überschattet. Nicht nur der Inselstreit im Südchinesischen Meer und ein Raketenabwehrsystem in Südkorea sorgten für Verstimmung, sondern auch das Ankunftsprozedere am Flughafen in Hangzhou.

Zwischen chinesischen Sicherheitsbeamten und der US-Delegation kam es zu Wortgefechten und Rangeleien.

Erst stand keine Rolltreppe für die Präsidentenmaschine bereit, so dass Präsident Obama fern von TV-Kameras aus dem Flugzeug aussteigen musste. Dann gab es einen Zwischenfall zwischen den chinesischen Sicherheitskräften und mitreisenden US-Journalisten sowie auch der US-Sicherheitsberaterin Susan Rice.

«Ein Mitglied der chinesischen Delegation schrie Mitarbeiter des Weissen Hauses von dem Moment an, an dem die Mediengruppe das Rollfeld betrat», hiess es in Schilderungen von beteiligten US-Journalisten. «Er wollte, dass die US-Presse verschwindet.»

Die Journalisten sollten sich hinter ein blaues Seil zurückziehen – weg von der Ankunftsszene. Auf Widerstand der Journalisten und Mitarbeiter des Weissen Hauses rief er: «Das ist unser Flughafen. Das ist unser Land.»

Als Sicherheitsberaterin Rice und ihr Vize Ben Rhodes das Seil hoben, um zur Ankunft des Präsidenten zu kommen, habe der Mann verärgert versucht, sie daran zu hindern. Der Ablauf des Empfangs sei eigentümlich gewesen. «Sie taten etwas, das nicht erwartet worden war», sagte Rice auf Fragen zu den Vorfällen vom Samstag, die die Berichte vom Obama-Besuch in US-Medien dominierten.

U.S. President Barack Obama and Chinese President Xi Jinping walk together at West Lake State Guest House in Hangzhou, in eastern China's Zhejiang province, September 3, 2016. REUTERS/Carolyn Kaster/Pool

Spannungsgeladener «Spaziergang»: Barack Obama und Xi Jinping, mit Begleitern. Bild: POOL/REUTERS

China reagiert verärgert

China reagiert verärgert auf die Kritik von US-Präsident Barack Obama an der chinesischen Vormachtpolitik in den Inselstreitigkeiten mit seinen Nachbarn. Das Aussenministerium sprach von «unverantwortlichen Bemerkungen».

Staats- und Parteichef Xi Jinping wies in seinem Gespräch mit Obama die Vorwürfe zurück und forderte die USA auf, vielmehr «eine konstruktive Rolle» bei der Wahrung von Frieden und Stabilität im Südchinesischen Meer zu spielen. China werde «unerschütterlich» seine territoriale Souveränität und maritimen Interessen schützen, warnte Xi.

Raketen als Bedrohung

Mit Nachdruck brachte Xi in seinem Gespräch auch den Widerstand gegen die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea vor. China betrachtet die Defensivmassnahme als Bedrohung, obwohl sie sich gegen Provokationen Nordkoreas richtet. Xi forderte Obama auf, die strategischen Sicherheitsinteressen Chinas zu respektieren.

Nach dem Empfang von führenden chinesischen Menschenrechtlern durch Sicherheitsberaterin Susan Rice am Dienstag im Weissen Haus kritisierte Xi auch die Einmischung der USA in Chinas innere Angelegenheiten und verteidigte die chinesische Menschenrechtslage.

Allein in der Klimapolitik schienen beide Präsidenten einig, nachdem sie UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Samstag die formellen Dokumente zur Annahme des Pariser Klimaabkommens übergeben hatten.

(sda/dpa)

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