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Aktivist klebt sich an Theke fest, um Preis von veganer Milch zu senken

James Cromwell hat es wieder getan – mit einer erneuten Protestaktion kämpft er gegen den Aufpreis für pflanzliche Milchalternativen. Damit unterstützt er auch die Forderung von Paul McCartney.
13.05.2022, 11:5613.05.2022, 16:03

«That’ll glue, pig … that’ll glue» – (das wird klebrig, Schweinchen, das wird klebrig) – der Schauspieler James Cromwell hat für eine Protest-Aktion die letzten Zeilen des Films «Ein Schweinchen namens Babe» («That'll do pig, that'll do») ein bisschen abgeändert.

Um gegen den Aufpreis für pflanzliche Milch bei Starbucks zu protestieren, klebt der 83-Jährige mitten in Manhattan am Dienstag seine Hand auf die Theke. Mit einem «Free the Animals»-T-Shirt liest er von einem Zettel: «Wann hören Sie auf, riesige Gewinne zu generieren, während Kunden, Tiere und Umwelt leiden?». Er fordert den Konzern auf, die Aufschläge für pflanzliche Milchalternativen abzuschaffen. «Es gibt keinen Grund dafür, ausser Gier», so Cromwell.

Während er rezitiert, arbeiten die Baristas weiter, als ob kein Oscar gekrönter Schauspieler an der Theke kleben würde.

Diverse vegane Milchalternativen – Starbucks mache schon sehr viel richtig

Es sei grossartig, dass Starbucks so viele vegane Optionen anbiete. Doch um die Tiere zu schützen, die Umwelt zu schonen und die eigene Gesundheit zu verbessern, sollte der Konzern keine Gebühren erheben. Man solle umweltbewusste Kunden nicht bestrafen, sondern unterstützen. Der Kaffeeriese verlangt rund 60 Rappen Aufpreis für Milchalternativen wie Soja-, Kokos-, Mandel- oder Hafermilch.

Die Protestaktion fand in Zusammenarbeit mit PETA statt, welche die Aktion live auf Twitter streamte. Die gemeinnützige Organisation fordert den Konzern schon länger auf, den Aufpreis für vegane Milchalternativen abzuschaffen – auch in Europa. Nach dreissig Minuten Protest erschien die Polizei und Cromwell musste seine Hand von der Theke kratzen. Eine Festnahme habe es nicht gegeben.

Nicht seine erste Protestaktion

Cromwell engagiert sich seit den 70er Jahren für Tierrechte. Nachdem er in Texas einen Viehhof besucht hatte, ass er danach kein Fleisch mehr. Seit er 1995 im Film «Ein Schweinchen namens Babe» mitwirkte, lebe er vegan. Diese Entscheidung habe er getroffen, als er mit vielen Tieren und Tiertrainern zusammen gearbeitet habe, wie er Take Part 2011 erzählte.

Die klebrige Warnung war nicht die erste Protestaktion Cromwells: 2017 wurde er wegen Hausfriedensbruch angeklagt, weil er eine Orca-Show in einem Vergnügungspark in San Diego unterbrach. 2015 protestierte er gegen den Bau eines Gaskraftwerks im US-Bundesaas New York. Er lehnte seine Geldstrafe ab und verbrachte deswegen drei Tage im Gefängnis. 2011 wurde er das erste Mal verhaftet, als er gegen eine Fast-Food-Kette demonstrierte, welche die Tierschutzrichtlinien nicht eingehalten habe.

Mit seinem Anliegen zur Abschaffung der Gebühren für vegane Milchalternativen steht er nicht alleine da. Auch Paul McCartney schrieb kürzlich einen Brief an den CEO von Starbucks: «Ich hoffe aufrichtig, dass Sie für die Zukunft des Planeten und des Tierschutzes in der Lage sind, diese Richtlinie umzusetzen». (cst)

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kritiker 2.1
13.05.2022 12:05registriert März 2020
Grundsatzfrage: War der Klebstoff vegan oder nicht? 🤔
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Mischael Schill
13.05.2022 12:14registriert Oktober 2021
Der Aufpreis kommt wahrscheinlich von einem höheren Einkaufspreis her. Ich finde es falsch einem Unternehmen Gier vorzuwerfen weil sie Produkte nicht subventioneren.
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Hierundjetzt
13.05.2022 12:53registriert Mai 2015
Dass Starbucks keine eigenen Restaurants betreibt, ist dem Herrn aber schon bekannt? Ok.

Erinnert mich an den Fall Rosenwasser, die im Lang jeden Tag Hafermilch bestellt, damit der Teilzeitmitarbeiter mit 20.- brutto dies endlich kaufen würde, um danach zu watson zu rennen und sich über exakt diesen Teilzeitmitarbeiter zu beschweren.

(obwohl es im Umkreis von 100 m zum Lang 15 Restaurants gibt und die Migros 5 Meter daneben das exakt anbietet)

Es gibt Menschen, die stehen am Morgen auf, mit dem Ziel, allen anderen das Leben schwer zu machen und Probleme zu kreieren.

Aber, nicht mein Problem:
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