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Bild: nasa

NASA-Forscher fliegen über Grönland – und stellen Beunruhigendes fest



Das Team von Operation «IceBridge» ist besorgt.

Die Forscher der NASA-Forschungseinheit flogen am Montag (Ortszeit) über eine Gletscherregion nördlich des gigantischen Jakobshavn Isbræ-Gletschers an der Westküste Grönlands. Rund 80 Kilometer ist die mächtige Eismasse lang, die einen Grossteil des grönländischen Eises ausmacht.

Jedes Jahr lösen sich rund 35 Milliarden Tonnen Eis von dem Gletscher ab, und es werden immer mehr. Denn Aufnahmen, die die NASA-Forscher am Montag machten, demonstieren eine Verstärkung einer ohnehin schon Besorgnis erregenden Klimakrise.

Denn bereits Anfang Mai konnten die Forscher auf der gigantischen Gletscherfläche grosse Wassermengen beobachten – ein für diese Jahreszeit äusserst ungewöhnliches Phänomen.

Joe MacGregor, der als Forscher an dem «IceBridge»-Projekt beteiligt ist, sagte zu mashable.com: »Obwohl die Geschichte des Sommers 2019 in Grönland noch nicht geschrieben wurde, beginnt sie mit einer beunruhigenden Beobachtung."

Für die Forscher sind diese Aufnahmen besorgniserregend:

Normalerweise bilden sich die sogenannten «Schmelzbecken» nämlich erst gegen Ende Mai – Grund für die frühe Schmelze in diesem Jahr seien die warmen Frühlingstemperaturen in Grönland gewesen, das immerhin zu den kältesten Regionen der Welt zählt. In den letzten Wochen sei es dort bis zu 15 Grad Celsisus warm gewesen, berichtet MacGregor.

Die Zukunft des Jakobshavn Isbræ-Gletscher, der rund 1.6 Kilometer dick ist, ist für die Forscher von besonderer Bedeutung. Der grönländische Gletscher hat sich in den vergangenen Jahren als äusserst empfindlich gegenüber der Erwärmung des Meerwassers erwiesen. Die Schmelze des Jakobshavn Isbræ ist einer von zwei Trends, den Klimaforscher in Grönland mit Sorge beobachten. Neben dem immer schnelleren Abschmelzen der Ozean-nahen sogenannten Auslassgletscher nimmt auch das Eis im Innland rapide ab, was ebenfalls zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt.

Insgesamt verliert Grönland laut dem NASA-Forscher jährlich rund 250 Milliarden Tonnen Eis – seit den frühen 1980er Jahren habe sich der Verlust der jährlichen Eismenge versechsfacht.

(pb)

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108Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 11.05.2019 19:58
    Highlight Highlight In den nächsten Jahren werden die Eisflächen noch kleiner und immer mehr Eisbären werden elendiglich ersaufen.
  • Maya Eldorado 10.05.2019 14:09
    Highlight Highlight Die Erde wird so oder so mal untergehen, so wie Jedes Gestirn mal untergeht. Die Himmelskörper entstehen und vergehen.
    Aber.....!
    Aber wir Menschen haben es in der Hand, der Erde seinen natürlichen Lauf zu lassen oder den Untergang massiv zu beschleunigen.
    • rodolofo 10.05.2019 19:17
      Highlight Highlight Oder wir entwickeln einen sportlichen Ehrgeiz in Sachen "ökologisch nachhaltiges Verhalten"!
      Früher gingen sie besonders eifrig in die Kirchen, Synagogen und Moscheen, um zu beten.
      Heute isolieren sie Häuser, montieren Solaranlagen, bepflanzen Wildgärten und Bio-Gärten, legen Teiche an, renaturieren Flussläufe, bauen Eisenbahnen, und und und!
      Es gibt so vieles, was wir tun können!
      Und die Flüchtlinge können uns unterstützen beim Aufbau der EINEN WELT FÜR ALLE!
      Packen wir's an!
      Und dazwischen immer wieder tief SCHLAFEN!
      Beim Schlafen sinken der Energie-Verbrauch und der CO2-Ausstoss.
  • D(r)ummer 10.05.2019 11:20
    Highlight Highlight "Wir werden seen"

    - Gletscher, nimmt die Klimaerwärmung gelassen.

