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FILE PHOTO: A  billboard showing a pictures of US president-elect Donald Trump and Russian President Vladimir Putin is seen through pedestrians in Danilovgrad, Montenegro, November 16, 2016. REUTERS/Stevo Vasiljevic/File Photo

Wie steht es um das Verhältnis der beiden Polit-Schwergewichte? Bild: Stevo Vasiljevic/REUTERS

«Es gibt viele Mörder» – Trumps respektvoller Seitenhieb Richtung Putin

US-Präsident Donald Trump hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin als einen Mörder unter vielen bezeichnet und ihn mit den USA verglichen. Für seine Äusserungen erntete er aus den Reihen der Republikaner Kritik.



In einem Interview mit dem Sender Fox News, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte, wurde Trump auf Vorwürfe gegen Putin angesprochen, dieser sei für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten mitverantwortlich. «Es gibt viele Mörder», sagte Trump. «Wir haben viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?»

Laut den vorab veröffentlichten Interview-Auszügen bekundete Trump zudem erneut Respekt für Putin. «Ich respektiere ihn, so wie ich viele Leute respektiere», sagte er. «Aber das heisst nicht, dass ich mich mit ihnen verstehe.»

«Wir haben viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?»

Donald Trump

Für seine Äusserungen erntete der US-Präsident umgehend Kritik aus der eigenen republikanischen Partei, die Putin mehrheitlich kritisch sieht. Der Senator Mitch McConnell sagte, er denke nicht, dass sich das Verhalten der Führung in Moskau und Washington vergleichen lasse. Putin sei «ein früherer KGB-Agent, ein Gangster», der nicht durch eine «glaubwürdige Wahl» an die Macht gekommen sei.

FILE - In this Dec. 12, 2016 file photo, Senate Majority Leader Mitch McConnell of Ky., speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington. When President Donald Trump nominates a Supreme Court justice, Senate Democrats and Republicans will come under immense pressure. Liberals will insist that Democrats block the choice. Some conservatives will demand that McConnell blow up long-standing rules to get the new president's choice on the high court.  (AP Photo/Susan Walsh, File)

Senator Mitch McConnell ist über Trumps Äusserungen alles andere als glücklich. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

Auch der frühere US-Botschafter in Russland und Berater von Ex-Präsident Barack Obama, Michael McFaul, rügte Trump scharf: «Diese moralische Gleichwertigkeit von den USA und Russland, wie sie von Trump noch immer behauptet wird, ist ekelhaft (und ungenau)», schrieb er im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Parteikollegen sind irritiert

Trump hatte bereits im Wahlkampf seine Sympathie für Putin bekundet und damit viele Parteikollegen irritiert. Er kündigte an, sich für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau einzusetzen. Unter anderem will er im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») mit Russland zusammenarbeiten.

Seinen Standpunkt wiederholte der US-Präsident auch im Interview mit Fox News: Es sei «besser, sich mit Russland zu verstehen als das Gegenteil», sagte er. Es sei eine «gute Sache», wenn Russland die USA im Kampf gegen den «IS» unterstütze. (sda/afp/dpa)

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