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Weilheim: Schilder und Masten ragen aus der winterlich verschneiten Landschaft.
Weilheim: Schilder und Masten ragen aus der winterlich verschneiten Landschaft.
Bild: dpa

Wetterdienst warnt vor extremen Schneehöhen in Bayern

12.01.2019, 16:4412.01.2019, 16:56

Der Süden Bayerns wappnet sich für weitere starke Schneefälle. Ministerpräsident Markus Söder kündigte am Samstag die Entsendung von 500 zusätzlichen Einsatzkräften in die betroffenen Regionen an.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für einige Hochlagen in den Alpen in den kommenden Tagen bis zu einem Meter Neuschnee – und gab für diese eine «extreme Unwetterwarnung» heraus. Den Meteorologen zufolge droht dem Süden eine heikle Unwetterlage, die durch gleich drei Faktoren verschärft wird: Demnach führt zum Einen milde Luft dazu, dass bis in höhere Lagen grosse Regenmengen in die Schneedecke fallen.

«Der Schnee wird durch den Regen natürlich sehr nass und schwer, sodass insbesondere in den Alpen eine sehr starke Schneebruchgefahr besteht, Häuser können eventuell der Schneelast nicht mehr standhalten», erklärte Magdalena Bertelmann vom DWD in Offenbach.

Sehr seltene extreme Unwetterwarnung

Eine weitere Unwettergefahr besteht demnach durch Sturm, der auf den Berggipfeln in Orkanstärke bläst und oberhalb von etwa 800 Metern zu starken Schneeverwehungen führen kann. Hinzu kommt ein dritter kritischer Punkt – die Schneemengen selbst.

Der DWD erwartet von Samstagabend bis in den Dienstag hinein oberhalb von tausend Metern bis zu einem Meter Neuschnee. In sogenannten Staulagen seien 1.50 Meter Neuschnee möglich. Deshalb sei für diesen Bereich eine sehr seltene extreme Unwetterwarnung herausgegeben worden.

Für den Landkreis Weilheim-Schongau warnte der Wetterdienst vor «extrem starken Schneeverwehungen» ab Samstagabend. Als mögliche Gefahren drohten, dass Strassen und Schienenwege unpassierbar würden; Bäume könnten unter der Schneelast zusammenbrechen. Autofahrer wurden aufgerufen, alle Fahrten zu vermeiden.

Starke Schneefälle sorgen im südlichen Bayern seit Tagen für erhebliche Probleme. Mehrere Landkreise riefen den Katastrophenfall aus.

(dsc/sda/dpa)

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