International
Waffen

Todesschuss bei Dreh mit Alec Baldwin: Waffenmeisterin muss vor Gericht

Todesschuss bei Western-Dreh mit Alec Baldwin: Waffenmeisterin muss nun vor Gericht

04.08.2023, 21:0805.08.2023, 17:22

Nach dem Todesschuss auf dem Set des Westerns «Rust» sollen Vorwürfe gegen die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed vor Gericht gehen. Wie das Gericht in Santa Fe (US-Staat New Mexico) am Freitag mitteilte, hat Gutierrez-Reed auf eine für den 9. August geplante Anhörung verzichtet. Dabei sollte formell geprüft werden, ob genügend Beweise für einen Prozess vorliegen. Nun stehe einem Verfahren nichts mehr im Wege, hiess es. Ein Termin für den Prozessbeginn wurde zunächst nicht bekannt.

Bei den Dreharbeiten zu «Rust» im Oktober 2021 auf einer Filmranch in Santa Fe hatte Alec Baldwin – Hauptdarsteller und zugleich Produzent – bei einer Probe für eine Szene eine Waffe bedient, als sich ein Schuss löste. Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen.

Gutierrez-Reed war als Waffenmeisterin am Set für Waffen und Sicherheit zuständig. Bis heute ist unklar, wie die scharfe Munition an den Drehort gelangte. In dem Colt steckte eine echte Kugel.

Im Januar waren Baldwin und Gutierrez-Reed wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Beide wiesen jede Schuld von sich. Im April wurde dann das laufende Strafverfahren gegen Baldwin eingestellt. In seinem Fall gäbe es zu viele Fragen, räumten die Sonderermittler ein. Es seien weitere Untersuchungen und forensische Analysen erforderlich. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte der Schauspieler möglicherweise erneut belangt werden.

Im Juni brachte die Staatsanwaltschaft neue Vorwürfe gegen Gutierrez-Reed ins Spiel. Die Mitarbeiterin soll nach der Aussage von Zeugen nach der Arbeit reichlich Alkohol und Marihuana konsumiert haben und bei den Dreharbeiten vermutlich verkatert gewesen sein, als sie am Set mit Waffen hantierte. Der Anwalt von Gutierrez-Reed, Jason Bowles, sprach von Rufschädigung. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tödlicher Schuss in Genfer Parkhaus
1 / 10
Tödlicher Schuss in Genfer Parkhaus
Polizeieinsatz nach tödlichem Schuss in einem Genfer Parkhaus am 19. Mai 2015.
quelle: keystone / salvatore di nolfi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sanitäter rastet nach Todesschuss auf Nahel vor Polizisten aus
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
Öffnung der Strasse von Hormus: Europäer wollen helfen, doch Trump lässt sie zappeln
Jetzt, wo der Friedensdeal mit Iran steht, sind die Europäer bereit, ihre Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus zu schicken. Doch für den US-Präsidenten kommt das Hilfsangebot wohl zu spät.
Die Europäer stehen bereit, ihren Teil zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus beizutragen. Frankreich, Grossbritannien, Italien und Deutschland haben am Montag angeboten, eine «ausschliesslich defensive» Militärmission zu entsenden. Die ersten Schiffe könnten bereits «in wenigen Tagen» vor Ort sein, um die Handelsroute von Minen zu räumen und die freie Schifffahrt abzusichern, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron beim G7-Gipfel in Evian. Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle samt seinem Begleitzug ist schon seit Wochen in der Region. Italienische Minenräumschiffe warten vor Ostafrika und ein deutscher Minenräumer und das dazugehörende Logistikschiff im östlichen Mittelmeer.
Zur Story