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Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton geht als klarer Sieger aus dem Ring.
Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton geht als klarer Sieger aus dem Ring.
Bild: keystone

Ex-Präsidenten-Neffe George P. Bush schleimt sich bei Trump ein – und wird dann abserviert

27.07.2021, 16:3527.07.2021, 17:43

Dieser Schuss ging definitiv nach hinten los: George P. Bush, der Sohn von Ex-Präsidentschaftskandidat Jeb Bush und Neffe des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, hatte grosses vor und ist dabei hart gelandet.

Der 45-Jährige, seit 2014 Texas Land Commissioner und studierter Jurist, wollte den texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton in einer Vorwahl herausfordern, wie die «Huffington Post» schreibt. So weit, so nachvollziehbar, das Amt ist angesehen, Bushs Ambitionen verständlich.

George P. Bush mit seiner Frau Amanda an einer Wahlkampfveranstaltung im Juni 2021.
George P. Bush mit seiner Frau Amanda an einer Wahlkampfveranstaltung im Juni 2021.
Bild: keystone

Auch zu erwähnen: Amtsinhaber Paxton wurde wegen Wertpapierbetrugs angeklagt, das FBI ermittelt obendrauf wegen Ungereimtheiten was Spenden betrifft gegen den Staatsanwalt. Der Republikaner im Gegenzug verklagte im Zuge der US-Wahl und im Namen von Donald Trump vier umkämpfte US-Bundesstaaten, kam beim Obersten Gerichtshof aber nicht durch.

Beide Opponenten, sowohl George P. Bush als auch Ken Paxton, buhlten im Vorfeld der Wahl um die Gunst von Donald Trump – vor allem bei Bush sorgte diese Aktion für Erstaunen und anschliessenden Spott bei der Twitter-Gemeinde, hat der Trump doch so ziemlich die ganze Bush-Familie verbal attackiert, vom Vater George P.s, über seine Mutter, Onkel und Grossvater – ja sogar die Grossmutter bekam Trump'sches Fett ab.

Dies liess George P. Bush nicht davon abhalten, vor zwei Wochen ein Foto von sich und Donald Trump auf Twitter zu posten und dazu zu schreiben:

«Die ausser Kontrolle geratene Politik der Linken untergräbt das Gefüge unserer Nation. Es war grossartig, Präsident Trump heute zu sehen und darüber zu diskutieren, wie wir als Partei zusammenkommen müssen, um die Prioritäten von America First wiederherzustellen. Ich schätze seine Freundschaft und seine freundlichen Worte, da wir gemeinsam daran arbeiten, Amerika grossartig zu halten.»
George P. Bush auf Twitter

Und was macht Trump als Dank für diese Lobeshymne, mit der George P. Bush – so die Twitter-User – seine ganze Familie verraten hat? Er spricht Amtsinhaber Ken Paxton seine «volle und uneingeschränkte Unterstützung» zu und sägt George P. Bush damit komplett ab.

«Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat sich tapfer an vorderster Front im Kampf für Texax und Amerika gegen die bösartigen und sehr gefährlichen linksradikalen Demokraten und die törichten und ahnungslosen RINOs*, die unser Land zerstören, eingesetzt. Ken ist stark in den Bereichen Kriminalität, Grenzsicherheit, zweiter Verfassungszusatz, Integrität der Wahlen und vor allem unserer Verfassung. Er liebt unser Militär und unsere Veteranen. Es braucht einen PATRIOTEN wie Ken Paxton, um die America-First-Politik voranzutreiben, damit Amerika wieder gross wird. Ken hat meine volle und uneingeschränkte Unterstützung für eine weitere Amtszeit als Generalstaatsanwalt von Texas. Er ist ein echter Texaner, der Texas sicher halten wird – und er wird Sie niemals im Stich lassen.»

*RINO steht für «Republican In Name Only». Damit meinen Republikaner Mitglieder der republikanischen Partei, die bezüglich ihrer Ansichten und Handlungen nicht im republikanischen Sinne handeln.

Als wäre die Demütigung für George P. Bush nicht schon gross genug, kommt jetzt, was im Zeitalter von Social Media nach solch missglückten Aktionen immer kommt: Reihenweise Häme.

Ob Bush Junior vielleicht doch als Letzter lacht, erfahren wir im November 2022. Dann findet die Wahl zum Generalstaatsanwalt statt.

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quelle: keystone / manuel balce ceneta
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