International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Unsägliches menschliches Leid»: 11'000 Wissenschaftler warnen vor «Klima-Notfall»



Faktencheck: Die 9 beliebtesten Aussagen der Klimaskeptiker

Kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz haben Experten unter die Lupe genommen, was die Staaten bisher im Rahmen des Paris-Abkommens versprechen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Forscher warnen in einem Appell vor «unsäglichem menschlichem Leid».

Die Pläne der meisten Staaten im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens reichen einem neuen Bericht zufolge nicht aus, um die schneller werdende Erderwärmung zu bremsen.

Fast drei Viertel der 184 Zusagen zum Einsparen von Treibhausgasen, die Länder eingereicht haben, sind demnach nicht ehrgeizig genug. Gemessen am Ziel, den Ausstoss bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, seien nur die 28 EU-Staaten gemeinsam und sieben weitere Länder auf Kurs, heisst es in der am Dienstag vorgestellten Auswertung von fünf Autoren, von denen vier auch schon für den Weltklimarat IPCC gearbeitet haben.

epa07964257 A firefighter works at containing the Maria fire spreading in the hills near Ventura, North West of Los Angeles, California, USA, 01 November 2019. Media reports say that the fire that broke out overnight has already consumed more than 7,000 acres of agricultural land and that authorities have issued mandatory evacuations for many homes in the region.  EPA/ETIENNE LAURENT

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen die Brände in Kalifornien: In Zukunft werden wir immer mehr Dürren erleben. Bild: EPA

Warnung vor «Klima-Notfall»

Zeitgleich warnen mehr als 11'000 Wissenschaftler aus 153 Ländern in einer gemeinsamen Erklärung vor einem weltweiten «Klima-Notfall». Wenn sich das menschliche Verhalten beim Treibhausgasausstoss und anderen den Klimawandel begünstigenden Faktoren nicht grundlegend und anhaltend verändere, sei «unsägliches menschliches Leid» nicht mehr zu verhindern, heisst es darin.

«Wissenschaftler haben eine moralische Pflicht, die Menschheit vor jeglicher katastrophalen Bedrohung zu warnen», sagte Ko-Autor Thomas Newsome von der University of Sydney. «Aus den vorliegenden Daten wird klar, dass wir einem Klima-Notfall gegenüberstehen.»

Im Pariser Abkommen haben sich fast alle Staaten der Welt das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst 1.5 Grad zu begrenzen, um katastrophale Folgen wie Hitzewellen und Dürren, extreme Regenfälle und den Anstieg der Meeresspiegel zu begrenzen. Ginge es weiter wie bisher, läge der Anstieg Ende dieses Jahrhunderts wohl bei gut drei Grad.

So sieht es aus, wenn gegen 100'000 fürs Klima demonstrieren

Es ist schon lange klar, dass die nationalen Klimaschutz-Pläne in der Summe nicht ausreichen, um den Klimawandel einzudämmen. Alle fünf Jahre sollen sie deshalb nachgeschärft werden, so dass die Weltgemeinschaft insgesamt immer ehrgeiziger wird. 2020 ist es soweit, dann sollen neue Pläne auf den Tisch.

Industriestaaten in der Pflicht

Es ist festgelegt, welcher Staat welchen Anteil erbringen muss. Allgemein gilt, dass reiche Industriestaaten und solche, die historisch betrachtet viel zum Klimawandel beigetragen haben, mehr Verantwortung übernehmen sollen. Die nächste Klimakonferenz findet in der ersten Dezemberhälfte in Madrid statt.

«Die Zusagen sind schlicht viel zu wenig und zu spät», kommentierte Co-Autor Robert Watson, bis 2002 im Vorstand des Weltklimarats, den von der US-Organisation Universal Ecological Fund veröffentlichten Bericht zu den Klimaschutzzielen. «Sogar wenn alle freiwilligen Klima-Zusagen voll umgesetzt werden, erreichen sie nur die Hälfte dessen, was notwendig ist, um die Beschleunigung des Klimawandels im nächsten Jahrzehnt zu begrenzen.»