    Ernsthaft. Warum gibt es Menschen, die nicht mal den menschlichen Einfluss im geringsten dämmen wollen?! Warum?!
  • dmark 10.05.2019 11:11
    Highlight Highlight Der Mensch musste sich schon immer anpassen, bzw.
    die Menschen leben seit jeher mit Veränderungen des Meeresspiegel. Nur weil wir in den letzten paar Generationen etwas Ruhe davon hatten, heisst dies noch lange nicht, dass der Planet so unverändert bleiben wird, wie wir in heute kennen. Das wäre sehr naiv.
    Schaut mal hier, wie es erdzeitlich gesehen gerade noch "gestern" an der heutigen Nordseeküste aussah.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Doggerland
    oder auch hier:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/megaflut-riesenwelle-machte-england-zur-insel-a-495288.html
    • orso129 10.05.2019 12:46
      Highlight Highlight ...früher gab es keine Megastädte an den Meeresküsten wie heute... es müssen dann viele Umziehen... wenn die Meeresströmungen ändern, könnte es krass werde...
  • Kaspar Floigen 10.05.2019 10:19
    Highlight Highlight Sogar Grönland hat besseres Wetter als wir.
  • Charlie84 10.05.2019 08:08
    • Posithis 10.05.2019 13:25
      Highlight Highlight Bitte lies doch den Artikel den du verlinkst wenigstens ganz durch smh 😒
  • rodolofo 10.05.2019 08:07
    Highlight Highlight Noch beunruhigender als für die Forscher dürften diese Beobachtungen für diejenigen sein, die an den Küsten der Weltmeere leben.
    Und das sind schätzungsweise sehr viele Menschen!
    Und spätestens dann, wenn die Badetüchern der reichen Badetouristen nass werden, wird das Problem der im Zuge der Klimaerwärmung abschmelzenden Eismassen von den Internationalen Institutionen wirklich ernst genommen.
    Was machen alle diese Super-Reichen, wenn ihre Steuerparadiese und Südsee-Luxus-Resorts überflutet werden?
    Flüchten die dann alle nach Andermatt?
    Sawiris denkt langfristig und reibt sich die Hände...
    • Pointer 10.05.2019 16:01
      Highlight Highlight Dann werden Dämme gebaut und die Strände aufgeschüttet und alles geht weiter wie bisher.
  • Stehaufmännchen 09.05.2019 23:43
    Highlight Highlight Lass mal noch ein wenig weiter den Planeten aufheizen...

    Ist ja bestimmt noch lange hin, bis alles den Bach runter geht...

    🤯🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
  • Jerry Cad 09.05.2019 23:39
    Highlight Highlight Irgendwie wirkt es schon fast zynisch wenn Klimaforscher mit dem Flugzeug über Grönland fliegen und bemerken, dass sich das Klima stark erwärmt.


    (Ja ich weiss, es war notwendig um dies zu erforschen und macht keinen grossen unterschied)
    • Jättelattejaterö 10.05.2019 02:05
      Highlight Highlight Was macht die NASA dort, die sollen lieber versuchen wieder ins All zu kommen
    • Com Truise 10.05.2019 06:02
      Highlight Highlight Sollen sie dann mit dem gummiboot hinrudern oder was
    • Midnight 10.05.2019 06:58
      Highlight Highlight Es macht schon einen grossen Unterschied, ob man zu Forschungszwecken ein Flugzeug fliegt, oder ob man das einfach so zum Spass macht. Fliegen ist denn auch nicht per se ein Problem, die Anzahl an "Vergnügunsflügen" hingegen schon.

      Dasselbe gilt für so ziemlich jede andere Art von Konsum.

      Ist ein bisschen wie mit Gift: Die Menge macht es aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thadic 09.05.2019 23:20
    Highlight Highlight Ich frage mich ob die Klimawandelleugner wenigstens daran glauben dass die fossilen Brennstoffe endlich sind. Das könnte die Basis für gemeinsames handeln sein. Oder bin ich da zu naiv?
    • rodolofo 10.05.2019 19:09
      Highlight Highlight Nein, Du nicht, aber SIE!
      Die glauben nämlich, dass sie irgendwann eine Technologie entwickeln werden, die CO2 zu Erdöl recycelt...
      Hey Leute, DAS IST ES!!!
  • Spez 09.05.2019 22:50
    Highlight Highlight Ihr wisst aber schon, dass sich die Erde derzeit Weltweit abkühlt? Die Temperaturen sinken seit zwei Jahren und die Tendenz zeigt weiter in diese Richtung (Sonnenzyklen). Das bestätigen die Messwerte der NASA.

