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US-Topvirologe Fauci: Seit zwei Wochen nicht mit Trump gesprochen



FILE - In this Saturday, Feb. 29, 2020 file photo, National Institute for Allergy and Infectious Diseases Director Dr. Anthony Fauci speaks as President Donald Trump and Vice President Mike Pence listen during a briefing about the coronavirus in the press briefing room at the White House in Washington. At right is Robert Redfield, director of the Centers for Disease Control and Prevention. Fauci has said he isn't active in organized religion but credited his Jesuit schooling with burnishing the values that drive his public service. (AP Photo/Carolyn Kaster)
Donald Trump

Fauci und Trump: Sprechen nicht mehr zusammen. Bild: keystone

Der führende US-Virologe in der Corona-Krise, Anthony Fauci, hat eigenen Worten zufolge in den vergangenen zwei Wochen kein einziges Mal mit Präsident Donald Trump gesprochen.

Das letzte Mal sei vor etwa 14 Tagen gewesen, dabei sei es um Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegangen, sagte Fauci am Dienstag (Ortszeit) dem öffentlichen Radiosender WAMU. Die Infektionszahlen in den USA stiegen zuletzt mit ersten Lockerungen der Corona-Regeln in einigen Bundesstaaten merklich an.

Mit 2.1 Millionen bestätigten Corona-Infizierten liegt das Land weltweit vor Brasilien (mehr als 923 180 Fälle) sowie Russland (mehr als 544 700 Fälle), wie aus den jüngsten Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwochmorgen (MESZ) hervorgeht. Auch bei der Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, sind die USA mit weltweit mehr als 116 960 am härtesten getroffen. Brasilien folgt derzeit an zweiter Stelle mit mehr als 45 200 Toten vor Grossbritannien mit gut 42 000 Opfern.

Zwischen Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten ist und die US-Regierung berät, sowie Trump hatte es in der Vergangenheit Spannungen darüber gegeben, wie mit der Corona-Pandemie umgegangen werden soll. Beide waren im März und April noch gemeinsam in täglichen, live übertragenen Pressekonferenzen aufgetreten. Doch Trump stellte diese ein, um den Fokus weg vom Ausbruch und hin zur Wiederöffnung der Wirtschaft zu schwenken.

Im Radiointerview sagte Fauci nun, eine zweite Ansteckungswelle «ist nicht unvermeidbar». Doch die US-Staaten müssten in der Lage sein, Kontakte Infizierter zurückverfolgen zu können, um neue Ausbrüche zu vermeiden. Fauci rief zudem Teilnehmer der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt dazu auf, Gesichtsmasken zu tragen. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • swisskiss 17.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Wieso sollte man unangenehme Wahrheiten ( danke Al Gore!) hören wollen, wenn man neue Rallies ohne Maske ohne Abstand, ohne Tests plant?

    Trump ist schon lange vom Krankheitsschützer zum Wirschaftsschützer mutiert.

    Da will sich Donald sicher nicht mit der CDC und Faucci austauschen wenn gleichzeitig Trumps Rally in Tusla, mit dem Verweis auf die Empfehlungen der CDC, von Trumpgegnern verhindert werden soll.

    Der Graben zwischen Wissenschaft und Politik wird immer breiter, je mehr die Politik die Wissenschaft ignoriert. Da sind Trump und auch Pence beste Beispiele, was "Realpolitik" bedeutet.
  • bcZcity 17.06.2020 11:18
    Highlight Highlight USA, Brasilien, Grossbritannien. Na das passt doch, dort sind 3 ganz tolle an der Macht. Obwohl, Brasilien ist schon fast tragisch wer dort das Sagen hat, dicht gefolgt von Trump!

    Der hat übrigens keine Zeit für Virologen, er kämpft gerade um seinen Stuhl im weissen Haus.

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