China, Indien, USA und Russland im Fokus

Besonders im Fokus der Autoren stehen vier Nationen, die zusammen mehr als die Hälfte der weltweiten Treibhausgase ausstossen: China, Indien, die USA und Russland.

Das bevölkerungsreichste Land China hat einen Anteil von rund 27 Prozent – und die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) und anderen Klimagasen dort nähmen wegen des Wirtschaftswachstums weiter zu, heisst es im Bericht. Zugesagt hat Peking bisher nur, dass sie nicht im gleichen Masse zunehmen sollen wie das Bruttoinlandprodukt. Das gelte auch für Indien, das einen Anteil von sieben Prozent am globalen Treibhausgas-Ausstoss habe.

Die USA haben sich inzwischen auch offiziell aus den internationalen Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel verabschiedet: Die US-Regierung habe ihre Kündigung für das Klimaabkommen von Paris eingereicht, teilte Aussenminister Mike Pompeo am Montag mit. US-Präsident Donald Trump hatte den Ausstieg in die Wege geleitet.

Die ursprünglichen Zusagen der Vereinigten Staaten mit ihrem Anteil von gut 13 Prozent am globalen Treibhausgas-Ausstoss bewerten die Autoren des Berichtes noch als «in der Schwebe» – aber die aktuelle Politik reiche nicht aus. Russland, dessen Anteil bei knapp fünf Prozent liege, habe noch gar keine Pläne eingereicht.

EU auf Kurs – Schweiz vorbildlich

Die 28 Staaten der EU haben gemeinsam einen Anteil von neun Prozent – und sind dem Bericht zufolge mit ihren Plänen auf Kurs. Bis 2030 könnte der CO2-Ausstoss 58 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. Daneben werten die Autoren nur noch Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, Moldawien, die Schweiz und die Ukraine als Länder, deren aktuelle Zusagen zum jetzigen Zeitpunkt ausreichen.

«Obwohl global seit 40 Jahren verhandelt wird, haben wir weiter gemacht wie vorher und sind diese Krise nicht angegangen», sagte William Ripple, der den Zusammenschluss der gut 11'000 Wissenschaftler mit seinem Kollegen Christopher Wolf von der Oregon State University in den USA anführt. «Der Klimawandel ist da und er beschleunigt sich rascher als viele Wissenschaftler erwartet hatten.» (aeg/sda/dpa)

Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos

300 Millionen Menschen in ihrer Existenz bedroht

Play Icon

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

«CO2 ist gar nicht so schlimm»: 9 Mythen der Klimaskeptiker im Faktencheck

Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

289
Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

213
Link zum Artikel

«CO2 ist gar nicht so schlimm»: 9 Mythen der Klimaskeptiker im Faktencheck

303
Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

14
Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

226
Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

54
Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

177
Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

23
Link zum Artikel

Mehr zum Klimawandel

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

289
Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

213
Link zum Artikel

«CO2 ist gar nicht so schlimm»: 9 Mythen der Klimaskeptiker im Faktencheck

303
Link zum Artikel

Reisen wie Greta – die «Flugscham» greift in Schweden um sich

14
Link zum Artikel

Plötzlich holen die Trumps der Schweiz Mehrheiten – und das in der Klimapolitik

226
Link zum Artikel

Grünen-Chefin Rytz: «SVP und FDP handeln beim Klimaschutz billig und verantwortungslos» 

