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FILE - In this file photo dated Sunday, Sept. 17, 2017, Rohingya Muslim women, who crossed over from Myanmar into Bangladesh, stretch their arms out to collect sanitary products distributed by aid agencies near Balukhali refugee camp, Bangladesh.  The International Criminal Court prosecutor Fatou Bensouda said Thursday July 4, 2019, that she has filed a request with judges to open a formal investigation into crimes against humanity allegedly committed against Rohingya Muslims from Myanmar.  (AP Photo/Dar Yasin, FILE)

Rohingya-Frauen nach der Flucht nach Bangladesch (September 2017). Bild: AP

Boykott gewisser Firmen aus Myanmar – Uno-Bericht fordert härtere Sanktionen



Uno-Experten haben härtere Sanktionen gegen das mächtige Militär in Myanmar gefordert. Zahlreiche unter der Kontrolle der Armee stehende Unternehmen finanzierten die Gräueltaten des Militärs, sagte der Uno-Ermittler Marzuki Darusman bei der Vorstellung eines Berichts in Indonesiens Hauptstadt Jakarta.

Marzuki Darusman, left, chair of the UN fact-finding mission on Myanmar gestures and Christopher Sidoti, right, an international human rights lawyer, listen during a press conference in Jakarta, Indonesia, Monday, Aug. 5, 2019. A United Nations fact-finding mission called Monday for an embargo on arms sales to Myanmar and targeted sanctions against businesses with connections to the military after finding they are helping fund human rights abuses.(AP Photo/Achmad Ibrahim)
Marzuki Darusman,Christopher Sidoti

Marzuki Darusman – Vorsitzender der UN-Forschungsmission zu Myanmar – und Christopher Sidoti – ein internationaler Menschenrechtsanwalt – während einer Pressekonferenz in Jakarta am 5. August 2019. , Indonesien, Montag, 5. August 2019 zu. Bild: AP

Internationale Regierungen und Firmen müssten ihre Verbindungen zu diesen Firmen abbrechen, forderte Darusman. Mit Sanktionen gegen die Holdings könnten «Menschenrechtsverletzungen und Verstösse gegen internationales humanitäres Recht reduziert werden».

Laut dem Bericht sollen dutzende Unternehmen unter Kontrolle der Armee während der Militäreinsätze gegen die muslimische Rohingya-Minderheit insgesamt mehr als zehn Millionen Dollar an das Militär gespendet haben. Später sollen sie Entwicklungsprojekte finanziert haben, um dem Militär dabei zu helfen, «Beweise für die Zugehörigkeit der Rohingya zu Myanmar zu vernichten».

FILE - In this March 27, 2019, file photo, Myanmar military officers stand in a formation during a parade to mark the 74th Armed Forces Day in Naypyitaw, Myanmar. A United Nations fact-finding mission is calling for an embargo on arms sales to Myanmar and targeted sanctions against businesses with connections to the military that it says are helping fund human rights abuses, report released Monday, Aug. 5, 2019. (AP Photo/Aung Shine Oo, File)

Eine Militärparade vom März – Experten der Uno fordern ein Embargo für Waffenlieferungen nach Myanmar (Archivbild). Bild: AP

Das Militär des früheren Burma war vor knapp zwei Jahren mit brutaler Gewalt gegen die Rohingya vorgegangen. Mehr als 740'000 Menschen flohen ins benachbarte Bangladesch. Uno-Ermittler und Menschenrechtsorganisationen sprechen von Völkermord. Die Armee bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Die Rohingya-Krise kurz erklärt:

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Video: YouTube/United Nations

Weitverzweigtes Firmennetz

Dem neuen Uno-Bericht zufolge sind 15 ausländische Firmen an Joint Ventures mit Unternehmen von Myanmars Militär beteiligt. 44 ausländische Unternehmen pflegen demnach andere wirtschaftliche Beziehungen zu den Unternehmen.

Das Netz an Firmen und Beteiligungen des Militärs ist enorm. Neben den beiden Grosskonzernen Myanmar Economic Holdings Limited (MEHL) und Myanmar Economic Corporation (MEC) gehören unzählige Tochtergesellschaften dazu. Zudem kontrolliert das Militär zwei Banken.

Die Firmen machen ihre Einkünfte jedoch nicht vollständig publik und entziehen sich dadurch der öffentlichen Kontrolle, wie der 111 Seiten zählende Uno-Bericht kritisiert. Ein Sprecher des Militärs wollte sich nicht zu dem Bericht äussern.

US-Einreiseverbot gegen Armeechef

Mitte Juli hatte die US-Regierung wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen die Rohingya ein Einreiseverbot gegen Myanmars Armeechef Min Aung Hlaing und weitere hochrangige Generäle verhängt. Es ist bislang die schärfste Massnahme einer westlichen Regierung in Reaktion auf die Vertreibung der Rohingya 2017.

epa07726014 Myanmar military commander-in-chief Senior General Min Aung Hlaing pays homage to the late General Aung San, along with other leaders of the pre-independence Myanmar government, during a ceremony marking the 72nd Martyrs' Day at the Martyrs' Mausoleum in Yangon, Myanmar, 19 July 2019. Myanmar's Martyr's Day is observed on 19 July to commemorate country's nine independence heroes, including General Aung San, who were assassinated on 19 July 1947.  EPA/LYNN BO BO

Min Aung Hlaing wurde die Einreise in die USA verweigert (Archivbild). Bild: EPA

Obwohl die jahrzehntelang herrschende Militärjunta die Macht 2011 an eine zivile Regierung übergeben hatte und Reformen einleitete, verfügt das Militär in Myanmar weiterhin über weitreichende politische Machtbefugnisse. Es kontrolliert ein Viertel des Parlaments und drei wichtige Ministerien, darunter das Verteidigungsministerium. (mim/sda/afp)

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Rohingya in Burma: Flüchtling im eigenen Land

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