    Die Meereisflächen sind dadurch bis jetzt dieses Jahr am stärksten seit den letzten sechs Jahren gewachsen. Und das sind Fakten welche Durch Messwerte bestätigt werden! Recherchiert selbst!
    • TheRealDonald 10.05.2019 10:57
      Highlight Highlight In welcher (seriösen) Studie dürfen wir das nachlesen? Ich habe keine dazu gefunden.
    • Mietzekatze 10.05.2019 13:37
      Highlight Highlight Seit den letzten 6 Jahren! Dass davor 50 Jahre lang die Flächen abgenommen haben und der Wasserpegel steigt... Die Temperatur sich erhöht etc, ist ja logischerweise widerlegt wenn wenn das Eis in 5 Monaten ein wenig anwächst! Doch macht Sinn!
    • rodolofo 10.05.2019 19:06
      Highlight Highlight Arbeitest Du für Shell, oder für BP?
  • G. 09.05.2019 22:31
    Highlight Highlight Dass das Eis nun rascher und immer rascher zu schmelzen beginnt, verwundert mich nicht. Was mich aber verwundert, dass dies nicht längstens in den Berechnungen des Klimawandels aufgeführt ist. Wir haben wesentlich weniger Zeit als vorhandene Berechnungsmodelle aufzeigen möchten.
    • Midnight 10.05.2019 07:06
      Highlight Highlight @G.

      Bist Du dir da sicher? In die Berechnungsmodelle fliessen nämlich sehr wohl auch das Abschmelzen grosser Eismengen mit ein. Zwei Fakten sind dabei besonders delikat:

      1. Kann eine Übersüssung des Meerwassers stattfinden, welche die warmen und kalten Strömungen im Meer zum Erliegen bringen könnte. Die Effekte einer solchen Übersüssung sind nicht abzuschätzen, da man nicht alle Zusammenhänge kennt. Man geht aber unter anderem von extremen Wettereffekten aus.

      2. Im Eis sind riesige Mengen Treibhausgase eingeschlossen, welche zusätzlich in die Atmosphäre gelangen.
  • DrFreeze 09.05.2019 21:58
    Highlight Highlight Ich hab's ja in meinem Kommentar zu unserem Schnee Wetter geschrieben. Bei uns ist es kalt, dafür in Grönland warm. Das ist das Resultat. Das ist Wetter und nicht Klima.
    • TheRealDonald 10.05.2019 11:03
      Highlight Highlight Das kann aber auch eine Auswirkung der Klimaerwärmung sein. Durch diese verhalten sich globale, wetterbestimmende Faktoren wie der Jetstream oder der Golfstrom möglicherweise anders.
      Zudem: Mehr Schnee kann auch ein Zeichen der Klimaerwärmung sein. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit transportieren als kalte. Zwei Situationen: a) Wenig Schnee bei -10 Grad. b) Viel Schnee bei -2 Grad. Kann da aufgrund der Schneemenge auf das Klima geschlossen werden?
      Bei dem Thema ist vieles ist leider nicht so einfach wie man es gerne hätte.
    • Mietzekatze 10.05.2019 13:40
      Highlight Highlight Ich glaube DrFreeze hat das richtig gemeint aber falsch ausgedrückt... Das Tageswetter ist eben nur Wetter... Das Wetter und die Temperaturen über Jahre/Jahrzente, das ist Klima... Da kann es in Grönland mal schön und warm sein und bei uns Schnee haben...
  • fools garden 09.05.2019 21:15
    Highlight Highlight Vergesst das. Das Problem heisst Lebensqualität und das lässt sich nicht mit Verzicht verbinden. Zurück will auch niemand und die Jenigen die es noch gar nicht kannten wollen unbedingt auch mal um den Globus Jeten.
    • AnDerWand 09.05.2019 23:55
      Highlight Highlight Die Frage ist, wie man Lebensqualität doch definiert. Solange man es nur mit der westlichen Konsumgeilheit und mehr, weiter, grösser usw. ist besser definiert ja. Menschen sollten lernen, das Lebensqualität auch noch aus anderen Dingen besteht, aus Sachen, die man nicht mit Geld befriedigen kann.