54
Link zum Artikel

Warum das Nein zur CO2-Flugticketabgabe ein fataler Fehler ist

177
Link zum Artikel

Nichts erreicht – die bittere Klima-Bilanz armer Staaten

23
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

70
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
70Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dr no 06.11.2019 09:13
    Highlight Highlight Diese Scheinheiligkeit geht mir so richtig auf den Geist. All die Linken und Gutmenschen, die die Schuld auf Trumpf etc. schieben... Es ist ziemlich einfach allen anderen die Schuld zu geben und sich selber moralisch zu fühlen. Jeder hier trägt zum Klimawandel bei, allein kraft seiner Existenz. Also hört endlich auf euch so aufzuspielen....
  • Schneider Alex 06.11.2019 06:03
    Highlight Highlight "Das Ringen um das Weltklima wird
    nicht bei uns, sondern an
    den Wäldern des Amazonas, in Alaska
    und Kanada, in Sibirien, Kongo und
    Äthiopien quantitativ entschieden.
    Diesen Urwäldern muss man einen
    Preis geben und deren existenzielle
    entscheidende Klimaleistung müssen
    wir abgelten. Klimapolitik heisst zwar
    lokal handeln, – aber auch global
    denken und global kompensieren!“ (Rudolf Strahm in BaZ vom 5.11.2019)
  • Digitalrookie 06.11.2019 02:02
    Highlight Highlight Mit unserem Konsumwahn schaufeln wir uns unumkehrbar unser aller Grab. Die Weltbevölkerung explodiert munter weiter und die Ressourcen werden immer knapper. Nicht erneuerbare Rohstoffe werden zugunsten des Wachstums und einer prosperierenden Wirtschaft in immer höherem Tempo verschwendet. Hauptsache, die Gier nach Reichtum, Luxus und Wohlstand wird befriedigt. Das ist das wichtigste Paradigma unserer Zeit. Die Büchse der Pandora lässt sich nicht mehr schliessen. Für eine Umkehr ist es längst zu spät. Ich sage hierzu nur eines: Endgame!
    • Ralph Will 06.11.2019 08:10
      Highlight Highlight Der Seich mit den Resourcen hören wir 40 Jahre. Da gabs noch weniger Menschen als heute und dennoch wächst die Menschheit weiter. Will wir sie ernähren können. Fertig und Energie Öl und Gas gibt's heute mehr als damals. Ich habe keine Angst und
  • Kaishakunin 05.11.2019 23:39
    Highlight Highlight Man kann all diese Erkenntnisse ignorieren oder auch einfach mal einsehen, dass sich nichts und niemand dem 'Dao', dem Weg der Natur, entziehen kann. Unfassbar, mit welcher Kurzsichtigkeit die Menschheit als Kollektiv versucht, sich gegen die Natur zu stemmen. Gegen eine Natur aus welcher wir selber hervorgingen und welche seit Urzeiten da ist, im Einklang mit sich selbst. Es dürfte unschwer zu erraten sein, wer bei diesem ungleichen Kräftemessen gewinnen wird, denn wenn wir uns gegen die Natur stellen, stellen wir uns logischerweise gegen uns selbst.
  • imposselbee 05.11.2019 23:18
    Highlight Highlight Importsteuer anhand des % CO2 Ausstoss:
    13.9% für die USA auf 20.9 Mia.
    29.7% für China auf 14.4 Mia.
    2% für DE auf 56.6 Mia.
    1% für IT auf 20.8 Mia.
    1% für GBR auf 26 Mia.
    0.9% für FRA auf 19.7 Mia.
    usw.
    🤑🤑🤑🤑
    Dann wäre nur die Frage, was mit dem Geld anzufangen?
    Schon klar ist unsere Bilanz top, wenn wir den ganzen Mist im Ausland produzieren lassen. Well done HSG.
    • Posersalami 06.11.2019 08:15
      Highlight Highlight Na, wir müssen eine ganze Volkswirtschaft auf 100% EE und Nachhaltigkeit umbauen sowie Kreisläufe schliessen..
  • Huckleberry 05.11.2019 22:31
    Highlight Highlight Diese Arbeit von Jem Bendell sollte man unbedingt durchlesen. Da kann einem Angst und Bange werden. Ob es wirklich so schnell so schlimm wird ist jedoch umstritten. Doch die Zukunft sieht wohl düster aus für uns.

    https://www.scientistswarning.org/deep-adaptation-a-map-for-navigating-climate-tragedy/
    • Posersalami 06.11.2019 08:18
      Highlight Highlight Zur letzten Eiszeit lag die Durchschnittstemperatur etwa 3 Grad unter dem Wert der letzten 100 Jahre. 3 oder 4 Grad mehr können wir uns ganz einfach nicht vorstellen, so gross werden die Veränderungen sein..
  • Silvan Bernal 05.11.2019 22:14
    Highlight Highlight Für alle, die sich zu den Lösungsansätzen informieren möchten:

    the drawdown project

    sehr sehr interessant und wissenschaftlich belegt

    PS: in welchem Bereich denkt ihr, ist die CO2* einsparung am grössten? Verkehr? Stromproduktion? ...?

