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bild: shutterstock / watson
Emma Amour

Im Bett mit Suff-SMS-Sandro und Schontall ...

Na, habt ihr schon den Kopf geschüttelt, weil ihr wirklich das Gefühl habt, ich hab Suff-SMS-Sandro und Schontall gebumst? Ihr könnt das Haupt wieder entspannen. Es war alles anders. Eventuell sogar noch schlimmer.
11.11.2021, 09:4912.11.2021, 11:41

Logisch. Hier könnte stehen, dass ich neulich Suff-SMS-Sandro und Schontall traf, wir einen Heidenspass hatten, alles locker-flockig-easy war, wir zu dritt durch die Clubs zogen, bevor wir im letzten dann wild rummachten und bei Sandro oder mir endeten, wo wir dann bis Sonntagabend einen krassen Threesome nach dem anderen hatten.

Nun, so ist es aber nicht. Zum Glück, finde ich. Beziehungsweise nein, so hätte das toll sein können, wenn ich Sandro gegenüber nicht diese Gefühle hätte, die ich verdammterweise leider habe. Ich bin nämlich seit unserem letzten Treffen irgendwie etwas zu sehr ... wie soll ich sagen … vielleicht verknallt.

Er aber ist immer noch sehr into Chantal und Chantal into him und die beiden führen jetzt eine Beziehung zwischen Paris und Zürich und sind sehr glücklich, wie er sagt. Und wie sie sagt. Und zwar mir. In my face. Und das ganz ohne Kalkül. Aber von Anfang an.

Hey, Salü und Hoi from hell

Wer schon so lange befreundet ist (und vögelt) wie Sandro und ich, dem seine Freundeskreise verschmelzen irgendwann ein bisschen. Deswegen kommt es regelmässig vor, dass wir uns an Geburtstagspartys oder, noch schlimmer, schon an zwei Hochzeiten, trafen.

Letztens feierte jedenfalls Loris Geburi. Loris ist Sandros Freund aus Kindheitstagen. Ich kenne Loris nun auch schon ewig und finde vor allem Fiona, seine Freundin, schampar flott. Wer Loris und Fiona kennt, weiss: Das sind Homepartys, die man nicht missen sollte.

Ich wiege mich in Sicherheit, als ich mich mit Cleo auf den Weg zu den beiden mache. Laut meinen Quellen weilt Sandro aktuell bei Chantal in Paris. Die Chance also, dass ich ihm oder, viel schlimmer, ihm UND ihr begegne, ist klein.

Natürlich kommt's dann, wie's kommen muss und Sandro und Chantal sind auch da. Ich sitze mit Cleo und ein paar anderen auf Fionas und Loris’ Bett, als sie das Schlafzimmer betreten und sich ebenfalls zu uns setzen.

Enchantée, sage ich. «Salü», sagt Chantal. «Hoooi», sagt Sandro. «Hey», sage ich. Und will mich in Luft auflösen. Chantal ist nämlich uhuere krass heiss. Beine wie Cameron Diaz. Ein Lachen wie Julia Roberts. Haare wie aus der Shampoo-Werbung. Sie trägt Jeans und ein weisses T-Shirt und sieht darin krasser als 100 Models in Karl Lagerfeld oder Chanel oder Dior aus.

Ich muss mal husch (den Kopf an die Wand hauen)

Ich hasse Chantal. Und ihre langen Finger und ihre dunkelrot lackierten perfekten Nägel, mit denen sie Sandros Nacken krault. Ich schau ihn an, er schaut mich an, wir lächeln gequält. Nur Chantal ist super-zen. Sie erzählt und erzählt und sagt, wie cool sie Zürich findet und wie verknallt sie in Sandro ist und wie «big» ihre «Histoire» ist.

Offiziell muss ich mal. Inoffiziell schliesse ich mich husch ins Bad ein, um meinen Kopf 2 Mal an die Wand zu hauen.

Als ich zurück komme, finde ich das gleiche Szenario vor. Jetzt textet Chantal Cleo zu. Ich setz mich so biz in die Nähe. Ich bin genug nah, um mitzubekommen, dass sie stets Pech mit Männern hatte. Seit Sandro da sei, wisse sie, wie «facile» die Liebe ist. Ihm geht's gleich, sagt er.

