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Elon Musk schliesst eine Pleite bei Twitter nicht mehr aus

Elon Musk schliesst eine Pleite bei Twitter nicht mehr aus

11.11.2022, 06:4711.11.2022, 16:28

Tech-Milliardär Elon Musk hat wenige Wochen nach der 44 Milliarden Dollar schweren Twitter-Übernahme eine Insolvenz des Online-Dienstes nicht ausgeschlossen.

FILE - Elon Musk speaks at the SATELLITE Conference and Exhibition on March 9, 2020, in Washington. Musk plans to lay off most of Twitter's workforce if and when he becomes owner of the social media c ...
Elon Musk gilt als Homeoffice-Gegner.Bild: keystone

Bei einem Auftritt vor Mitarbeitern am Donnerstag warnte er Medienberichten zufolge, dass bei Twitter im kommenden Jahr ein Milliarden-Loch in der Bilanz klaffen könnte. Wenn es unter diesen Umständen nicht gelinge, mehr Geld reinzubringen als wir ausgeben, sei «eine Insolvenz nicht ausgeschlossen», zitierten Musk unter anderem der Finanzdienst Bloomberg sowie die Tech-Medien «The Information» und «Platformer».

Twitter schrieb bereits vor der Übernahme zuletzt rote Zahlen. Nach dem Deal beklagte Musk einen Umsatzeinbruch, weil einige grosse Werbekunden Anzeigen auf der Plattform ausgesetzt hatten. Sie sorgen sich, dass ihre Werbung neben anstössigen Tweets auftauchen könnte, wenn Musk wie angekündigt die Inhalte-Regeln lockern sollte.

Milliarden-Schulden wegen Übernahme

Auf Twitter lastet zudem der Kredit von rund 13 Milliarden Dollar, den Musk für den Kauf aufnahm. Medienberichten zufolge kostet die Bedienung dieser Schulden rund eine Milliarde Dollar im Jahr. Der Tech-Milliardär will die Werbe-Erlöse, die bisher 90 Prozent der Einnahmen ausmachen, durch ein Abo-Geschäft ergänzen. Der Start seines neuen Abos mit Verifizierung-Häkchen sorgte zunächst einmal für Chaos, weil einige Nutzer Prominente und Unternehmen mit täuschend echt aussehenden Fake-Accounts imitierten.

Zuvor hatte Musk die Beschäftigten bereits in einer E-Mail vor schwierigen Zeiten gewarnt. Die wirtschaftliche Lage sei «schlimm», besonders für ein Unternehmen, das von Werbeeinnahmen abhänge. In dem Memo kündigte Musk auch neue Richtlinien in Sachen Homeoffice an – künftig ist Heimarbeit demnach nur noch mit seiner ausdrücklichen persönlichen Erlaubnis zulässig.

Mitarbeitende mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen laut dem Memo, aus dem US-Medien übereinstimmend zitierten, mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro erscheinen. Vor der Übernahme durften Twitters Beschäftigte von überall aus arbeiten. Musk gilt als ausgesprochener Gegner des Homeoffice-Trends, das hatte er bereits bei seinem Elektroautokonzern Tesla deutlich gemacht.

Musk hatte vergangene Woche rund jeden zweiten der zuvor etwa 7500 Jobs bei Twitter gestrichen. Jetzt sagte er den Berichten zufolge, dass die Firma zum Teil immer noch zu viele Beschäftigte habe.

Medienberichten zufolge verliessen am Donnerstag zwei weitere Manager in Schlüsselpositionen die Firma: Der für das Herausfiltern anstössiger Inhalte verantwortliche Yoel Roth und Robin Wheeler, die erst seit kurzem für die Beziehungen zu Werbekunden zuständig war. (sda/dpa)

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166 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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paddyh
11.11.2022 07:08registriert Januar 2016
Finde es befremdlich, dass der "gross Tech-Visionär" seine Angestellte zurück ins Büro pfeift. Der will Kolonien auf dem Mars, glaubt aber nicht dass Leute selbständig ihren Tag organisieren können und mikrogemanaged werden müssen.
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Fastadi
11.11.2022 07:07registriert September 2015
44 Milliarden in kürzester Zeit so zu vernichten ist gar nicht so einfach. Wenn man sich vorstellt wie viel Leid damit hätte beseitigt werden können...
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Holiduli
11.11.2022 06:53registriert Oktober 2015
Elon ist mir persönlich ungeheuer.
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