    *CO2 = CO2-Äquivalent = "gleiche Wirkung wie CO2"







    Antwort: Ersatz von Kältemitteln
    Wenn man einen "sinnvollen" Ersatz von den heutigen Kältemitteln findet, bzw. einsetzt. (Kältemittel werden in Kühlschränken, Klimaanlagen Wärmepumpen, usw. eingesetzt)
  • Streuner 05.11.2019 21:49
    Highlight Highlight Das Klima und die Welt gehen flöten. Nur interessiert es den größten Teil der Menschheit herzlich wenig. Die einen wollen noch mehr Kohle verdienen, die welche keine Kohle haben... tun alles um wenigstens etwas zu Essen zu haben. Beiden Enden der Fahnenstange ist das Klima herzlich wurscht.
  • S.Potter 05.11.2019 21:40
    Highlight Highlight Das ganze Klinaabkommen ist doch ein Witz und ich verstehe Herr Trump. Die ganzen Ausnahmeregeln für China, Indien, Russlend etc. Welche die schlimnsten Unweltsünder sind zragen nichts dazu bei, den CO2 Ausstoss zu reduzieren. Nur wenn alle am selben Strick ziehen und alle dieswlben bedingungen einhalten ist etwas zu erreichen.
    • Posersalami 06.11.2019 08:19
      Highlight Highlight Welche Ausnahmeregelungen?

      Man konnte sich nicht auf global verbindliche Ziele einigen, weil der Westen sich geweigert hat die Emissionen aus der Vergangenheit zu berücksichtigen.

      Die Ausnahmeregelung wollte Europa und die USA haben.
  • Mutbürgerin 05.11.2019 21:18
    Highlight Highlight Die Schweiz ist vorbildlich. Das haben wir noch vor den Grünwahlen erreicht. Wieso sollen wir noch mehr machen?
    • Punktraum 05.11.2019 22:20
      Highlight Highlight Vorbildlich bezüglich gemachter Zusagen! Jetzt geht es erst mal darum, diese Zusagen (Ziele) in die Tat umzusetzen.
    • Danger86 05.11.2019 22:39
      Highlight Highlight Kann man denn wirklich zuviel für das Klima machen?!?
    • Walter Sahli 05.11.2019 23:21
      Highlight Highlight Damit wir den Anderen unsere Lösungen verkaufen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 05.11.2019 21:04
    Highlight Highlight „ Ginge es weiter wie bisher, läge der Anstieg Ende dieses Jahrhunderts wohl bei gut drei Grad.“

    Da sich viele der Prognosen, auf welchen diese Vorhersage beruht, als zu optimistisch herausgestellt haben, werden es wohl eher 4 oder 5 Grad sein. Zum Einordnen auch nur der sehr optimistischen 3 Grad plus: Die selben 3 Grad weniger hatten wir in der letzten Eiszeit. 3 Grad plus können wir uns schon sehr schwer vorstellen..
  • Antinatalist 05.11.2019 21:00
    Highlight Highlight Die Schweiz vorbildlich? Ja, kann man so bringen, wenn man die erkauften Zertifikate ignoriert und Tatsachen wie dass der Tesla in den USA und der Bärenanteil an Elektronik, die in Schweizer Haushalten in Betrieb ist, in China produziert wird.

    Ohne all diese tollen Gadgets würde es den Schweizern in der Schweiz ziemlich verleiden.

