International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Friday, April 21, 2017, file photo, President Donald Trump poses for a portrait in the Oval Office in Washington. Trump will mark the end of his first 100 days in office with a flurry of executive orders as he looks to fulfill campaign promises and rack up victories ahead of that milestone. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Verdankt er seine Wahl russischer Einflussnahme? Die Untersuchung des Senats muss mit wenig Personal zurechtkommen. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Nur sieben Mitarbeiter: US-Senat untersucht Trumps Russland-Connection auf Sparflamme



Die mögliche Einflussnahme Russlands im US-Wahlkampf schwebt weiterhin wie eine dunkle Wolke über der Trump-Administration. Es wäre die Aufgabe des US-Kongresses, zu klären, ob Russlands Regierung versucht hat, mit Hilfe von Hacker-Attacken auf die Kampagne von Hillary Clinton, dem Veröffentlichen für sie schädlicher Informationen und der Koordination mit Vertretern des Trump-Lagers die Wahl zugunsten von Trump zu beeinflussen.

Der Republikaner Devin Nunes schadete als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhaus mit seinem Verhalten der Glaubwürdigkeit der Untersuchung. Er musste vom Vorsitz der Russland-Untersuchung zurücktreten. Der Senat wollte es besser machen.

Fast achtmal weniger Mitarbeiter als die Benghazi-Untersuchung

Der Vorsitzende, der Republikaner Richard Burr und der ranghöchste Demokrat, Senator Mark Warner, versprachen eine überparteilich geführte, gründliche Untersuchung. Doch Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters belegen, dass der Senat die Untersuchung mit weit geringeren personellen Ressourcen ausgestattet hat als vergleichbare Unternehmen in der Vergangenheit.

Momentan sind nur sieben Kongressmitarbeiter mit der Untersuchung beschäftigt, in Kürze sollen zwei weitere hinzu kommen. Zum Vergleich: Die Untersuchung des Repräsentantenhaus zum Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Benghazi im Jahr 2012 wurde mithilfe von 46 Mitarbeitern und acht Praktikanten durchgeführt.

Bei dem Angriff wurde US-Botschafter Christopher J. Stevens sowie drei weitere Amerikaner von bewaffneten Islamisten getötet. Das Verhalten der damaligen Aussenministerin Hillary Clinton wurde von den Republikanern während Jahren aufs Schärfste kritisiert.

Keine Ermittlungserfahrung, keine Russland-Kenntnisse

Die Watergate-Affäre, die 1974 zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon geführt hatte, liess der Senat mit 133 Mitarbeitern untersuchen, die fehlerhaften Geheimdienstinformationen, die zum zweiten Irak-Krieg geführt hatten, von 88 Mitarbeitern.

Ein Informant sagte gegenüber «Reuters», dass keiner der Mitarbeitenden der Russland-Untersuchung nennenswerte Erfahrung mit Ermittlungsarbeit oder vertiefte Russland-Kenntnisse mitbringe. Bislang seien keine aktuellen oder ehemaligen Trump-Verbündete oder -Mitarbeiter befragt worden, denen Kontakte zum russischen Geheimdienst unterstellt werden.

The Senate Finance Committee's ranking member Sen. Ron Wyden, D-Ore., questions IRS Commissioner John Koskinen on Capitol Hill in Washington, Thursday, April 6, 2017.  (AP Photo/Cliff Owen)

Der Demokrat Ron Wyden will mehr Personal. Bild: AP/FR170079 AP

Der demokratische Senator Ron Wyden kritisierte die knappe Personaldecke: «Damit diese Untersuchung erfolgreich sein kann, muss der Ausschuss das ungeheure Ausmass der Aufgabe erkennen und die nötigen Ressourcen dafür zur Verfügung stellen.» (cbe)

Von George Washington bis Donald Trump: Alle 45 US-Präsidenten

Trump und Putin

Warum Blocher dringend zu Trump ins Medien-Training müsste

Link to Article

Trump, Erdogan, «IS» und Wohlstandsfaschismus – die Welt gerät aus den Fugen

Link to Article

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Link to Article

Warum Obamas brillante Rede auch für uns Schweizer wichtig ist

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 25.04.2017 19:59
    Highlight Highlight Wie lange glauben wir denn noch, dass ein populistischer, rechtsnationaler, denn das ist Trump, wenn er ständig brüllt, Amerika zuerst und Mauern zu Nachbarstaaten bauen will, ohne Korruption, ohne Proselyten, ohne Abhängigkeiten, ohne Gemauschel, ohne Bereicherung und Vetternwirtschaft usw. weiter, seinen Job machen könnte. Diese Schema zieht sich doch durch alle Rechtsregierungen von Salazar bis Kohl, von Kaczynski bis Orban und Berlusconi. Ich will ja nicht behaupten, dass alle anderen besser sind, die Chancen, einen besseren bei anderen Parteien zu finden, sind jedoch wesentlich grösser!
    13 2 Melden
    • pamayer 25.04.2017 22:31
      Highlight Highlight Klare Worte. Danke.
      5 1 Melden
  • N. Y. P. D. 25.04.2017 18:59
    Highlight Highlight Fast achtmal weniger Mitarbeiter als die Benghazi-Untersuchung.

    *Keine Ermittlungserfahrung, keine Russland-Kenntnisse.

    Was bin ich für ein Naivling ! Ich dachte allen Ernstes, dass bei dieser Ermittlung Vollgas gegeben wird. Alles ist korrumpiert, verseucht und durchdrungen vom Geldadel. Man ist so angewidert.

    *Dann stellt doch diese Mickey-Mouse-Bullshitübung ein. Das ist dermassen lächerlich.

    19 1 Melden
    • pamayer 25.04.2017 22:32
      Highlight Highlight He! Mit deinem Vergleich beleidigst du Mickey Mouse.🐭
      3 0 Melden
    • N. Y. P. D. 25.04.2017 23:07
      Highlight Highlight Stimmt.
      Alle mögen Mickey Mouse.
      User Image
      3 0 Melden

«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen? Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese …

Artikel lesen
Link to Article