Ich schlucke leer und verlasse den Raum. Ich spreche lieber mit Fionas sehr nerviger Schwester als Sandro und Chantal bei der Liebe zuzusehen.

Irgendwann mal kommt Cleo und sagt: «Fuck, Ems, Chantal ist eine Bombe. Die würde ich leider auch haben wollen.»

Ich weiss, sag ich, und blicke Richtung Balkon. Da stehen sie. Eng umschlungen, rauchen, lachen. Er sieht glücklich aus, finde ich. Cleo sieht's auch so. Und irgendwie wirkt er viel weniger rastlos. Das ist schön.

Ich will ja, dass es Sandro super geht. Ich hätte gerne, dass es ihm mit und dank mir super ginge. So ist es aber nicht. Und damit muss ich nun selber dealen. Für ihn aber will ich happy sein. Er wirkt angekommen.

Okay. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder gedacht, er sei bei Lara, Lisa, Carla, Hanna, Fabienne, you name it, angekommen und dann war er schneller zurück in meinem und vor allem in seinem alten Leben.

Aber dieses Mal könnte es anders sein.

Und ganz vielleicht ist das gut so.

Ganz vielleicht sind er und ich es einfach nicht.

Auf dem Heimweg hole ich mein Handy raus. Ich öffne Sandros und meinen Chat:

«Sie ist schön, Sandro. Ihr seid schön. Ernsthaft, dein Glück freut mich.»

Nun schreibt er. Dann löscht er. Dann passiert nichts. Dann schreibt er wieder. Dann kommt nichts. Und dann irgendwann:

«Selber schön bist du, meine Emma.»

Ich lächle. Wenn es vielleicht im real life nicht zu einem happy end kommt, sollten wir vielleicht einfach ein Buch aus unserem Chat machen, den es schon seit gefühlt 100 Jahren gibt. Also schaue ich mal aus Neugier, was unsere ersten paar Nachrichten waren:

SSMSS
«Ich kann nicht kochen. Und habe ständig Angst vor Blamagen. Der Wille aber, einen Abend mit dir bei mir am Küchentisch zu verbringen, ist grösser. Deswegen frage ich dich: Liebe Emma, darf ich dich (möglicherweise sehr schlecht) bekochen?»
Ich
«Kannst du Wienerli, Spiegeleier und ein Baguette kaufen?»
SSMSS
«Knapp. Welche Gewürze sollte man aufs Spiegelei tun?»
Ich
«Salz, Pfeffer, Schluss.»
SSMSS
«Notiert. Kommenden Samstag? Kannst du einen Kartoffelsack tragen? Einfach damit ich das miese Essen nicht noch zusätzlich versalze?»
Ich
«Kartoffelsack, Dessert (Snickers und Maltesers) sind am Samstag um 20 Uhr bei dir.»

...................

.................

............

!!!!

Uff. Uff.

Adieu,

PS: Emma Amour gibt es jetzt auch als Buch!
«EMMA AMOUR UND KID CLEO – Liebe, Sex und andere Eskapaden»
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Sexpannen, Liebeskummer und verrückte Dates: Niemand erzählt in der Schweiz so authentisch und unverblümt wie Emma Amour. Seit Januar 2018 lässt die Zürcherin die watson-User an ihrem Leben teilhaben. Wenn sie eine Auszeit nimmt, springt ihre beste Freundin Cleo ein.

Emma und Cleo könnten unterschiedlicher nicht sein, was sie jedoch verbindet: ein zeitweise fantastisches, zeitweise frustrierendes, aber nie langweiliges Liebes- und Sexleben.

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Informationen zum Buch
Herausgeberin: watson
Erscheinungstermin: 12.02.2021
ISBN: 978-3-03902-124-6
Einband: Broschur mit Klappe
Umfang: 160 Seiten, 8 Illustrationen
Format: 13,5 x 21

Buchpreis
CHF 18.00 (CH)
EUR 18.00 (D)
EUR 19,00 (A)
Emma Amour ist ...
… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.bild: watson
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