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ESC 2026: Veronica Fusaro hat es nicht ins Finale geschafft

epa12954869 Veronica Fusaro of Switzerland performs the song 'Alice' during the dress rehearsals for the second semi-final of the 70th Eurovision Song Contest (ESC) in Vienna, Austria, 13 Ma ...
Unsere Veronica, alias Vroni, wie sie die watson-User im ESC-Ticker liebevoll nannten.Bild: keystone
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Die falsche Bühne für einen starken Song

14.05.2026, 23:4115.05.2026, 07:21

Die Schweiz ist raus. Veronica Fusaro konnte sich beim zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests in Wien nicht durchsetzen. Das war zu erwarten. Ihr Song «Alice» hatte von Beginn weg einen schwierigen Stand, eine Finalqualifikation stand immer auf Messers Schneide. Zumindest mathematisch. 25 Länder werden im Finale dieses Jahr antreten. Bei den Wettquoten lag der Schweizer Beitrag lange auf Platz 26, in den letzten Tagen rutschte er gar auf Platz 27 ab. Rein rechnerisch hat es fürs Finale also nie gereicht.

Fusaros Chance auf einen Finaleinzug waren zwei Faktoren: Zum einen, dass die Konkurrenz dieses Jahr mit insgesamt 35 teilnehmenden Ländern zumindest numerisch vergleichsweise klein ist. In den Vorjahren nahmen über 40 Länder teil. Zum anderen durfte die 28-Jährige Thunerin mit ihrem musikalisch starken Song auf die Punkte der Jurys hoffen, die dieses Jahr auch in den beiden Halbfinalen wieder die Hälfte der Bewertung ausmachen. Trotzdem hat sich nun die mathematische These bestätigt: Die Schweiz ist raus.

Fantasielose Songauswahl

Fusaro wurde zwar durch eine Schweizer und zwei internationale Jurys aus fast 500 Einreichungen als Schweizer ESC-Vertreterin ausgewählt, ihr Song «Alice» wurde jedoch nicht extra für den ESC komponiert. Der Titel ist ein bereits veröffentlichter Track aus Fusaros zweitem Album «Looking for Connection», das Ende Oktober 2025 erschienen ist. Vorangegangene ESC-Songs, unter anderem Nemos Gewinnertrack «The Code», wurden in einem eigens für den ESC veranstalteten Songwriting-Camp komponiert, bewusst für die grosse Bühne, auf das Zielpublikum zugeschnitten.

Veronica Fusaro zeigt ihr Talent im kleinsten «Rüümli» der Welt

Veronica Fusaro zu Gast im kleinsten Studio der Welt, dem watson-Rüümli.Video: watson

Warum etwas Neues komponieren, wenn da schon was ist? Gewinnen wollte man ja sowieso nicht erneut, so scheint es, nachdem die Schweiz den Contest letztes Jahr ausgerichtet hat. Die Songauswahl wirkte etwas fantasielos. Darum ist passiert, was zu erwarten war. Und dies, obwohl Veronica Fusaro alles richtig gemacht hat. Sie ist Vollblutmusikerin, das spürt man, das sieht man ihr an. Sie lebt ihre Musik. Auf der ESC-Bühne hat sie im Halbfinale eine fehlerfreie Performance abgeliefert, hat Stimmgewalt bewiesen, die Inszenierung war durchdacht, die Botschaft des Songs auch auf der Bühne sichtbar: «Alice» thematisiert Gewalt an Frauen, Fusaro war auf der Bühne in dicken roten Seilen gefangen.

Man kann Veronica Fusaro absolut nichts vorwerfen. Warum hat es doch nicht geklappt? Es war einfach das falsche Publikum für diesen Song. Oder der falsche Song für dieses Publikum. Und so bleibt «Alice» das, was es schon immer war: ein toller Song mit starker Botschaft, den wir bestimmt noch oft am Radio hören werden.

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Veronica Fusaro über ihren ESC-Song «Alice»
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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Acai
15.05.2026 01:18registriert März 2017
Habe es weder gesehen noch gehört. Aber trotzdem einen Kommentar geschrieben. Der ist auch nicht wirklich gut. Oder es sind die falschen Leser.
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Stendelwurz
14.05.2026 23:50registriert September 2022
Das habe ich mir schon gedacht, als ich den Song das erste Mal gehört habe! Kein ESC Song. Musikalisch eine andere Liga (nicht im Sinne von so viel besser, sondern einfach ein anderer Stil). Aber sehr schade!
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saugoof
15.05.2026 05:40registriert Februar 2015
Wahrscheinlich ging es vielen so wie bei mir. Das erste Mal als ich den Song hörte dachte ich, "ok, aber nichts besonderes". Aber nach ein paar Tagen hörte ich denn nochmal im Radio und dachte "toller song", obwohl mir zuerst nicht einmal bewusst war dass das der selbe Song war. Es stimmt schon, der ESC wo ein Song auf anhieb einschlagen muss ist die falsche Bühne. Für mich ist es trotzdem einer der besten ESC Songs.
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