International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Jan. 26, 2015, file photo, Scott Smith, a supporter of open carry gun laws, wears a pistol as he prepares for a rally in support of open carry gun laws at the Capitol, in Austin, Texas. Despite its reputation as the trigger-happy heart of American gun culture, Texas is late to the open carry party, at least when it comes to handguns. On New Year’s Day, it’ll become the 45th state to legalize carrying a pistol in plain sight. (AP Photo/Eric Gay, File)

Ein Anhänger der Bewegung «Open Carry» in Texas.
Bild: Eric Gay/AP/KEYSTONE

Texas erlaubt offenes Tragen von Schusswaffen



Im zweitbevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Texas ist das offene Tragen von Schusswaffen ab sofort erlaubt. Die Bewegung «Open Carry» hatte jahrelang für die Gesetzesänderung gekämpft.

Mit einem am 1. Januar in Kraft getretenen Gesetz dürfen Waffen dort bei der Arbeit, beim Einkaufen oder beim Essen im Restaurant offen in Holstern am Gürtel oder um die Schulter getragen werden.

Waffengesetze USA

Wir rufen nicht die Polizei, sondern schiessen: Warnschild in Texas.

In mehr als 40 Bundesstaaten erlaubt

Mehr als 40 der 50 US-Bundesstaaten erlauben das offene Tragen von Waffen bereits, allerdings mit verschiedenen Einschränkungen. Befürworter von «Open Carry»-Gesetzen argumentieren, dass die offen zur Schau gestellten Waffen potenzielle Straftäter abhalten würden.

Kritiker entgegnen, dass Polizisten verantwortungsvolle Träger von Waffen nur noch schwer von Kriminellen unterscheiden könnten. Zudem gebe es keine Belege, dass Staaten mit «Open Carry»-Gesetzen sicherer sind oder es dort zu weniger Schiessereien kommt.

Keine Waffen in Kirchen und Gerichten

Geschäfte und Restaurants in Texas dürfen künftig selbst entscheiden, ob sie Kunden mit offen getragenen Waffen durch entsprechende Schilder den Zutritt verweigern wollen. Befürworter von «Open Carry» haben bereits gedroht, in dem Fall dort kein Geld mehr ausgeben zu wollen.

Offen oder verdeckt getragene Waffen bleiben in Bars, Vergnügungsparks, Gotteshäusern, Gerichten und bei Sportveranstaltungen aber verboten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • flyingdutch18 02.01.2016 12:07
    Highlight Highlight Jedesmal, wenn ich in die USA reise, habe ich mehr Angst vor diesen waffenverrückten Leuten. Mit fremden älteren weissen Männern - das sind vor allem die Pro Gun Leute - nehme ich auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants und Einkaufszentren grundsätzlich keinen Kontakt auf. Neben "open carry" gibt es auch "concealed carry", und plötzlich zückt einer dieser Männer seine Waffe, wenn ich ihm nicht passe.
    • flyingdutch18 05.01.2016 08:26
      Highlight Highlight Mit Paranoia hat das nichts zu tun. Ich weiss von vielen Schwarzen, die sich genau so verhalten, übrigens auch gegenüber der Polizei.
  • Calvin Whatison 02.01.2016 08:38
    Highlight Highlight in mehr als 40 der 50 Bundesstatten erlaubt !!! erklärt dann irgendwie auch die übertriebenen Einreisebestimmungen !!!
  • sentir 02.01.2016 03:41
    Highlight Highlight Wovor haben die denn Angst, dass bei ihnen der Wunsch entsteht nur mit Schusswaffe zur Arbeit, oder einkaufen zu gehen?
    Etwa, weil so viel mit Waffen rumlaufen?.....
  • mauchmark 01.01.2016 23:02
    Highlight Highlight Texas wird somit zu einem US internem Präzedenzfall, ob mit dieser Massnahme, künftig die Verbrechen mit Schusswaffen steigen oder sinken. Bin jedenfalls- in einem Jahr - auf eine Vergleichs-Statistik mit dem vergangenem Jahr gespannt...
    • Damien 02.01.2016 04:52
      Highlight Highlight Ein Jahr sagt nicht viel aus, da können noch viele andere, spezielle und untypische Faktoren einen Einfluss darauf haben.

