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Britische Ministerin fordert Reform der Welthandelsorganisation WTO



Liz Truss, Britain's Secretary of State for International Trade, walks across Downing Street to attend a Cabinet meeting in London, Tuesday, Oct. 20, 2020. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Liz Truss. Bild: keystone

Die britische Handelsministerin Liz Truss plädiert für eine Modernisierung der Welthandelsorganisation WTO. Die konservative Politikerin verlieh ihrer Forderung am Vorabend einer zweitägigen Online-Beratung der G7-Handelsminister am Donnerstag und Freitag Nachdruck. Grossbritannien ist auch Gastgeber des diesjährigen Treffens der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Wirtschaftsnationen vom 11. bis 13. Juni in Cornwall.

Sie werde sich für ein voll funktionsfähiges Streitschlichtungssystem der Welthandelsorganisation einsetzen, um gegen unfaire staatliche Beihilfen in der Industrie und Landwirtschaft vorzugehen, hiess es in einer Mitteilung des Handelsministeriums in London. Zudem werde Grossbritannien bei den G7-Staaten um Unterstützung für nachhaltige Lieferketten werben, die einen wichtigen Aspekt im Engagement des Landes für klimafreundlichen Handel darstellten.

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal «Politico» äusserte sich Truss zu Grossbritanniens Plänen für weitere Freihandelsabkommen nach dem Brexit. Die Gespräche über einen Beitritt zum transpazifischen Handelsabkommen CPTPP sollen demzufolge in Kürze beginnen. Wann es zu einem viel beschworenen Handelsabkommen mit den USA kommen soll, konnte sie nicht sagen. Gespräche mit Indien sollen im Herbst beginnen. Mit Australien will die Regierung laut Berichten trotz Widerständen bei britischen Landwirtschaftsverbänden noch in den kommenden Wochen ein Handelsabkommen unterzeichnen. (sda/dpa)

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