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Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu attends the weekly cabinet meeting in Jerusalem on Sunday, Jan. 26, 2014. (AP Photos/Ronen Zvulun, Pool)

Bild: AP/POOL Reuters

«Sehr unglücklich»

Dass Netanjahus Sohn eine nicht-jüdische Freundin hat, passt den Hardlinern gar nicht

Jetzt mischen sich Israels religiöse Ultranationalisten auch in die private Liebesbeziehung von Netanjahus Sohn ein.



Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist unter Beschuss religiöser Hardliner gekommen, weil sein Sohn eine nicht-jüdische Freundin hat. «Das ist ein grosses Problem», sagte der Abgeordnete Nissim Seev von der ultraorthodoxen Schas-Partei am Sonntag der Zeitung «Jerusalem Post». Netanjahu müsse als Regierungschef «nationale Verantwortung zeigen». Mosche Feiglin von Netanjahus rechtskonservativer Likud-Partei bezeichnete die Beziehung in der «Post» als «sehr unglücklich».

Die extremistische Organisation Lehava, die eine «Assimilierung im Heiligen Land» verhindern will, rief Netanjahu gar auf, seinem Sohn die Beziehung zu einer norwegischen Studentin zu verbieten. Andernfalls würden die Enkel des Regierungschefs «nicht jüdisch sein», erklärte Lehava-Chef Benzi Gopschtain auf Facebook.

Die norwegische Zeitung «Dagen» hatte berichtet, Netanjahus Sohn Jair sei mit einer 25-jährigen Norwegerin zusammen, die derzeit in Israel studiere. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos berichtete Netanjahu demnach seiner norwegischen Kollegin Erna Solberg, sein Sohn und dessen Freundin hätten kürzlich in Norwegen Ferien gemacht. Jair ist ein Sohn von Netanjahus dritter Frau Sara. Von 1981 bis 1984 war Netanjahu mit einer nicht-jüdischen Frau verheiratet. Sein Büro lehnte am Sonntag jede Stellungnahme zu der Angelegenheit ab. (sda afp)

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