International
USA

S-Ministerium ermittelt gegen Autorin Jean Carroll

Berichte: US-Ministerium ermittelt gegen Autorin Carroll

28.05.2026, 10:0328.05.2026, 10:06

Sie bezichtigte Donald Trump lange vor dessen Präsidentschaft des sexuellen Missbrauchs – und gerät jetzt ins Visier seiner Regierung: Medienberichten zufolge ermittelt das US-Justizministerium wegen Meineids gegen die Autorin Jean Carroll. Die Behörde prüfe, ob Carroll in dem Zivilverfahren gegen den heutigen Präsidenten nicht die Wahrheit gesagt habe, berichteten die Sender ABC News und CNN unter Berufung auf ungenannte Quellen.

FILE - E. Jean Carroll exits the New York Federal Court after former President Donald Trump appeared in court, Sept. 6, 2024, in New York. (AP Photo/Eduardo Munoz Alvarez, File)
E. Jean Carroll
Autorin Jean Carroll gerät ins Visier der Behörden.Bild: keystone

CNN zufolge geht es dabei um eine eidesstattliche Erklärung Carrolls, wonach sie keine externe Finanzierung für ihre Klage erhalten habe. Später sei aber bekanntgeworden, dass der Milliardär Reid Hoffman einen Teil der Kosten übernommen hatte. Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat sich laut CNN aus den Ermittlungen zurückgezogen, weil er zu der Zeit als Anwalt für Trump arbeitete.

Eine New Yorker Geschworenenjury sah es 2023 als erwiesen an, dass Trump die US-Autorin 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und später verleumdet hatte. Er wurde zu einer Entschädigung in Höhe von fünf Millionen US-Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) verurteilt. Trump wies die Anschuldigungen stets zurück. Strafrechtlich waren die Vorwürfe zwar verjährt, zivilrechtlich stand der Rechtsweg jedoch offen.

In einem zweiten Verleumdungsprozess wurde Trump Anfang 2024 zu einer Entschädigungszahlung von 83,3 Millionen Dollar an Carroll verurteilt. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
10
Kann Putins «Monsterrakete» auch Bern treffen? Das willst du jetzt zur Oreschnik wissen
Russland hat am Pfingstwochenende in der Ukraine wohl zum dritten Mal seine ballistische Mittelstreckenrakete «Oreschnik» eingesetzt. Das ist ein bewusster Einschüchterungsversuch und ein Signal an Europa.
Zum ersten Mal aufgetaucht ist die «Oreschnik» am Nachthimmel des 21. November 2024: Mehrere weisse Blitze gehen in kurzen Abständen auf die ukrainische Industriestadt Dnipro nieder.
Zur Story