Kultur
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Denkmäler

Geht Pompeji ein zweites Mal unter?



epa04107940 View at a collapsed wall of a building in an not excavated area at via Nola at the archeological site in Pompei, Italy, 03 March 2014. The wall came down 03 March after heavy rainfall.  EPA/CIRO FUSCO

Zutritt verboten – eingestürzte Mauer an einer Ausgrabungsstätte in Pompeji. Bild: EPA/ANSA

Die antike Stadt Pompeji gilt als weltweit einmalig. Doch seit Jahren wird die Weltkulturerbestätte vernachlässigt, verfällt nach und nach. Mit einem millionenschweren Projekt versuchen Italien und die EU Pompeji zu retten – doch einige Hindernisse müssen überwunden werden.

Laut einem Bericht der Zeitung «La Stampa» ist etwa ein Viertel der einzigartigen Anlage für Restaurierungsarbeiten geschlossen, Dauerbaustellen und Sperrungen sind an der Tagesordnung – die Folgen jahrelanger Vernachlässigung.

Dutzende Gebäude der antiken Stadt sind in den vergangenen Jahren eingestürzt. Vor allem Wind, Regen und die mangelnde regelmässige Instandhaltung machen den historischen Bauten zu schaffen. Als «nationale Schande» bezeichnete Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano den sichtbaren Verfall der UNESCO-Weltkulturerbestätte.

Mafia behindert Restaurierung

Vor einigen Jahren wurde deshalb ein Grossprojekt zur Restaurierung Pompejis ins Leben gerufen, insgesamt 105 Millionen Euro haben die EU und Italien für die Rettung zur Verfügung gestellt.

Dennoch gehen die dringend notwendigen Arbeiten nur schleppend voran. Erst rund ein Viertel des von der EU zur Verfügung gestellten Geldes wurde abgerufen, Bürokratie, Korruption und Verstrickungen mit der regionalen Mafia, der Camorra, behindern die Restaurierung. Vor einigen Wochen unterzeichnete Italien immerhin ein neues Abkommen mit der EU, um die Arbeiten zu beschleunigen. Der Fortschritt soll nun regelmässig überprüft, die Ressourcen verdoppelt werden. (wst/sda/dpa)

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