    Wann wird endlich konsumbereinigt abgerechnet? Dann steht die Schweiz überhaupt nicht mehr vorbildlich da.
  • freyar_geist 05.11.2019 20:57
    Highlight Highlight Die ganze Welt kuscht vor China, Russland und den USA. Dabei sind es diese Länder, die - nicht nur in der Klimafrage - am meisten Schaden anrichten. Mit ihrer restriktiven Politik, angeführt von grandiosen, krankhaften, geldgierigen, skrupellosen, Empathie-losen Narzissten, führen sie die Welt in den Abgrund. Ich kotze.
  • O Be One 05.11.2019 20:52
    Highlight Highlight Solange wir auf ein System setzen wo die höchste Maxime noch mehr ist, werden wir immer verlieren. Auch die Hoffnung mit irgend welchen technischen Ideen was zu erreichen ist eine Illusion. Einziger wirklicher Weg ist ein fast kompletter Verzicht und zurück zur Natur ohne Spitäler und anderer Versorgung. Das einzige Problem sind nur wir Und das keiner wirklich will, ganz nach dem Motto nach mir die Sinnflut
    • Entenmann 05.11.2019 22:03
      Highlight Highlight Sie schlagen Suizid vor aus Angst vor dem Tod?
    • Kaishakunin 05.11.2019 23:26
      Highlight Highlight Suizid? Von Berthold Brecht wissen wir: 'wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war'.
      Insofern sollte man schon auch erwarten können, dass wir als Spezies Mensch gewisse Dinge korrigieren. Wenn der Verzicht weh tut, umso besser. Ginge es uns denn dann wirklich schlechter? Bisschen weniger Chinesischen Müll unter dem Weihnachtsbaum, generell ein Leben führen, welches eher nach Innen als nach Aussen gerichtet ist, ich denke wir könnten alle nur gewinnen. Die Alternative: weiterwursteln wie bisher, was ich für unethisch gegenüber den nächsten Generationen halte.
  • drjayvargas 05.11.2019 20:44
    Highlight Highlight Hmm, Fakt ist wohl dass diejenigen die Geld und Macht haben wohl nicht wirklich betroffen sein werden. Weil eben Geld oder bereits vorher tot. Daher wird sich genau garnichts ändern und man diskutiert und dümpelt weiterhin vor sich hin.
  • Grabeskaelte 05.11.2019 20:44
    Highlight Highlight <iframe src="https://giphy.com/embed/uRxRLxPbtKf28" width="480" height="480" frameBorder="0" class="giphy-embed" allowFullScreen></iframe><p><a href="https://giphy.com/gifs/retro-games-lemmings-uRxRLxPbtKf28">via GIPHY</a></p>
  • domimi 05.11.2019 20:37
    Highlight Highlight Für viele ist das unsägliche Leid schon Allag
  • imposselbee 05.11.2019 20:31
    Highlight Highlight Und was ist an diesem Schlamassel schuld? Unser Konsum. Muss denn wirklich jeder jeden Tag mit unterschiedlichen Klamotten rumlaufen? Menschen die häufiger die gleichen Klamotten tragen, kommen nebenbei sympathischer rüber, hat mit Branding zu tun, was nicht heisst, dass die Kleider stinken sollen. Mit weniger (dafür qualitativ hochwertig) lebt es sich besser, das Billigzeugs aus China wird auch billig hergestellt. Gibt es eigentlich echte Swissmade Klamotten? Zudem Ricardo oder andere Plattformen haben top Zeugs und ‚zum Blöffen‘ reicht das allemal.
  • DrFreeze 05.11.2019 19:52
    Highlight Highlight Es ist sowieso gelaufen. Die Natur, wie auch der gesamte Planet, sucht sich immer ein Gleichgewicht. Wird dieses aus der Balance gebracht wird ein neues Gleichgewicht hergestellt. Nun wir haben auf dieser Erde einiges aus der Balance gestossen und jetzt sucht sich die Natur ein neues Gleichgewicht, egal was wir machen.
    Wir hätten viel früher reagieren müssen.
  • Easy 05.11.2019 19:50
    Highlight Highlight Wieso sollte man auf tausende von Wissenschaftler hören wenn wir Trump und Co. haben.
  • no-Name 05.11.2019 19:46
    Highlight Highlight Wie wärs mit einem Finanzpool welcher die notwendigen zivilisatorischen Anpassungen Finanziert (Wasserleitungen, Aufforstung, Dämme,...)

    Anteilsmässig finanziert. Gemäss errechneten pro Kopf CO2 Ausstoss eines Landes.

