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Konjunktursturz in USA: BIP sackt um 32,9 Prozent ab ++ wieder mehr Arbeitslose



epa08572733 Nurse Practitioner Kelly Nagi of the Brockton Neighborhood Health Center, performs Covid-19 tests on drive up patients at the Brockton High School in Brockton, Massachusetts, USA 29 July 2020. Massachusetts Governor Charlie Baker has launched several Covid-19 test sites in harder hit communities to control the spread of the disease.  EPA/CJ GUNTHER

Die USA leiden an den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise. Bild: keystone

Die Corona-Krise hat in den USA einen beispiellosen Konjunktursturz ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 32.9 Prozent zurück, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Minus von 34.1 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 5.0 Prozent im ersten Quartal.

Insbesondere der Konsum, eigentlich eine der tragenden Säulen der Wirtschaft, brach wegen der Kontaktbeschränkungen und Massnahmen zur sozialen Distanz im Frühjahr ein. Der private Verbrauch verringerte sich um 34.6 Prozent zum ersten Quartal. Auch die Investitionen und das Aussenhandelsgeschäft litten massiv unter den Folgen der Pandemie, die angesichts einer hohen Zahl von Neuinfektionen in den USA noch nicht ausgestanden ist.

Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigt erneut

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe erneut gestiegen. Insgesamt stellten vorige Woche 1,434 Millionen Bürger einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,45 Millionen gerechnet, nachdem es in der vorangegangenen Woche 1,422 Millionen waren.

«Es wird lange dauern, bis die US-Wirtschaft aus dem tiefen Tal der Tränen herauskommt», sagte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. «Anhaltend hohe Infektionszahlen und Massenarbeitslosigkeit sorgen für erhebliche Verunsicherung.»

In den USA sind nach Reuters-Daten allein am Mittwoch 1461 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben, der höchste Wert seit dem 27. Mai. Das entspricht rechnerisch etwa einem Todesfall pro Minute. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Epidemie mehr als 150.000 Tote in den USA verzeichnet, die höchste Zahl weltweit. (aeg/awp/sda/reu)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheKen 31.07.2020 14:37
    Highlight Highlight 32% Sturz des BIP USA, das muss sich anfühlen wie ein Uppercut von der Magengrube bis unter die Nase. Der selbsternannte POTUS des DowJones, Law & Order, best ever in allem was er anpackt, nicht zu vergessen Intelligenteste, er kann einen Elefanten von einem Kamel unterscheiden.
  • sa5 30.07.2020 19:20
    Highlight Highlight Bevor man in Schadenfreude ausbricht, sollte man sich vor Augen halten, dass die Schweiz von den USA abhängig.
    Die USA hat nach WW2 für Stabilität ,Frieden und Wohlstand in Westeuropa gesorgt.
    Heute ist die USA immer noch der einzige Friedens- und Stabilitätsgarant.
    Fäll die USA, dann fällt Europa mit.
    Kein Grund zu Freude, Sorge wäre hier eher angebracht.
    • MarGo 31.07.2020 08:49
      Highlight Highlight "Heute ist die USA immer noch der einzige Friedens- und Stabilitätsgarant."

      :DDD heute lese ich wohl nur "the best of stupidity"

    • Knacker 31.07.2020 19:55
      Highlight Highlight „ der einzige Friedens- und Stabilitätsgarant.“ aber ja doch, dutzende Kriegseinsätze und hunderte militärische Auslandeinsätze sowie Manipulationen durch den Auslandsgeheimdienst seit 1945 bezeugen stichfest, dass die USA nur an Frieden in der Welt interessiert sind und überhaupt keine eigenen Macht- und Wirtschaftsinteressen verfolgt... nicht
  • Dieter123 30.07.2020 17:12
    Highlight Highlight Donaldi, und schon wieder hast du‘s vergeigt.
    Ik, war nicht anders zu erwarten von einem Genius wie dir🤔🤔
  • B-Arche 30.07.2020 16:14
    Highlight Highlight Kleiner Tipp:
    Die Statistik in den USA wird anders geführt als in Europa.
    In Europa vergleicht man das Quartal mit demselben Quartal vor einem Jahr.
    In den USA wird der Quartalswert auf das ganze Jahr hochgerechnet.

    Die 32,9% ergeben nach europäischen Statistikregeln ca 11%. Ist also vergleichbar mit dem Wert für Deutschland.
    • larssagesser 30.07.2020 16:45
      Highlight Highlight fast richtig. „In Europa vergleich man das Quartal mit demselben Quartal vor einem Jahr“. Das macht man in Amerika auch. Aber in amerika berechnet man den Vergleich vom Quartal zum Vorquartal anders als in Europa. das macht normalerweise durchaus Sinn, aber jetzt in dieser Pandemie ist diese methode fragwürdig
    • Hierundjetzt 30.07.2020 18:26
      Highlight Highlight Fast, 10,1% aber das nur am Rand. 10% ist extreeem viel.

      CH: 2,6%.
      (Das ist im Vergleich nichts 😳), aber auch nur weil wir dank der Arbeitslosenkasse die Binnennachfrage aufrecht erhalten konnten.

      Es zeigt sich, das der Grundgedanke bzw die Konzeption der ALV, in Krisen die Binnennachfrage zu stabilisieren und darum 70% des Lohnes über 400 Tage auszuzahlen eben genau richtig ist😤
    • lilie 30.07.2020 18:47
      Highlight Highlight @B-Arche: Könntest du bitte erläutern, wie die Arbeitsquote steigt, wenn man sie aufs Jahr aufrechnet? Und warum man das tun sollte?

      Gemäss FAZ werden in den USA Arbeitslose durch Telefonbefragungen ermittelt:

      https://m.faz.net/aktuell/

      Dieser Artikel erklärt, dass ganz im Gegenteil zu deiner Aussage die offiziellen Zahlen in den USA geschönt werden und in den vergangenen Jahren in einer separat geführten "Schatten-Statistik" doppelt so hoch war, weil man Langzeitarbeitslose einfach aus der Statistik kippte:

      https://finanzmarktwelt.de/die-tatsaechliche-arbeitslosenquote-den-usa-8443/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flexon 30.07.2020 15:12
    Highlight Highlight Über 30% - das ist monströs. Gabs das schonmal???!!!

    Armer Trumpi, genau vor der Wiederwahl. Ist so unfair sein Leben.
    • Scarrus 30.07.2020 15:33
      Highlight Highlight Genau darum will er die Wahlen annulieren.
    • De-Saint-Ex 30.07.2020 15:39
      Highlight Highlight „Unfair“? Ganz im Gegenteil: hat er sich und zwar nur sich selbst zuzuschreiben.
    • Q anon = B annon 30.07.2020 15:42
      Highlight Highlight Keine Ahnung, habe mal gelesen das der 2 Weltkrieg in Europa den BIP um 20% senkte! Und das ist noch mals 50% höher.
      Vermutlich gab es das nur in der Zeit der Pest oder 30 Jährigen Krieg!
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