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Demonstrators clashes with the Bolivarian National Police during a protest in Caracas, Venezuela, Saturday, April 8, 2017. Opponents of President Nicolas Maduro protest on the streets of Caracas on Saturday as part of a week-long protest movement that shows little sign of losing steam. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Caracas im Ausnahmezustand, nachdem oppositionelle Demonstranten mit Sicherheitskräften aneinander gerieten. Bild: Ariana Cubillos/AP/KEYSTONE

«Nieder mit der Diktatur» – Viele Verletzte bei Protesten in Caracas

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei sind in Venezuela Dutzende verletzt worden. Über 50 Menschen wurden bei den Protesten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen.



Die Polizei errichtete Blockaden und setzte Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Demonstranten schleuderten Steine auf Polizisten. Mutmassliche Regierungsgegner randalierten in einem Verwaltungsgebäude. Innenminister Nestor Reverol sprach von «Terrorakten faschistischer Gruppen».

Nach einem friedlichen Aufmarsch von über 50'000 Gegnern Maduros wollten Tausende zur Defensoria del Pueblo marschieren, der Behörde zur Garantie der Menschenrechte, um gegen ein Abdriften in eine Diktatur zu demonstrieren. Sie fordern rasche Neuwahlen.

«Wir wollen Freiheit, wir wollen Zukunft, wir wollen Demokratie»

Am Vortag war Oppositionsführer Henrique Capriles für 15 Jahre von der Kandidatur bei Wahlen ausgeschlossen worden. Der Grund sollen finanzielle Unregelmässigkeiten in dem von Capriles regierten Bundesstaat Miranda sein. Er streitet alles ab und spricht von einem «Selbstputsch» der Regierung, um die Opposition zu schwächen.

Angriff auf Capriles

Er und sein Team seien in einen Gebäude mit Brandsätzen angegriffen worden, teilte Capriles am Samstag mit. «Was ist der Befehl, Maduro? Uns zu töten?», schrieb er auf Twitter. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verurteilte den Angriff auf Capriles.

«Hier sterben Menschen vor Hunger»

Der 44-Jährige galt als aussichtsreicher Kandidat bei der nächsten Wahl 2018. Nach dem Tod von Hugo Chávez hatte er 2013 mit 48,9 Prozent knapp gegen Maduro (50,8 Prozent) verloren. Er werde Proteste im ganzen Land organisieren, sagte er. «Ich gehe bis ins letzte Dorf von Venezuela, um der Diktatur von Nicolás Maduro ein Ende zu setzen.» Die Lage im Land sei nicht länger hinnehmbar. «Es geht nicht darum, dass ich für die Kandidatur um öffentliche Ämter gesperrt wurde. Hier sterben Menschen vor Hunger, sie sterben in den Spitälern.»

A man shouts slogans against government of President Nicolas Maduro as protesters gather for a demonstration in Caracas, Venezuela, Saturday, April 8, 2017. Opponents of President Nicolas Maduro are preparing to flood the streets of Caracas on Saturday as part of a week-long protest movement that shows little sign of losing steam.   (AP Photo/Ariana Cubillos)

«Nieder mit der Diktatur» – Venezolaner demonstrieren gegen die Politik von Präsident Nicolas Maduro. Bild: Ariana Cubillos/AP/KEYSTONE

Am Samstag riefen die Demonstranten immer wieder: «Wir wollen Freiheit, wir wollen Zukunft, wir wollen Demokratie». Und: «Nieder mit der Diktatur.» Der Vizepräsident des Parlaments, Freddy Guevara, kündigte für den 19. April eine weitere Grossdemonstration gegen Maduro an. (cma/sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schlaumüller 09.04.2017 02:21
    Highlight Highlight www.directimpact.com

    "Meditiert" mal über diese Seite. Sowas könnte auch immer eine Rolle spielen. Und bedenkt: Geheimdienste sind dann nochmals um ein vielfaches höher budgetiert und einflussreicher...

    Ein einzelner "sozialistischer" Staat kann sich wohl kaum länger gegen die geballte hidden Power des globalisierten Kapitalismus behaupten.
    • Schlaumüller 09.04.2017 12:10
      Highlight Highlight @Hoppla

      Ist sicher ein bisdchen komplizierter. Als erstes ist es sicher, dass es nicht im US und sonstigem Plutokraten Interesse ist, dass so ein ölreiches Land sozialistisch ist. Da muss man schon langfristiger denken. Zum Vergleich z.B: Kuba würde es sicher auch besser gehen ohne die jahrelangen Embargos.
    • Schlaumüller 09.04.2017 12:18
      Highlight Highlight @Stipps.

      Klar. Hier zwei Zitate von Churchill:

      Kapitalismus ist die ungleiche Verteilung von Reichtum. Kommunismus ist die gleiche Berteilung von Armut.

      Wer bis 20 kein Kommunist ist hat kein Herz. Wer bis 40 kein Kapitalist ist hat keinen Verstand.

      NUR: Was da war waren Diktaturen und kein wahrer Sozialismus. So wie jetzt sind: Plutokratien und keine wahre Demokratie.

      Peace

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