  • Black Cat in a Sink 05.11.2019 18:54
    Highlight Highlight Wir werden ersticken oder ertrinken oder verbrennen aber ganz sicher verhungern! Wahrlich erbauende Aussichten! Danke an alle bürgerlichen Parteien, alle Trumps und Köppels dieser Welt, die im Namen des Mammons, die Erde in den Abgrund treiben. Geld aber, ist nicht essbar!
    • derWolf 05.11.2019 22:02
      Highlight Highlight Als ob nur bürgerliche Unternehmer gewinnorientiert sind. Ich erwähne dies nur falls Du dich über die Blitze wunderst. Den Klimawandel zu leugnen ist Schwachsinn, hier aber so zu tun als ob das nur die Schuld der Konservativen bis Rechten ist ebenso. Und die zwei extremen Lager, die um die ganze Hysterie entstehen, werden alles Sinnvolle auf Jahre wenn nicht länger verunmöglichen. Wir sind am Ar...., so sieht's aus. Vielleicht auch besser so, sonst befallen wir irgendwann noch andere Planeten.
  • mikel 05.11.2019 18:41
    Highlight Highlight Traurig, traurig. Eine ziemliche Herausforderung für Staat wie auch Individuen. Es ist zu hoffen, dass irgendwie ein Turn-around gelingt. Dafür sollten wir alles tun. Und auch wenn es düster aussieht (Trump, China...), den Kopf in den Sand stecken sollten wir auch nicht. Man darf ruhig auch an den Menschen glauben.
    • Antinatalist 05.11.2019 20:44
      Highlight Highlight "Dafür sollten wir alles tun."

      Nun die entscheidende Frage: Was genau ist oder beinhaltet dieses "Alles"?

      Schön ist wieder mal der Fingerzeig auf Trump und China. Bloss die Kinder welcher Nation sind denn die Weltrekordhalter im Fliegen? Doch nicht etwa die Schweizer? Oder doch?!
    • Silvan Bernal 05.11.2019 22:03
      Highlight Highlight das wäre ein möglicher Weg: 80 Projekte um den Klimawandel zu begrenzen: https://www.drawdown.org/
    • mikel 05.11.2019 23:38
      Highlight Highlight Alles tun heisst genau das: Alles tun. Kürzer treten, Regeln setzen, den Fokus darauf richten das Schlimmste zu verhindern (und vielleicht auch unsere Kinder wenige Fliegen lassen...). Wir kommen auch nicht umhin, unser System zu überdenken bzw. verändern.

      Ich wollte uns mit dem (zugegeben auch polemischen) Fingerzeig nicht aus der eigenen Verantwortung stehlen. Aber es wird wohl nichts entscheidendes passieren, wenn wir die USA und China nicht mitmachen. Und da siehts grad düster aus...

    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 05.11.2019 18:33
    Highlight Highlight Gibts irgend eine Quelle zu den 11‘000 Wissenschaftlern?
    • Tikvaw 05.11.2019 19:06
      Highlight Highlight https://academic.oup.com/bioscience/advance-article/doi/10.1093/biosci/biz088/5610806

      Hier ist der "Brief" der veröffentlicht wurde.
      Am Ende des Briefes unter "Supplementary data" kannst du die Zip-Datei "biz088_Supplemental_File"
      herunterladen, darin ist ein PDF mit dem Namen
      "supplemental file s1 - signatory list".
      Dort sind die Namen aufgelistet.
    • Matrixx 05.11.2019 19:13
      Highlight Highlight https://academic.oup.com/bioscience/advance-article/doi/10.1093/biosci/biz088/5610806?searchresult=1

      Ganz unten gibt es einen Zip-Ordner zum downloaden, im File S1 ist die Liste der 11'000 Wissenschaftler.
    • Brat Wurst 05.11.2019 19:38
      Highlight Highlight Guckst Du: IPCC
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cirrum 05.11.2019 18:33
    Highlight Highlight Und auch jetzt wird nicht passieren bis es zu spät ist.. am besten man diskutiert noch ein paar Jahre drüber... das CO2 ist lange nicht das einzige Problem..
  • legis 05.11.2019 18:22
    Highlight Highlight Wir sind soooo gef***
    • Oberon 05.11.2019 18:35
      Highlight Highlight Erst alle anderen, wir werden Europa als Festung umbauen um alle Menschen draussen zu lassen. So lange nicht alle mitmachen sowieso ein Unterfangen das nicht gelappt.
    • überflüssig 05.11.2019 19:05
      Highlight Highlight ein festungs-europa ist für mich keine lebenswerte vorstellung. insofern hat megis recht.
  • Nachbarino 05.11.2019 18:21
    Highlight Highlight 11000 Wissenschaftler aus 153 Ländern sind sich einig. Aber Köppel, Trump uvm. wissen es natürlich besser.
    • no-Name 05.11.2019 19:54
      Highlight Highlight Wohl weitaus mehr als elftausend...