      Deine letzte Aussage, dass jene die es noch nicht alles hatten auch danach streben finde ich äußerst interessant. Die Frage ist, wo will man hier ansetzen. Bei uns oder bei denen die noch danach streben?
    • Hillman 10.05.2019 06:18
      Highlight Highlight Du meinst also wir sollen nichts tun und dann halt damit leben dass die Erde irgendwann für uns nicht mehr bewohnbar ist?
    • DerTaran 10.05.2019 06:24
      Highlight Highlight Tatsache ist, Verzicht wird nicht funktionieren, wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 09.05.2019 21:10
    Highlight Highlight Da habe ich kürzlich irgendwo gelesen, dass die Eismasse am Südpol zunimmt. Das würde dann einen Ausgleich schaffen:

    Im Norden weniger - im Süden mehr!
    • RatioRegat 09.05.2019 21:38
      Highlight Highlight Nope.
    • Mr. Spock 09.05.2019 21:41
      Highlight Highlight Die Ausdehnung betrifft das Meereis, welches vermutlich durch veränderte Windströme (vsrursacht durch Klimaverändsrungen) weiter auf den Ozean getrieben wird. Das Landeis schmilzt rasant weiter. Dies ist somit weder ein Ausgleich noch entkräftet es den Klimawandel.
    • Lienat 09.05.2019 21:44
      Highlight Highlight Nicht ganz richtig. Sicher ist nur, dass die Dicke der Eiskappe am Südpol zugenommen hat. Das passiert, wenn es dort viel Schneefall gibt. Gleichzeitig brechen aber an der Antarktischen Küste laufend grosse Mengen Schelfeis ab. Die gesamte Eismenge dürfte damit immer noch stark abnehmend sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Muselbert Qrate 09.05.2019 21:09
    Highlight Highlight Das ist logisch. Wir kommen aus einer Eiszeit die vor 12500 Jahren endete. Seither wird es nun mal stetig wärmer auf dem Planeten. Wenn dann die aktuelle Warmzeit (Interglaziale) einmal vorbei ist wird es dann wieder kälter..

    Verstehe die Panik nicht ganz..

    • ursus3000 09.05.2019 21:15
      Highlight Highlight das macht nichts Kinder müssen nicht alles verstehen
    • D_M_C 09.05.2019 21:17
      Highlight Highlight Unterschied zu anderen Klimaveränderungen:
      Menschengemacht, also verhinderbar
      mehr als 100x schneller, als natürliche Klimaveränderungen

      deshalb nicht einfach logisch, sondern besorgniserregend
    • MSpeaker 09.05.2019 21:17
      Highlight Highlight Dachten die 3 Herzer das es ironisch ist? ich fürche das ist ernst gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RatioRegat 09.05.2019 21:01
    Highlight Highlight Gemäss Köppel ist das nur Klima-Hysterie. Kein Grund zur Besorgnis, denn er weiss es besser als renommierte Wissenschaftler: Klimaerwärmung gibt es nicht und falls doch, so ist es ein natürlicher Vorgang.

    Und das, obwohl wir uns erdgeschichtlich eigentlich in einer Kaltzeit befinden.

    Zum Glück sind bald Wahlen...
    • Posersalami 09.05.2019 21:08
      Highlight Highlight Freu dich nicht zu früh, am Ende wählt man den noch in den Ständerat.
    • Reudiger 09.05.2019 21:22
      Highlight Highlight Das stimmt nicht. Wir befinden uns im Holozän. Einer Wärmezeit innerhalb des Tertiärs (Eiszeitalter).
    • RatioRegat 09.05.2019 21:23
      Highlight Highlight Korrektur: Wir befinden uns in einem Eiszeitalter, genau genommen in einer Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalter.

      Diese Warmzeit dauert aber seit der letzten Eiszeit vor ca. 12'000 Jahren an und vermag daher den raschen Klimaanstieg in der jüngeren Vergangenheit nicht zu erklären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 09.05.2019 21:01
    Highlight Highlight Ja, aber Grönland war mal grün in 3..2..1
    • Klaus07 09.05.2019 21:24
      Highlight Highlight Ja in der letzten Warmzeit vor ca. 80000 Jahren.
    • Alnothur 09.05.2019 23:13
      Highlight Highlight Nö, in der Warmzeit im Mittelalter. Allerdings nur in den Küstengebieten im Süden.
    • karl_e 10.05.2019 00:06
      Highlight Highlight Nein, Klaus, damals vor 1000 Jahren, als die Wikinger dort anlandeten. Grönland grönt übrigens heute auch wieder.
    Weitere Antworten anzeigen

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