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Irak – Syrien

Dschihadisten verüben mehrere tödliche Anschläge



Extremisten haben bei mehreren Anschlägen im Irak und in Syrien am Montag mindestens 34 Menschen getötet. Besonders schlimm traf es eine Trauergesellschaft bei Bagdad.

Bei dem Selbstmordanschlag auf einer Beerdigung in Tadschi nördlich von Bagdad starben nach Angaben der irakischen Nachrichtenseite Al-Mada 21 Trauernde. 63 Menschen wurden verletzt.

Die Trauerfeier habe einem führenden Mitglied der regierungsnahen Sahwa-Bewegung gegolten. Die sunnitische Bewegung wird von Extremisten als «ungläubig» betrachtet, weil sie die von Schiiten dominierte irakische Regierung unterstützt.

Bei der Explosion eines weiteren Sprengsatzes in der nordirakischen Stadt Al-Ishaki waren zuvor vier Menschen ums Leben gekommen und 13 weitere verletzt worden. Bei den Opfern handle es sich um Polizisten sowie schiitische Kämpfer, die sich am Kampf gegen die IS-Miliz beteiligten, sagte ein irakischer Sicherheitsbeamter zur Nachrichtenagentur dpa.

Anschlag auf syrisches Gaswerk

Auch im syrischen Homs verübten Extremisten nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte einen Anschlag. Zwei Dschihadisten hätten ein Auto in die Nähe eines Gaskraftwerkes gesteuert und dort zur Explosion gebracht.

Dabei seien neun Menschen getötet und 15 verletzt worden. Unter den Toten seien vier Soldaten gewesen. Die Dschihadisten sollen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehören, meldete die Beobachtungsstelle unter Berufung auf Augenzeugen.

Die syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte den Angriff, machte jedoch zunächst keine Angaben zur Opferzahl. Sicherheitskräfte hätten das Auto an der Einfahrt in das Gaskraftwerk gehindert, woraufhin die Extremisten die Autobombe ausserhalb gezündet hätten.

Das Kraftwerk sei nicht beschädigt worden. Laut dem syrischen Staatsfernsehen konnten zwei «Terroristen» auf ihrer Flucht geschnappt werden.

Die IS-Miliz hatte sich zunächst nicht zu dem Anschlag bekannt. Die Miliz kontrolliert in Syrien und im benachbarten Irak je rund ein Drittel der Fläche. In diesen selbst ernannten «Kalifat» tyrannisiert sie alle, die sich ihr nicht unterwerfen und geht mit Anschlägen gegen ihre Feinde vor. (feb/sda/dpa)

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