      Besonders spannend auf wen sich die Zustimmung in der Fachwelt zuordnen lässt.
      Benutzer Bild
    • Past, Present & Future 05.11.2019 20:26
      Highlight Highlight Sie wissen es nicht besser. Es ist ihnen einfach egal.
    • Spooky 05.11.2019 21:11
      Highlight Highlight @Nachbarino

      Du weisst es anscheinend auch besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 05.11.2019 18:14
    Highlight Highlight Es wäre eine Chance für die Schweiz hier Know-How mässig an die Spitze zu gehen indem die Forschung für Clean Tech gestärkt würde. Dazu sind die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Verordnungen und Bürokratischen Hindernisse auf das absolut notwendige zu reduzieren.
    Das wäre eine der dringendsten Aufgaben der Parlamente und Regierungen, von der Gemeinde über den Kanton bis zum Bund.
    Dass dies von den heute dominierenden Multis bekämpft wird, ist zu erwarten. Es müssten ja Investitionen in F&E getätigt werden, die den kurzfristigen Gewinn schmälern.
    • pfffffffff 05.11.2019 20:37
      Highlight Highlight Genau das hatte doch der gute Ueli an der Klimakonferenz in NY proklamiert. Also wenn das ein SVP-Bundesrat anpreist, besteht vielleicht doch Hoffnung, denn auch Köppeli wird irgendwann merken, dass das Innovationsding vielleicht ein guter Zug wäre, dann kann er es dem lieben Donnie stecken und alles wird wieder gut
    • Firefly 05.11.2019 22:00
      Highlight Highlight Richtig und das hätte schon vor 20 Jahren gemacht werden sollen. Aber was machen wir stattdessen, ein crypto-valley für Spekulanten, das niemandem wirklich was bringt.
  • Chrigi-B 05.11.2019 18:14
    Highlight Highlight Zussamengefasst:

    Die Bemühungen der europäischen Nationen, inkl. Schweiz, könnte man sich genauso gut sparen. Ohne USA, Indien, China und Russland muss man gar nicht beginnen.

    Ausser Spesen nichts gewesen...
    • sveed 05.11.2019 18:47
      Highlight Highlight Klingt dumm, ist aber einfach so...
    • bokl 05.11.2019 18:49
      Highlight Highlight Und Inder und Chinesen so: "So lange wir nicht auf dem ProKopf-Niveau der Industrieländer sind, M müssen wir gar nicht anfangen!"
    • Shiyune 05.11.2019 19:07
      Highlight Highlight Fast... Selbst wenn das die grossen verschmutzter sein sollten kann man bei einzelnen Ländern gut anfangen...
    Weitere Antworten anzeigen

Dieses nukleare Grab im Pazifik droht gerade auszulaufen – Klimawandel und USA sei Dank

Auf den Marshallinseln wurden im Kalten Krieg mehr als 60 Atombomben getestet. Die radioaktiv verseuchte Erde wurde in ein Loch geschüttet und mit einer Betonkuppel versiegelt. Nun droht «The Tomb» jedoch auszulaufen.

Wo befindet sich eigentlich das am stärksten verstrahlte Gebiet der Welt? Fukushima? Tschernobyl?

Falsch. Es ist eine kleine Insel namens Runit auf den Marshallinseln. Forschende der US-amerikanischen Columbia University untersuchten das Gebiet für eine Studie und kamen zum Schluss, dass gewisse Strahlenwerte auf Runit bis zu 1000 Mal höher waren als in Tschernobyl.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Während dem Kalten Krieg haben die USA auf den Eilanden der Marshallinseln, die ungefähr …

Artikel lesen
Link zum Artikel