DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Trump war fest der Meinung, von Obama abgehört worden zu sein.
Trump war fest der Meinung, von Obama abgehört worden zu sein.Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

US-Geheimdienstausschuss bestätigt: Keine Beweise, dass Obama Trump abhörte

15.03.2017, 20:1416.03.2017, 09:48

Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses hat keinerlei Belege für Donald Trumps Abhörvorwürfe an die Adresse seines Vorgängers Barack Obama. Der US-Präsident hatte am vorvergangenen Wochenende in einer Serie wütender Tweets erklärt, Obama habe ihn 2016 im Wahlkampf im Trump-Tower abhören lassen.

Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Devin Nunes, sagte am Mittwoch: «Ich glaube nicht, dass es ein aktuelles Anzapfen des Trump Towers gab.» Er fügte hinzu: «Wenn Sie Trumps Tweets wörtlich nehmen, dann war der Präsident eindeutig im Unrecht.» Trump habe die Sorge, dass andere staatliche Stellen ihn oder seine Mitarbeiter kontrolliert hätten, und das werde man herausfinden.

Obama wurde von Trump als «kranker Typ» bezeichnet. 
Obama wurde von Trump als «kranker Typ» bezeichnet. Bild: JEFFREY ARGUEDAS/EPA/KEYSTONE

Das Weisse Haus war bereits in den vergangenen Tagen von Trumps unbelegten Vorwürfen abgerückt. Sein Sprecher Sean Spicer sagte, Trump habe das Abhören nicht wörtlich gemeint, sondern in Anführungszeichen.

Trump hatte das angebliche Abhören zu einer Staatsaffäre stilisiert und Obama als «kranken Typ» bezeichnet. Auch der frühere Geheimdienstdirektor James Clapper hatte ein Abhören verneint. FBI-Direktor James Comey hatte das Justizministerium aufgefordert, sich von den Vorwürfen zu distanzieren. Es gibt bisher keinen einzigen Beleg für Trumps Anschuldigungen.

Umfragen unter Trumps Anhängern ergaben, dass sie dem Abhörverdacht in grosser Mehrheit Glauben schenken. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

36 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Marco Rohr
15.03.2017 20:38registriert Februar 2014
Das ist nur eine von vielen Aussagen von Trump, die innert kürzester Zeit als Unwahrheiten enttarnt werden konnten. Wieviel brauchts noch, bis auch der hinterletzte Trump-Wähler versteht, dass dieser Mann nichts weiter als heisse Luft liefert?
8712
Melden
Zum Kommentar
avatar
tobver
15.03.2017 21:41registriert Januar 2014
oder auch ein möglicher Titel: US-Geheimdienstausschuss bestätigt was alle schon wissen: Trump hat nichts im Hirn und stösst nur heisse Luft aus, kriegt aber alle Aufmerksamkeit die er will.
549
Melden
Zum Kommentar
avatar
yoh
15.03.2017 21:57registriert Februar 2016
Der letzte Satz tut schon ziemlich weh...
351
Melden
Zum Kommentar
36
21 Tote nach Terroranschlag in Mali

Bei einem Terroranschlag im westafrikanischen Mali sind nach Angaben der Armee 21 Menschen getötet worden. Davon waren 17 Soldaten der malischen Streitkräfte und vier Zivilisten, wie das Militär am Montagabend mitteilte. 22 weitere Menschen seien verletzt worden. Mali macht die Terrormiliz Islamischer Staat in der Sahelzone (ISGS) für den Anschlag im Norden des Landes, bei der Stadt Tessit, verantwortlich.

Zur Story