Um Infrastruktur zu schützen: Menschenketten im Iran vor Kraftwerken und auf Brücken
Nach Angaben staatlicher Medien sind Hunderte Menschen dem Aufruf der iranischen Regierung gefolgt, die Infrastruktur des Landes zu sichern. Aufnahmen zeigen Menschenketten vor Kraftwerken und auf Brücken, die Ziel von Angriffen werden könnten.
Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte etwa Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahwas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.
Auch vor einem Kraftwerk in der Region Kazerun hat sich eine Menschenkette gebildet, wie Aufnahmen der iranischen Staatsmedien zeigen.
Iran: Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich zudem nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen «Leben opfern». Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.
Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden.
Insbesondere nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump sei die hohe Zahl der Freiwilligen ein Zeichen nationaler Einheit und Verteidigungsbereitschaft, so der Irib-Bericht. Trump verlangt vom Iran, die Blockade der für den globalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus aufzuheben. Andernfalls droht Trump mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. (hkl, mit Material von sda/dpa)