      Wetter != Klima Argument, wenn man so will.
  • Ürsu 01.01.2016 21:40
    Highlight Highlight sobald eine Waffe vorhanden ist, wird sie auch irgendwann gebraucht. Ganz egal in welchem Zusammenhang oder Umstand. Deshalb heisst das, je mehr davon im Umlauf sind, desto mehr Tote wird es geben. Und die USA sind ja nur wegen des Gebrauchs von Waffen entstanden.
    • FlorianH 01.01.2016 23:00
      Highlight Highlight Stimmt so nicht. Die Schweiz hat, dank dem Milizsystem und Schützentradition, eine der höchsten pro-Kopf Waffenwerte. Oder vergl. Kanada... Die Anzahl Waffen an sich ist ein sehr schlechter Indikator...
  • Tiny Rick 01.01.2016 21:26
    Highlight Highlight Wild wild west... Wilkommen im Land der Freiheit, der Freiheit vor allem und jedem Angst zu haben.
    • Tiny Rick 02.01.2016 01:11
      Highlight Highlight @insomniac: bin gerade da 😄. Und nicht zum ersten mal, sondern zum 7. mal. Habe auch verwandte hier und nach diversen unterhaltungen mit ihnen ist es sehr wohl so das sie vor allem fremdem angst haben und erst mal mit misstrauen begegnen, auch wenn sie dies nicht offen zugeben. Auch weil die hiesigen medien zu einem klima der angst beitragen.
    • Tiny Rick 02.01.2016 01:13
      Highlight Highlight Als Tourist muss man sich nicht fürchten, das war auch nicht meine aussage dies hast du (insomniac) wohl falsch verstanden, sondern die bevölkerung hier.
  • ksayu45 01.01.2016 21:18
    Highlight Highlight das ist doch einfach krank! was ist los mit denen?
    • ksayu45 03.01.2016 22:30
      Highlight Highlight das problem ist, dass einige sehr wohl auf dumme gedanken kommen und wenn diese dann eine waffe haben, gibts diese massaker mit dutzenden toten. inzwischen leider mehrmals pro jahr in den usa
  • glüngi 01.01.2016 20:21
    Highlight Highlight 'MURICA....
    mehr gibts da nicht zu sagen.
    • Typu 01.01.2016 20:40
      Highlight Highlight Das tragen einer waffe ist nicht grundsätzlich ein problem. Bei den trägern stimmt teils aber deren einstellung gegenüber waffen nicht. Das kann ein verbot auch nicht richten. Nur die gesellschaft, sofern sie dazu bereit ist. Texas ist das nicht.
    • Mafi 01.01.2016 23:31
      Highlight Highlight " Das kann ein Verbot auch nicht richten. "

      Doch. Wenn das Tragen bzw. besitzen von Waffen verboten ist, wird auch niemand damit erschossen. Der Prozess des Entwaffnens ist jedoch lange und aufwändig.
    • Mafi 02.01.2016 12:49
      Highlight Highlight @Simply Smarter klar ist der danach bestehende Schwarzmarkt ein Problem. Aber ein erster Schritt wäre das Verbieten oder einschränken von legalen Waffen, denn viele Unfälle und Amokläufe geschehen mit Waffen von Bekannten/Verwandten, bzw. legal erworbenen Waffen.

      Aber zu sagen ey wir verbieten (insert deadly drug) nicht weil es ja irgendwann einen Schwarzmarkt geben wird, bzw. es den bereits gibt, würdest du ja auch als Blödsinn definieren, oder?
    Weitere Antworten anzeigen

Analyse

Droht den USA das gleiche Schicksal wie der Sowjetunion?

Namhafte amerikanische Wissenschaftler befürchten, dass die Tage der Supermacht gezählt sind.

Harold James ist einer der bekanntesten Wirtschaftshistoriker der Gegenwart. Er ist ein Gelehrter alter Schule: Gentleman, tendenziell konservativ und Professor an der traditionellen Universität Princeton. Leute wie James bilden das Rückgrat der angelsächsischen Elite der Nachkriegszeit. Daher lässt es aufhorchen, wenn James den aktuellen Zustand der USA in einem Essay für Project Syndicate wie folgt beschreibt:

James geht jedoch über die aktuellen Ereignisse hinaus. Er vergleicht die Wall …

Artikel lesen
Link zum Artikel