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Ein zufriedener Jim Acosta verlässt das Gericht in Washington D.C.
Ein zufriedener Jim Acosta verlässt das Gericht in Washington D.C.
Bild: EPA/EPA

Sieg für CNN – das Weisse Haus muss Jim Acosta die Akkreditierung zurückgeben

16.11.2018, 16:3416.11.2018, 17:48

Das Weisse Haus muss den ausgesperrten CNN-Reporter Jim Acosta wieder zulassen. Ein US-Bundesrichter ordnete am Freitag in einer einstweiligen Verfügung die Wiederzulassung des Journalisten an.

Das Weisse Haus hatte Acostas Akkreditierung in der vergangenen Woche bis auf Weiteres suspendiert, nachdem US-Präsident Donald Trump und der Journalist bei einer Medienkonferenz verbal aneinandergeraten waren.

Trump gerät in Rage und verbannt CNN-Reporter

Video: srf

Nach der Entscheidung des Bundesrichters Timothy Kelly muss das Weisse Haus Acosta bis zu einer umfassenden Anhörung zu dem Fall wieder zulassen. Es müsse geprüft werden, ob durch das Vorgehen der Regierung die Pressefreiheit verletzt werde.

Das Weisse Haus hatte Acostas Akkreditierung in der vergangenen Woche nach einer turbulenten Medienkonferenz des Präsidenten bis auf Weiteres suspendiert. Während der Veranstaltung waren Trump und Acosta heftig aneinandergeraten, als der Reporter eine Frage zur Einwanderungspolitik des Präsidenten stellte. Der CNN-Journalist setzte sich dabei über Trumps Aufforderung hinweg, das Mikrofon abzugeben.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders begründete die anschliessende Suspendierung Acostas zunächst damit, dass der Reporter eine Praktikantin des Weissen Hauses angefasst habe, die ihm das Mikrofon abzunehmen versuchte. Diese Begründung wurde von vielen Seiten als fadenscheinig kritisiert, da Acosta die Frau allenfalls nur sehr leicht am Arm berührt hatte.

Helle Empörung

Die helle Empörung in den Reihen der Trump-Kritiker über die anschliessende Sanktionierung Acostas wurde durch ein Video verstärkt, das Sanders im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte. Die Szene aus der Medienkonferenz, als Acosta am Mikrofon festhielt, ist darin manipuliert – offenbar mit Absicht. Die Sequenz wird mit beschleunigter Geschwindigkeit gezeigt, wodurch es so wirkt, als würde Acosta der Praktikantin auf den Arm schlagen.

Nach mehreren Tagen änderte Sanders dann die Begründung und führte ins Feld, durch sein Festhalten am Mikrofon habe Acosta andere Journalisten in der Arbeit gestört, indem er sie daran gehindert habe, ebenfalls zu Wort zu kommen. Die Vereinigung der im Weissen Haus arbeitenden Korrespondenten solidarisierte sich allerdings mit dem CNN-Kollegen. Acosta und Trump führen schon seit langem eine Fehde gegeneinander.

In dem Streit wurde CNN von diversen weiteren Medien in Form von schriftlichen Stellungnahmen vor Gericht unterstützt. Zu den Unterstützern gehörte auch der direkte Konkurrent Fox News. Der konservative Sender berichtet überaus wohlwollend über Präsident Trump und gilt als dessen Lieblingssender. (cma/sda/afp)

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